Freebie-Verbot

Freebie-Verbot: Was du jetzt über das neue Kaufrecht 2022 wissen solltest

Vielleicht hast du es in den letzten Tagen in den sozialen Netzwerken mitbekommen: Eine Änderung im Kaufrecht wirkt sich unmittelbar auf dein Freebie/Lead-Magneten aus. Was du zum aktuellen Freebie-Verbot wissen musst, ob alles so heiß gegessen wie gekocht wird und was du jetzt tun solltest, liest du in diesem Artikel.

***Disclaimer: Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar!***

Inhalt

Freebie-Verbot: Was jetzt gilt und was auch nicht

Zunächst einmal Entwarnung:

Nein, Freebies, auch Lead-Magneten genannt, sind nicht verboten.

Die Änderung im Kaufrecht, die am 01.01.2022 in Kraft getreten ist, wirkt sich zwar unmittelbar auf dein Freebie aus. Du darfst es aber, mit kleinen Änderungen, auch zukünftig anbieten.

Um zu verstehen, warum sich diese Änderung unmittelbar auf dein Freebie auswirkt, lass uns kurz über Grundsätzliches sprechen.

Eine Checkliste, ein Workbook oder auch ein Mini-Kurs:

Kostenlose Goodies haben sich in den letzten Jahren rasant entwickelt und gehören mittlerweile zum Standardprogramm um Leads (Kontakte) in Form von Email-Adressen zu sammeln. Das Kopplungsverbot, also der Tausch von Emailadresse gegen Freebie/Lead-Magneten hat Online-Marketer eine Zeitlang extrem beschäftigt, mittlerweile aber hat sich dieses Thema totgelaufen.

Noch immer funktioniert das Prinzip „Email-Adresse gegen Freebie“, aber Transparenz in Sachen Datenschutz ist heute wichtiger denn je. Viele setzen dabei auf einen Hinweis im Formular, der neue Leser*innen darauf aufmerksam macht, dass sie sich mit dem Absenden ihrer Daten gleichzeitig auch mit dem Empfang eines Newsletters einverstanden erklären.

 

Änderung im Kaufrecht: Das sind die Details

Die Änderungen im Kaufrecht, die zu Jahresbeginn in Kraft getreten sind, kommen spät, betreffen aber viele Bereiche und beschäftigen sich fast ausschließlich mit dem Thema Digitalisierung.

Konkret geht es um die Paragraphen § 327 BGB bzw. §§ 327a-u BGB sowie § 455c BGB und 475a BGB und keine Sorge, du musst jetzt nicht alles lesen! 🙂

Wichtig ist die Kernaussage daraus:

Adressdaten stellen nun genauso wie Kryptos eine Währung dar. Kunden „bezahlen“ dein Freebie/Lead-Magnet also ab sofort mit ihren Daten.

Damit darfst du deinen Lead-Magneten unter bestimmten Vorraussetzungen nicht mehr  Freebie nennen bzw. mit den Wörtern „kostenlos“, „gratis“ oder „for free“ kennzeichnen.

Für wen die Änderung gilt und für wen nicht

Ob du als Selbständige von der aktuellen Änderung betroffen bist, lässt sich leicht herausfinden.

Grundsätzlich unterscheidet man hierbei nämlich zwischen Selbstständigen, die Unternehmer*innen zu ihrem Kunden zählen und diejenigen, die ausschließlich im B2C-Bereich unterwegs sind.

Variante 1: Du bist als Selbstständige unterwegs und deine Kunden sind ausschließlich Unternehmer*innen (B2B): Die Änderung ist für dich nicht relevant.

Variante 2: Du bist als Selbstständige unterwegs und deine Kunden sind Privatpersonen (B2C): Die Änderung ist für dich relevant.

Variante 3: Du bist als Selbstständige unterwegs und kannst nicht ausschließen, dass deine Kunden auch Privatpersonen sind (B2C): Die Änderung ist für dich relevant.

Variante 3 ist mit Vorsicht zu genießen, denn grundsätzlich kannst du nicht ausschließen, dass sich auch Interessenten für dein Freebie eintragen, die erst noch gründen werden.

Auch ich kann für meinen Bereich nicht 100% sicher sein und habe daher beschlossen, sowohl das Wort Freebie nicht mehr zu verwenden, als auch mein Wording anzupassen.

Was du tun solltest, wenn du von dieser Änderung betroffen bist

Es gibt immer mal wieder Themen, die im Online-Business hochkochen. Die aber genauso schnell wieder verschwinden.

Da die Änderung erst kürzlich in Kraft getreten ist, gibt es verständlicherweise auch noch keine Rechtssprechung. Wie der Text also auszulegen ist, liegt an denjenigen, die es betrifft.

Meine Empfehlung für dich, egal zu welcher Variante du gehörst:

Sei transparent!

Informiere deine Leser und zukünftigen Abonennt*innen, dass sie sich mit dem Erhalt deines Freebies auch automatisch für deinen Newsletter eintragen.

