Online Sichtbarkeit aufbauen

Online Sichtbarkeit aufbauen

Deine Website ist fertig, den ersten Beitrag auf Insta hast du längst veröffentlicht und dein Angebot ist auch der Hammer. Und trotzdem verkaufst du deine Kurse und Coachings nicht. Das Problem: Du bist unsichtbar. Lies in diesem Artikel, wie du dir eine Online Sichtbarkeit aufbauen kannst, die zu dir passt und die dich nicht überfordert. Und ich zeige dir auch, welche Schritte wirklich wichtig sind und was du erstmal weglassen kannst.

Inhalt

Ein bisschen Insta hier, ein bisschen netzwerken dort und dann müsstest das ja eigentlich klappen, diese Online Sichbarkeit, von der alle sprechen, oder?

Vielleicht klingt das ziemlich naiv – tatsächlich ist es das auch! -, aber die meistgestellte Frage in meinen Coachings ist wirklich diese hier: Wie werde ich schnell online sichtbar, um meine Angebote zu verkaufen?

Und darauf folgt regelmäßig Ernüchterung, denn:

Deine Online Sichtbarkeit aufbauen und von den richtigen Kunden im Netz gefunden zu werden ist weder schnell, noch mal eben nebenbei erledigt. Und weil es dann doch zu lange dauert, kompliziert erscheint und auch Arbeit ist, fangen viele erst gar nicht an oder geben auf halber Strecke auf.

Wenn du dir selber schon gesagt hast „online funktioniert für mich nicht“, dann ist dieser Artikel für dich! Du findest hier meine besten Tipps, wie du dir eine Online Sichtbarkeit aufbauen kannst, ohne dich zu überfordern. Eine Sichtbarkeit, die funktioniert und vor allem, die zu dir passt.

Was Sichtbarkeit eigentlich bedeutet

Aber was bedeutet es eigentlich genau, sichtbar zu sein? Reicht es schon, eine eigene Website zu haben? Oder brauche ich tatsächlich mehrere Social Media-Kanäle, einen Blog und vielleicht sogar noch einen Podcast?

Online Sichtbarkeit heißt vor allem, dass dich deine Kunden im Netz finden. Wo und über welche Kanäle genau ist zunächst nicht ganz so wichtig. Und auch die Menge an Kanälen macht in den wenigsten Fällen einen Unterschied, ob du besser oder schneller gefunden wirst.

Wichtig ist, es müssen vor allem die richtigen sein. Und genau da liegt bereits das Problem, denn:

Wenn wir von Online-Sichtbarkeit sprechen, meinen wir vor allem das, was alle anderen sagen. Wenn jemand bei Insta über seinen super erfolgreichen Launch spricht, müssen wir das unbedingt auch so machen. Oder wenn wir wieder lesen, dass SEO die perfekte und noch dazu kostenlose Möglichkeit ist, gefunden zu werden, denken wir direkt darüber nach, doch einen Blog zu installieren.

Was wir nicht sehen: Nur ganz selten ist es tatsächlich ausschließlich dieser eine Kanal, auf dem verkauft wird. Im Hintergrund werden häufig doch noch Anzeigen geschaltet, eine weitere Baustelle bespielt und vielleicht auch über das Netzwerk agiert. Und genau das meint Online Sichtbarkeit auch:

Deine Kunden finden dich über die verschiedensten Wege, manchmal sogar an Stellen, an die du gar nicht gedacht hast. Online Sichtbarkeit aufbauen ist tatsächlich mehr als eine reine Präsenz im Netz. Es ist, gerade dann, wenn du als Solopreneur unterwegs bist, ein Zusammenspiel aus Marke, Expertise und Wirkung.

Und für all das ist es zunächst gar nicht entscheidend, dass du überall und gleichzeitig unterwegs ist. Wenn du deine Online Sichtbarkeit aufbauen willst, ist Konsistenz viel entscheidender.

„Viel hilft viel“ ist immer noch das Motto vieler, die in die Sichtbarkeit starten wollen. Und generell stimme ich auch zu, dass verschiedene Touchpoints, noch dazu auf unterschiedlichen Kanälen, die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass deine Kunden dich auch finden.

