Frau erstellt relevante Inhalte am Schreibtisch

5 Tipps, wie du als Selbstständige noch schneller relevante Inhalte erstellst

Inhalt

Weißt du, was mich als Content Creator zunehmend nervt? Diese ständige Content-Flut und dieser vermeintliche Mehrwert, den plötzlich alle liefern. Überall springen mir Superlative vollmundiger Versprechen hingegen, die sich kaum noch unterscheiden lassen. Wenn du lieber auf Qualität statt Quantität setzen möchtest, lies gerne weiter und erfahre, wie du mit 5 wirkungsvollen Tipps noch schneller relevante Inhalte erstellen kannst.

Die Content-Lüge: Höher, schneller, Absturz!

Kennst du das:
Du scrollst durch deinen Feed und jeder zweite Beitrag ist eine Anzeige. Für noch mehr Mindset, für bessere Texte und die beste Art sich online zu präsentieren.
Ja, ich schalte auch Anzeigen, keine Frage. Zum Füllen der Newsletter-Liste gibt es in Kombination mit einem Lead-Magneten wohl kaum eine schnellere Art zu wachsen. Ich verspreche aber nichts, was ich nicht halten kann. Und genau da liegt das Problem.

Die wenigsten Lead-Magneten (Freebies), Blog-Artikel und Anleitungen liefern den versprochenen Mehrwert. Im Gegenteil, das meiste ist lieblos dahingeklatschter, in vielen Fällen auch kopierter Einheitsbrei, der weder hilfreich ist, noch echtes Entwicklungspotential bietet.

Und damit meine ich nicht, dass die Verfasser sich stundenlang Gedanken um Design, Umsetzung und Inhalte machen müssen. Obwohl, über den Inhalt nachzudenken kann in Einzelfällen nicht schaden (Achtung, Ironie!).

Was ich damit eigentlich sagen will:

Es macht keinen Sinn, deinen Kunden Mehrwert, in welcher Form auch immer, zu versprechen und ihn dann nicht zu liefern.

Vielleicht kennst du das ja auch von dir selber:

Du hast deine Email-Adresse für ein supertolles Freebie herausgegeben und nachdem du es erhalten hast stellst du fest, dass der Inhalt weder hilfreich war noch das Thema, für das du dich angemeldet hast, beinhaltet.

Du bist enttäuscht, oder? Und meldest dich wahrscheinlich direkt wieder ab, oder? Und wenn du ähnlich tickst wie ich, meidest du zukünftig diesen Anbieter.

Vertrauen ist ein entscheidender Faktor für deinen Erfolg. Erst, wenn du es schafft, deine Nutzer von dir und deiner Expertise zu überzeugen und sie dich dann auch als Expert*in wahrnehmen, kannst du verkaufen. Enttäuscht du deine Leser allerdings bereits im ersten Schritt und erhalten sie nicht das, was sie erwartet haben, gelingt es dir nur noch mit extrem hohem Aufwand, sie zurückzuholen.

 

Qualität statt Quantität

Aber was genau ist denn jetzt eigentlich Mehrwert? Wenn du dir diese Frage stellst, bist du schon weiter als viele andere. Eine pauschale Antwort gibt es allerdings nicht, denn die Frage nach dem Mehrwert kannst du nur beantworten, wenn du deine Wunschkunden kennst.

Wenn du zum Beispiel im Bereich Coaching unterwegs ist, sieht der Mehrwert für deine Wunschkunden anders aus, als wenn du etwa einen Pinterest-Service anbietest.

Man spricht ja immer wieder von diesem „Ich muss meine Kunden abholen“. Das ist auch richtig, aber wie willst du diese Frage für deine Content-Strategie beantworten, wenn du nicht weißt, wo dein Wunschkunde gerade steht? Informiert er sich zunächst ausgiebig um eine Entscheidung zu fällen oder ist er vielleicht schon viel weiter und braucht im nächsten Schritt schon eine Entscheidungshilfe?

Im Schnitt benötigt ein potentieller Kunde etwa 7 Touchpoints, also Berührungspunkte, um dich wahrzunehmen (!). Das bedeutet für dich, du musst an mindestens 7 Stellen relevanten Content liefern. Und der muss dann auch noch zur Customer Journey, also dem jeweiligen Stand deines zukünftigen Kunden passen.