Das kannst du zum Beispiel über einen Hinweis im Formular machen.

Auf dem Bild siehst du, wie ich unterhalb meines Formulars auf meinen Newsletter hinweise.

Zusätzlich teile ich meinen neuen Abonnent*innen in der ersten Email mit, dass und vor allem wie sie sich wieder von meiner Liste abmelden können

Passe außerdem dein Wording an. Das bedeutet, dass du zum Einen das Wort „Freebie“ ersetzen und zukünftig auf Wörter wie „gratis“, „kostenlos“ oder „for free“ verzichten solltest.

Vielleicht mag es dir kleinlich vorkommen, das Wort „Freebie“ selber auch abzuändern, immerhin hat sich diese Bezeichnung durchgesetzt.

Das Wort impliziert aber unweigerlich, dass es sich um etwas kostenloses handelt, „Freebie“ und wenn wir schon Anpassungen vornehmen, sollte gerade die Bezeichnung im Fokus stehen.

 

Wo du dein Wording anpassen solltest

Grundsätzlich solltest du die Wörter „kostenlos“, „gratis“ oder „for free“ nicht mehr nutzen und durch Alternativen, wie „für 0€ downloaden“ oder „lade dir als Dankeschön hier meine Checkliste herunter“ auf diesen Seiten ersetzen:

  • Landingpage für dein Freebie
  • im Freebie selbst
  • im Anmeldeformular
  • im Pop-up, falls du eins verwendest
  • beim Double Opt-in
  • in der Willkommens-Sequenz
  • in deinen Werbeanzeigen
  • in der Instagram Bio & den Highlights
  • Linktree, falls du ihn verwendest
  • Blogartikel, Podcast-Episoden, Shownotes und YouTube-Videos

Freebie-Verbot: Mein Fazit

Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird und immer mal wieder reiben sich die Gemüter kurzfristig an Nebensächlichkeiten.

Ich halte es für längst überflüssig, mehr Rechtssicherheit in Sachen Digitalisierung zu schaffen und begrüße die Änderungen daher.

Trotzdem halte ich es für unangebracht, hier in blinden Aktionismus zu verfallen. Mein Rat daher an dich:

Prüfe, ob die Änderung auf dich zutrifft und ergreife dann die entsprechenden Maßnahmen. Das geht schnell und du bist auf der sicheren Seite.

Halte dich auf dem Laufenden und beobachte, was sich gerade in Sachen Freebies in den kommenden Monaten tut. Ich bin ganz sicher, auch dieser Hype wird sich ganz schnell wieder auflösen. 

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Vielleicht hast du es in den letzten Tagen in den sozialen Netzwerken mitbekommen: Eine Änderung im Kaufrecht wirkt sich unmittelbar auf dein Freebie/Lead-Magneten aus. Was du zum aktuellen Freebie-Verbot wissen musst, ob alles so heiß gegessen wie gekocht wird und was du jetzt tun solltest, liest du in diesem Artikel.

***Disclaimer: Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar!***

Inhalt

Freebie-Verbot: Was jetzt gilt und was auch nicht

Zunächst einmal Entwarnung:

Nein, Freebies, auch Lead-Magneten genannt, sind nicht verboten.

Die Änderung im Kaufrecht, die am 01.01.2022 in Kraft getreten ist, wirkt sich zwar unmittelbar auf dein Freebie aus. Du darfst es aber, mit kleinen Änderungen, auch zukünftig anbieten.

Um zu verstehen, warum sich diese Änderung unmittelbar auf dein Freebie auswirkt, lass uns kurz über Grundsätzliches sprechen.

Eine Checkliste, ein Workbook oder auch ein Mini-Kurs:

Kostenlose Goodies haben sich in den letzten Jahren rasant entwickelt und gehören mittlerweile zum Standardprogramm um Leads (Kontakte) in Form von Email-Adressen zu sammeln. Das Kopplungsverbot, also der Tausch von Emailadresse gegen Freebie/Lead-Magneten hat Online-Marketer eine Zeitlang extrem beschäftigt, mittlerweile aber hat sich dieses Thema totgelaufen.

Noch immer funktioniert das Prinzip „Email-Adresse gegen Freebie“, aber Transparenz in Sachen Datenschutz ist heute wichtiger denn je. Viele setzen dabei auf einen Hinweis im Formular, der neue Leser*innen darauf aufmerksam macht, dass sie sich mit dem Absenden ihrer Daten gleichzeitig auch mit dem Empfang eines Newsletters einverstanden erklären.

 

Änderung im Kaufrecht: Das sind die Details

Die Änderungen im Kaufrecht, die zu Jahresbeginn in Kraft getreten sind, kommen spät, betreffen aber viele Bereiche und beschäftigen sich fast ausschließlich mit dem Thema Digitalisierung.