Keiner dieser Kanäle funktioniert aber, wenn du ihn nicht regelmäßig bespielst. Deine Follower bei Instagram oder Facebook möchten regelmäßig und vor allem kontinuierlich von dir hören. Und auch SEO auf deiner Website ist nichts, was du halbherzig vorantreiben kannst.

Genau das passiert dir aber, wenn du versucht überall gleichzeitig präsent zu sein. Dir wird – zumindest solange du alles alleine machst – sehr schnell die Puste ausgehen. Oder im schlimmsten Fall verlierst du gleich ganz die Lust.

Aus genau diesem Grund empfehle ich meinen Kund:innen grundsätzlich, sich zunächst auf ein oder zwei Kanäle zu fokussieren und genau dort regelmäßig aktiv zu sein.

Erst, wenn du gewisse Routinen entwickelt hast und auch den zeitlichen Aufwand einschätzen kannst, macht es Sinn, über weitere Kanäle nachzudenken.

Online Sichtbarkeit aufbauen bedeutet also, zumindest im ersten Schritt nicht, dass du omnipräsent sein musst.
Viel wichtiger ist es, genau zu wissen, auf welchem Kanal du das bestmögliche Ergebnis erzielen kannst. Und dazu gehört unbedingt auch eine umfassende Ressourcen-Analyse. Vor allem aber natürlich auch eine Zielsetzung, also was genau möchtest du in welchem Zeitraum erreichen?

Wo fange ich an, wenn ich online sichtbar werden möchte?

„Erstelle eine Website“, „poste täglich mindestens auf Insta, besser noch auch auf Facebook“ und „du musst unbedingt einen Podcast starten“. Wenn dir das bekannt vorkommt, liest du die gleichen Beiträge wie ich! 😉 

Ich weiß, dass man sich gerade am Anfang seiner Selbstständigkeit an anderen, vermeintlich erfolgreicheren, Marketern orientieren möchte. Und das ist auch völlig okay. Du musst nicht jedes Mal das Rad neu erfinden und kannst dir das Leben definitiv mit erprobten Strategien erleichtern.

Schwierig wird es allerdings, wenn du nach einer Weile merkst, dass das, was dir als der heilige Gral im Online-Business verkauft wird, für dich nur suboptimal funktioniert.

Und das liegt mit großer Wahrscheinlichkeit noch nicht mal an dir. Vielmehr ist jedes Business anders, sogar wir Selbstständigen ticken total unterschiedlich.

Ich zum Beispiel bin eine Scanner-Persönlichkeit und brauche daher Abwechslung und viele Baustellen gleichzeitig, um produktiv zu sein. Ich weiß aber auch, dass es viele überfordert, gleichzeitig einen Blog zu füllen, Podcast-Folgen aufzunehmen und auf Instagram aktiv zu sein.

Und genau deshalb ist der erste Schritt, wenn du dir eine erfüllende Online Sichtbarkeit aufbauen willst eben nicht die Sicht auf andere, sondern auf dein Business und vor allem auf deine Persönlichkeit.

#1: Deine Persönlichkeit

Als Scanner bin ich wie gesagt gerne auf vielen Baustellen gleichzeitig unterwegs und es macht mir wenig aus, unterschiedliche Kanäle zu bespielen. Trotzdem habe ich auch noch ein Privatleben.

Ganz konkret hieß das also für mich, im ersten Schritt festzulegen, wie viel Zeit und Energie ich zusätzlich zu der Arbeit mit meinen Kund:innen in meine Sichtbarkeits-Strategie investieren kann. Und zwar ohne, dass ich ständig präsent sein muss. Und vor allem auch ohne mein Privatleben komplett auf den Kopf zu stellen.

Gerade Corona hat mir gezeigt, dass es ganz wichtig ist, nicht nur eine realistische Planung aufzustellen, sondern auch immer im Hinterkopf zu behalten, dass sich diese Situation jederzeit ändern kann.

Generell ist eine Selbstständigkeit mit Kindern immer eine Art Spagat und es gibt auch immer noch Tage, an denen ich das Gefühl habe, weder dem einen noch dem anderen tatsächlich gerecht zu werden. Aber grundsätzlich habe ich es durch viel Organisation und vor allem eindeutigen Prozessen geschafft, mein Business so zu gestalten, dass es nicht nur profitabel ist, sondern mir auch den Freiraum gibt, den ich für mich und meine Familie möchte.