 

Als Selbstständige*r hast du damit zwei zentrale Probleme:

Du musst den jeweiligen Stand im Entscheidungs- und Kaufprozess deines Kunden kennen.

Und du musst dort mit relevanten Inhalten präsent sein, wo er dich auch wahrnimmt.

Die meisten entscheiden sich an dieser Stelle für „höher, schneller, weiter“. Heißt, noch mehr Content, noch mehr Kanäle und noch lauteres Marketing, also Prinzip Gießkanne oder auch Megaphon.

Das Problem dabei:

  • Du musst hohe Mengen an Content produzieren, um überhaupt wahrgenommen zu werden
  • Dein Content hat immense Streuverluste, da seine Adressaten nicht eindeutig sind
  • Du bist schnell überfordert, immer neue, aktuelle Inhalte zu bringen
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass du von den Richtigen für genau dein Thema wahrgenommen wirst, sinkt.

Viel effektiver ist es daher, weniger, dafür aber exakt die relevanten Inhalte zu erstellen, die es gerade braucht. Inhaltlich und abgestimmt auf den Touchpoint, an dem dein Wunschkunde gerade steht.

Ja, es stimmt, viele Selbstständige hängen an diesem Punkt an einer Sache gedanklich fest:

Bedeutet weniger Content nicht auch weniger Sichtbarkeit?

Es ist sicherlich grundsätzlich so, dass du mit einer hohen Dichte an Content – und zwar unabhängig von dessen Format – auch vermehrt wahrgenommen wirst. Das bedeutet aber nicht unbedingt mehr Erfolg. Im Gegenteil, was nützt es dir, 10.000 Leser jeden Monat mit deinem Blog zu erreichen, wenn jeder Artikel aus einem anderen Fachgebiet stammt? Und deine Leser damit aus allen Zielgruppen, nur nicht aus deiner?

Konzentriere dich daher besser auf weniger, dafür aber hoch-relevanten Content und veröffentliche ausschließlich für deine Zielgruppe. Diese 5 Tipps helfen dir dabei:

Tipp 1: Kenne deine Zielgruppe in- und auswendig

Das ist jetzt nicht unbedingt etwas Neues, wird aber immer noch viel zu häufig nicht berücksichtigt. Du erstellst Content für deine Zielgruppe, nicht für dich!

Was sind also die aktuellen Herausforderungen deiner Wunschkunden? Wo genau stehen sie gerade? Welche Einwände könnten sie haben um nicht bei dir zu kaufen?

Was mir bei der Contenterstellung sehr hilft ist, dass ich gedanklich eine Art Verkaufsgespräch mit meinem Wunschkunden durchgehe und mir dabei die Fragen stelle, die ein realer Kunde haben könnte.

Tipp 2: Veröffentliche regelmäßig und konstant

Ich kenne das selber nur zu gut:
Eigentlich müsste ich schon längst einen neuen Blogartikel veröffentlichen, aber ich werde einfach nicht fertig. Auch hier hilft eine gute Planung. Dabei musst du nicht jede Woche einen Post schreiben oder täglich auf Insta unterwegs sein. Das allerwichtigste ist, dass du regelmäßig veröffentlichst. Und das am besten über einen längeren Zeitraum.
Ich habe stetig etwa 15-20 Entwürfe für neue Blogartikel gespeichert, die ich immer mal wieder zwischendurch bearbeite und finalisiere. Das hilft mir, Schreibblockaden zu überwinden, ich muss nicht vier Stunden am Stück schreiben und diese Vorgehensweise verhindert auch, dass ich in einem Thema festhänge, auf das ich gerade keine Lust habe. Mit Social Media Beiträgen kannst du ähnlich verfahren, in dem du sie vorplanst. Falls du dafür kein extra Tool verwenden möchtest:
Für schnelle Entwürfe und spontane Ideen nutze ich die Notizen-Funktionm meines Handys, fertige Texte muss ich dann nur noch kopieren und einfügen.