Konkret geht es um die Paragraphen § 327 BGB bzw. §§ 327a-u BGB sowie § 455c BGB und 475a BGB und keine Sorge, du musst jetzt nicht alles lesen! 🙂

Wichtig ist die Kernaussage daraus:

Adressdaten stellen nun genauso wie Kryptos eine Währung dar. Kunden „bezahlen“ dein Freebie/Lead-Magnet also ab sofort mit ihren Daten.

Damit darfst du deinen Lead-Magneten unter bestimmten Vorraussetzungen nicht mehr  Freebie nennen bzw. mit den Wörtern „kostenlos“, „gratis“ oder „for free“ kennzeichnen.

Für wen die Änderung gilt und für wen nicht

Ob du als Selbständige von der aktuellen Änderung betroffen bist, lässt sich leicht herausfinden.

Grundsätzlich unterscheidet man hierbei nämlich zwischen Selbstständigen, die Unternehmer*innen zu ihrem Kunden zählen und diejenigen, die ausschließlich im B2C-Bereich unterwegs sind.

Variante 1: Du bist als Selbstständige unterwegs und deine Kunden sind ausschließlich Unternehmer*innen (B2B): Die Änderung ist für dich nicht relevant.

Variante 2: Du bist als Selbstständige unterwegs und deine Kunden sind Privatpersonen (B2C): Die Änderung ist für dich relevant.

Variante 3: Du bist als Selbstständige unterwegs und kannst nicht ausschließen, dass deine Kunden auch Privatpersonen sind (B2C): Die Änderung ist für dich relevant.

Variante 3 ist mit Vorsicht zu genießen, denn grundsätzlich kannst du nicht ausschließen, dass sich auch Interessenten für dein Freebie eintragen, die erst noch gründen werden.

Auch ich kann für meinen Bereich nicht 100% sicher sein und habe daher beschlossen, sowohl das Wort Freebie nicht mehr zu verwenden, als auch mein Wording anzupassen.

Was du tun solltest, wenn du von dieser Änderung betroffen bist

Es gibt immer mal wieder Themen, die im Online-Business hochkochen. Die aber genauso schnell wieder verschwinden.

Da die Änderung erst kürzlich in Kraft getreten ist, gibt es verständlicherweise auch noch keine Rechtssprechung. Wie der Text also auszulegen ist, liegt an denjenigen, die es betrifft.

Meine Empfehlung für dich, egal zu welcher Variante du gehörst:

Sei transparent!

Informiere deine Leser und zukünftigen Abonennt*innen, dass sie sich mit dem Erhalt deines Freebies auch automatisch für deinen Newsletter eintragen.

Das kannst du zum Beispiel über einen Hinweis im Formular machen.

Auf dem Bild siehst du, wie ich unterhalb meines Formulars auf meinen Newsletter hinweise.

Zusätzlich teile ich meinen neuen Abonnent*innen in der ersten Email mit, dass und vor allem wie sie sich wieder von meiner Liste abmelden können

Passe außerdem dein Wording an. Das bedeutet, dass du zum Einen das Wort „Freebie“ ersetzen und zukünftig auf Wörter wie „gratis“, „kostenlos“ oder „for free“ verzichten solltest.

Vielleicht mag es dir kleinlich vorkommen, das Wort „Freebie“ selber auch abzuändern, immerhin hat sich diese Bezeichnung durchgesetzt.

Das Wort impliziert aber unweigerlich, dass es sich um etwas kostenloses handelt, „Freebie“ und wenn wir schon Anpassungen vornehmen, sollte gerade die Bezeichnung im Fokus stehen.

 

Wo du dein Wording anpassen solltest

Grundsätzlich solltest du die Wörter „kostenlos“, „gratis“ oder „for free“ nicht mehr nutzen und durch Alternativen, wie „für 0€ downloaden“ oder „lade dir als Dankeschön hier meine Checkliste herunter“ auf diesen Seiten ersetzen:

  • Landingpage für dein Freebie
  • im Freebie selbst
  • im Anmeldeformular
  • im Pop-up, falls du eins verwendest
  • beim Double Opt-in
  • in der Willkommens-Sequenz
  • in deinen Werbeanzeigen
  • in der Instagram Bio & den Highlights
  • Linktree, falls du ihn verwendest
  • Blogartikel, Podcast-Episoden, Shownotes und YouTube-Videos

Freebie-Verbot: Mein Fazit

Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird und immer mal wieder reiben sich die Gemüter kurzfristig an Nebensächlichkeiten.

Ich halte es für längst überflüssig, mehr Rechtssicherheit in Sachen Digitalisierung zu schaffen und begrüße die Änderungen daher.

Trotzdem halte ich es für unangebracht, hier in blinden Aktionismus zu verfallen. Mein Rat daher an dich:

Prüfe, ob die Änderung auf dich zutrifft und ergreife dann die entsprechenden Maßnahmen. Das geht schnell und du bist auf der sicheren Seite.

Halte dich auf dem Laufenden und beobachte, was sich gerade in Sachen Freebies in den kommenden Monaten tut. Ich bin ganz sicher, auch dieser Hype wird sich ganz schnell wieder auflösen. 

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