Wenn du also noch ganz am Anfang stehst oder gerade grundsätzlich überlegst, wie du deine Sichtbarkeit auf- und ausbauen kannst, hilft es dir, folgende Dinge zu berücksichtigen:

Welcher Typ Selbstständige bin ich eigentlich?

Nein, keine Angst, jetzt kommt kein Abschnitt über extra- oder introvertierte Selbstständige 🙂

Ich weiß, dass ganz viele Andere genau in diese beiden Bereiche einordnen, ich persönlich glaube aber, dass es dazwischen noch ganz viel mehr gibt. Wir also viel differenzierter hinschauen müssen. Und dass genau diese undifferenzierte Betrachtungsweise dazu führt, dass viele sich eben nicht trauen, ihren eigenen, authentischen Weg zu gehen.

Ich bin zum Beispiel alles andere als introvertiert, muss mein Gesicht aber dennoch nicht ständig in die Kamera halten und ein Video nach dem anderen drehen. Das ist ganz einfach nicht mein Lieblingsformat und gerade deshalb veröffentliche ich auch nur ganz wenige.

Was ich dir damit sagen möchte ist, mach dir erstmal grundsätzlich keine Gedanken darüber, ob du leicht auf andere zugehen kannst oder lieber für dich alleine bist. Viel besser lernst du dich und deine Ressourcen einzuschätzen, wenn du das findest, was du wirklich gerne machst. Und wohin genau das gehört, spielt keine Rolle, denn:

Das, was dir Spaß macht und für das du brennst, wird auch viel leichter andere inspirieren!

Wenn du mehr zu den verschiedenen Persönlichkeiten wissen möchtest und vielleicht sogar selbst testen willst, wo du genau stehst, lies gerne mal in diesen Artikel rein.

Wie organisiere ich mich eigentlich?

Auch dieser Punkt ist entscheidend für deine Strategie, denn:

Gehörst du eher zum Typ „Organisation ist alles“ arbeitest du auch strikt nach Plan. Das bedeutet für deine Sichtbarkeits-Strategie gleichzeitig aber auch, dass deine Kanäle ebenfalls einer gewissen Struktur unterliegen, damit du sie fortlaufend ausfüllen kannst.

Bist du hingegen eher der Typ, der mal hier und mal dort etwas macht oder sogar zu den spontanen gehörst, wirst du gerade auf Kanälen, die einer Konstante unterliegen, nicht glücklich werden.

Nehmen wir Instagram als Beispiel. Um dir dort eine Community aufzubauen brauchst du nicht nur eine gewisse Zeit sondern auch Konsistenz. Das bedeutet, du musst regelmäßig, aber vor allem mit Plan posten. Arbeitest du jedoch generell weniger mit Plänen & Strukuren, wirst du dauerhaft vermutlich wenig Erfolg haben.

Anders sieht es bei einem Blog aus. Natürlich steht auch hier eine gewisse Regelmäßigkeit im Vordergrund. Der Algorithmus ist aber bei weitem nicht so streng wie in den sozialen Netzwerken, hier entscheidest alleine du über den passenden Rythmus und auch über die Frequenz deiner Veröffentlichungen.

Onlne Sichtbarkeit aufbauen

#2: Deine Zielgruppe

Auch, wenn du jetzt die Augen verdrehst, weil du es nicht mehr hören kannst:

Deine Zielgruppe ist ein essenzieller Bestandteil deiner Sichtbarkeits-Strategie, denn:

Wie willst du die richtigen Formate und Kanäle finden, wenn du nicht weißt, an wen du deine Angebote richten sollst?

Richtig, das ist schwierig. Dennoch musst du nicht komplett eingrenzen oder deinen idealen Kunden bis ins kleinste Detail sezieren. Viel wichtiger ist es, dass du eine Sache ganz genau beantworten kannst:

Wen kann ich mit meinem Angebot am besten unterstützen?

Es spielt dabei überhaupt keine Rolle, ob du deine Zielgruppe auf einzelne Personen herunterbrichst oder ein gemeinsames Bedürfnis einer Gruppe ansprichst. Wenn du mehr über meine Definition der Zielgruppe wissen möchtest, lies gerne mal in diesen Artikel rein.