Tipp 3: Lege dich nicht auf 1 oder 2 Formate fest

Ja, es ist anstrengend und zeitintensiv:
Hier ein neuer Blogpost, dazu ein Social Media Beitrag und vielleicht auch noch eine Kooperation. Wenn du sichtbar werden willst oder deine Reichweite ausbauen möchtest, kommst du dennoch nicht drumherum, dich breiter aufzustellen. Eine Möglichkeit, zeitsparend und effektiv zu arbeiten ist, deinen Content mehrfach zu verwenden.
Aus einem Blogartikel kann ich zum Beispiel 5-7 Instagram-Beiträge formulieren und veröffentlichen. Ich muss aber nicht jedes Mal das Rad neu erfinden, sondern kann dabei auf vorhandenen Content zurückgreife. Auch für deine Leser ist diese Art der Content-Aufbereitung ein Gewinn:
Sie lesen dich an mehreren Stellen mit konstant dem gleichen Themen und nehmen dich dadurch auch eher als Experte*in wahr. Du „fütterst“ sie quasi häppchenweise mit relevanten Inhalten und machst es ihnen leicht, ihren Bedarf an Informationen individuell zu decken.

Tipp 4: Kenne die Reise deines Kunden

Natürlich möchtest du in erster Linie deine Produkte oder Dienstleistungen verkaufen. Einfach so aus dem Stehgreif funktioniert das aber nur äusserst selten. Bevor dein Wunschkunde soweit ist, dass er bereitwillig in dich investiert, hat er bereits einen langen Weg hinter sich. Und genau das unterschätzen die meisten. Auf dieser Kundenreise gibt es nämlich ganz viele Hindernisse, die du nicht nur kennen, sondern auch ausräumen musst.

Wenn du also ausschließlich Content für den letzten Schritt dieser Reise, also dem Kaufabschluss erstellst, ist die Gefahr sehr groß, dass viele deiner Wunschkunden diese Inhalte gar nicht erst zu Gesicht bekommen. Eben weil sie auf dem Weg vorher abgesprungen sind.

Vor allem wenn du im Hochpreis-Segment unterwegs bist, ist eine stetige Sichtbarkeit essenziell. Du kennst das sicherlich auch von dir selber, wenn du eine nicht alltägliche Investition, wie etwa einen Autokauf, tätigst. Würdest du da wirklich spontan zuschlagen? Genauso geht es deinen Kunden. Sie wägen ab, prüfen Vor- und Nachteile und suchen das für sie passende Angebot. Das muss im Übrigen nicht immer das günstigste sein. Wenn es dir gelingt, deine Expertise und Erfahrung und dein Angebot authentisch zu kommunizieren, bist du auch in der Lage höhere Preise aufzurufen.

Tipp 5: Fokussiere dich

Für mich einer der größten Fehler, die immernoch viel zu viele Selbstständige machen:

Erstelle deinen Content nicht für alles und jeden!

Je breiter du dich mit deinen Inhalten aufstellst, desto schwerer fällt es deinen Nutzer, dir zu folgen. Sie erkennen nicht oder nur schwer, für welches Thema du stehst und können dich daher auch nicht als Experte*in wahrnehmen. Und sind im Zweifelsfall direkt wieder weg. Lege dich also in deinen Inhalten fest und sprich gezielt ausschließlich deinen Kundenavatar an.

Das Dilemma mit den kostenlosen Inhalten

Vielleicht fragst du dich das auch manchmal:

Wie viel Content muss ich wirklich kostenlos anbieten? Was ist, wenn nachher niemand mehr bei mir kauft?

Auf die zweite Frage gibt es eine einfache, wenn auch schmerzhafte Antwort:

Wenn das so ist, sind deine Inhalte nicht überzeugend genug! 

Natürlich kann dein Wunschkunde x Blogartikel lesen, sich durch eBooks wühlen oder Webseiten studieren, aber will er das auch? Nein, er möchte so schnell wie möglich ans Ziel und das am liebsten ohne Umwege.

Und genau das erreichst du mit richtig guten, relevanten Inhalten:

 

Lege dich also mit deinem Content fest, adressiere deine Inhalte zielgerichtet an deine Wunschkunden und setze auf Qualität statt Quantität.

Übrigens: Authentische Texte, die nach dir klingen und genau das ausdrücken, was dich und dein Business ausmachen sind kein Hexenwerk!

In meiner kostenlosen 5 Tage Email-Challenge „Finde deine glasklare Business-DNA“ lernst du, wie du mithilfe deiner Business-Werte eine Art Kommunikations-Blaupause erstellst, mit der du genau die richtigen Kunden erreichst, die dich UND deine Arbeit wertschätzen.

Melde dich gerne an, ich freue mich auf dich!

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