Entscheidend ist also einzig und allein, an wen genau du dein Angebot richten möchtest.

Auch hier höre ich ganz oft „an alle gleichzeitig“. Es ist allerdings ein Trugschluß, darauf zu hoffen, dass besonders viele dein Angebot in Anspruch nehmen, weil du es auch an besonders viele adressierst.

Je größer die Gruppe der anzusprechenden Personen ist, desto schwieriger wird es auch, jeden einzelnen daraus zu erreichen.

Wenn du also nicht über das gemeinsame Bedürfnis gehen willst, macht es an dieser Stelle Sinn, den Kreis deiner potentiellen Adressaten Schritt für Schritt zu erweitern.

Das bedeutet, du richtest in jedem einzelnen Schritt deine Strategie an einer bestimmten Gruppe aus und erst nachdem du dich hier etabliert hast, nimmst du eine weitere hinzu.

Das erleichtert dir nicht nur deine Kommunikation, es gibt dir auch die Inhalte und Formate vor, die du dabei ausspielen kannst.

Wer gehört denn eigentlich zu meiner Zielgruppe?

Bei deiner Zielgruppe musst du also nicht unbedingt mit Begrenzungen arbeiten, um erfolgreich zu sein. Du musst aber dennoch eine erste Auswahl treffen.

Das funktioniert im ersten Schritt am leichtesten über die Gruppe, die

  • am besten von deinem Angebot profitiert und
  • für die es am wahrscheinlichsten ist, dass sie dein Angebot auch kauft.

Gehen wir mal davon aus, du bist Grafik-Designerin und bietest unter anderem ein Logo-Design an.

Dieses Produkt könntest du nicht nur an Solo-Selbstständige und Freiberufler verkaufen, sondern auch an mittelständische Firmen oder sogar Aktiengesellschaften.

Die Anforderungen an das eigene Logo sind aber bei diesen Gruppen absolut unterschiedlich. Während du bei Solopreneuren auch im Bereich Personal Branding unterwegs sein musst, bekommst du bei größeren Firmen einen Anforderungskatalog nach dem du dich richtest.

Und genau das spiegelt sich auch in deiner Kommunikation wider. Deine Inhalte und Formate sind also grundsätzlich andere.

Die richtige Vorgehensweise wäre also in diesem Fall, dass du eine Entscheidung triffst, welche dieser Gruppen du im ersten Schritt erreichen möchtest. Darauf aufbauend kannst du dann deine Sichtbarkeits-Strategie viel leichter ausarbeiten.

Wo hältst sich meine Zielgruppe bevorzugt auf?

Diese Frage ist nicht nur dann wichtig, wenn du gerade erst am Anfang stehst. Auch wenn du zwischendurch merkst, dass du nicht die gewünschten Ergebnisse erzielst, lohnt sich ein Blick auf die bevorzugten Kanäle deiner Zielgruppe.

Ich hatte es anfangs schon angedeutet, nichts blockiert dich mehr als lästige To-Do´s und ellenlange Listen mit offenen Aufgaben. Gerade deshalb ist es in diesem Schrit wichtig, eine gezielte Auswahl zu treffen.

Wenn du dir zum Beispiel unsicher bist, ob eher Instagram oder Facebook von deinen Kunden genutzt wird, sichere dich ab:

  • frage deine bestehenden Kunden, wo sie sich bevorzugt aufhalten
  • frage bei Anfragen grundsätzlich nach, wie man auf dich aufmerksam wurde
  • falls du schon beide Kanäle bespielst, vergleiche die Statistiken und entscheide dich für den erfolgreicheren

#3: Deine Ressourcen

Eigentlich wissen viele Selbstständige, dass der achtsame Umgang mit den eigenen Ressourcen vor allem dann wichtig ist, wenn sie begrenzt sind. Und trotzdem höre ich ganz häufig von meinen Kund:innen, dass alles einfach nur anstrengend ist. Dass sie vor lauter Verpflichtungen – die meisten davon entstehen übrigens im Kopf! – nicht wissen, wo sie anfangen sollen.

Ich bin ehrlich, ich habe mich nicht selbstständig  gemacht, um in einem neuen Hamsterrad zu landen. Mein Ziel war es immer, beides zu vereinbaren:

Ein erfülltes (und profitables) Business und genügend Zeit für und mit meiner Familie.

Wenn wir also in diesem Schritt über Ressourcen sprechen, dann heißt das immer auch, dass du für dich entscheiden musst, was dir gut tut. Wo deine Grenze liegt und wann für dich Überforderung anfängt.

Das verlangt natürlich gleichzeitig auch, dass du deine Energie ganz genau einschätzen kannst. Vor allem aber, dass du ehrlich dir selbst gegenüber bist.

Wie viel Zeit bleibt mir realistisch, nachdem ich mich auf mein Kernthema fokussiert habe?

Ganz klar, Arbeit mit und für deine Kunden hat immer (!) oberste Priorität. Und erst dann, wenn Raum und vor allem Zeit da ist, kannst du dich um andere Dinge kümmern.

Alles andere wäre auch total unlogisch, schließlich bist du selbstständig, um davon leben zu können. Und genau das schaffst du nur mit Kunden.

Lass dich dabei nicht davon blenden, was andere vermeintlich alles noch nebenbei schaffen. Erstens, es ist nicht immer alles so wie es aussieht. Und zweitens weißt du auch nicht, wer da alles mitwirkt, denn nicht jeder geht offen damit um, wenn er Aufgaben abgibt.

Damit du den Zeitbedarf besser einschätzen kannst, möchte ich dir ein paar Richtwerte für die einzelnen Formate und Kanäle mitgeben:

Social Media-Kanäle wie Insta, Facebook, TikTok, YouTube und andere

Beiträge & Grafiken erstellen, Captions verfassen und einplanen, Community-Management:

ca. 1 Stunde je Beitrag zzgl. Netzwerk-Aufbau

Blogartikel

Themenfindung, Keyword-Recherche, Schreiben und Grafiken erstellen:

ca. 4-6 Stunden je Artikel, bei komplexen Themen auch mal 8-12 Stunden

Websiten und Landingpages erstellen

Struktur festlegen, Texte schreiben, Bilder und Grafiken erstellen veröffentlichen:

ca. 6-8 Stunden

Wenn ich diese Zahlen jetzt so sehe: Das ist tatsächlich ganz schön viel, was ich „so nebenbei“ noch erledige. Und natürlich schreibe ich manche Blogartikel auch mal innerhalb von 3 Stunden, während eine Landingpage auch nach 2 Tagen noch nicht rund ist.

Gerade deshalb ist es wichtig, die eigenen Ressourcen realistisch einzuschätzen. Es wird immer auch Tage geben, an denen gar nichts funktioniert, während du an anderen schon mittags alles erledigt hast.

Wie viel Geld kann und möchte ich denn in meine Sichtbarkeit investieren?

Wir sprechen in diesem Artikel ja grundsätzlich über organische, also unbezahlte Sichtbarkeit. Dafür fallen also erstmal keine Kosten an. Dennoch macht es Sinn, in Tools zu investieren, die dir die Arbeit erleichtern.

Ich habe ganz zu Beginn meiner Selbstständigkeit in nur absolut notwendige Dinge investiert, aber ganz schnell gemerkt, wie sehr auch kleine Tools meine Arbeit erleichtern können.

Während ich also zunächst neben einem Hoster-Paket nur eine Buchhaltungssoftware gekauft habe, kann ich mir heute nicht mehr vorstellen ohne Tailwind, ActiveCampaign  und Planoly auszukommen. Diese Tools kosten wenig, können aber wirklich viel. Und rechnen sich damit auch langfristig.

Trotzdem sind diese Kosten natürlich überschaubar, unbeachtet solltest du sie dennoch nicht lassen.

Wie starte ich in die Sichtbarkeit?

Nachdem du deine Ressourcen festgelegt und mithilfe deiner Persönlichkeit deinen Weg in die Sichtbarkeit festgelegt hast, kannst du starten.

Und auch hier gilt: Kopflos und ohne Plan wird es schwierig. Das bedeutet nicht, dass du dir für die ersten Wochen einen ganz konkreten Plan festzurren musst, aber du solltest zumindest grundsätzlich festlegen, ob du

  • „on the fly“ startest, also alle relevanten Inhalte Step by Step direkt zur Veröffentlichung erstellst
  • oder ob du bereits vorproduzierst und mit einem Pool an Content startest.

Beide Wege funktionieren, die Entscheidung liegt letztendlich auch daran, womit du dich wohlfühlst. Bist du eher strukturiert und arbeitest mit Plänen, dann bietet sich Methode 2 an. Wenn du eher spontan bist, fängst du mit der ersten an.

Egal, für was du dich letztendlich entscheidest, irgendwann musst du starten. Deine Sichtbarkeit wird sich nicht innerhalb wenige Tage aufbauen und je eher du damit beginnst, desto eher wirst du auch Resultate erhalten.

Lass dich dabei nicht von anderen blockieren. Ich weiß, dass dieser erste Schritt, dich sichtbar zu machen Mut kostet. Dass da ganz häufig Gedanken sind, wie „was sollen die anderen denken“ oder „bin ich wirklich gut genug“. Ich bin am Anfang zunächst ziemlich planlos gestartet, habe aber schnell erkannt, dass Erfolg grundsätzlich auch was mit Planung zu tun. Damit meine ich keine Umsetzungspläne, vielmehr ist es das Ziel, das du vorab festlegen solltest. Und wenn du dir dann abgewöhnst, dich mit anderen zu vergleichen, wird sich der Rest definitiv finden.

Gibt es etwas, das ich unbedingt brauche, bevor ich starte?

Ich weiß, dass ganz viele ohne eigene Website, dafür aber direkt mit mehreren Social Media-Kanälen starten. Und ich sage auch nicht, dass das nicht funktionieren kann.

Ich habe allerdings für mich festgestellt, dass ich mich ohne Website gar nicht komplett fühlen würde.

Und wenn du ehrlich bist, was machst du als erstes, wenn du nach etwas bestimmtem suchst? Genau, du gibst es bei Google ein.
Und was würdest du denken, wenn du statt auf einer Website auf Instagram landen würdest?

Eine Website hat aber noch zwei andere und wie ich finde sehr schlagkräftige Argumente:

 

  • sie macht dich unabhängig von Algorithmen und Launen ihrer Betreiber
  • sie liefert dir „das Futter“, also den Content für deine anderen Formate

Wenn du mich also fragen würdest, was du als erstes benötigst, ist meine Antwort: eine eigene Website.

Ich würde tatsächlich als erstes an meiner eigenen Plattform arbeiten, bevor ich Zeit und Energie aufwende und vielleicht riskiere, dass sich das langfristig nicht auszahlt.

Mit einer eigenen Website baust du dir auch in den Suchergebnissen eine Sichtbarkeit auf, was dir wiederum hilft, organische Besucher auf deine Seite zu leiten.

Ob du dich anschließend auch noch für einen Blog entscheidest – auch hier ein klares Ja! – musst du selber wissen, aber auch er hat entscheidende Vorteile. Auch, wenn Online Sichtbarkeit aufbauen damit langsamer funktioniert, rollt der Stein erstmal, kann ihn nichts so leicht stoppen …

Und das bringt mich auch zu dem, was ich dir mit diesem Artikel eigentlich sagen möchte:

Online Sichtbarkeit aufbauen heißt vor allem, sich selbst treu zu bleiben

Ja, diesen Satz sage ich sehr häufig: Ein profitables Online-Business aufzubauen passiert nur ganz selten über Nacht.

Und ich weiß auch, dass dort draußen viele unterwegs sind, die dir versprechen, Sichtbarkeit funktioniert innerhalb weniger Woche. Das sind aber ganz klar Ausnahmen. Bevor du von deinen Online-Kunden wirklich leben kannst, vergeht durchaus ein Jahr. Und deshalb ist es auch so wichtig, eine Alternative in dieser Zeit zu haben.

Damit meine ich vor allem einen regelmäßigen Einkommensstrom, aus deinem Offline-Business zum Beispiel, der dir hilft, die ersten Monate mit wenig bis gar keinen Einnahmen zu überstehen.

Und dann ist auch ganz entscheidend, wie du mit dieser ersten Zeit, in der du vermutlich sehr oft auch frustriert sein wirst, umgehst. Wie nah du Rückschläge – und die wird es geben! – an dich ranlässt oder wie lang dein Atem ist, wenn es am Anfang ganz langsam anrollt.

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