Tiny Offer

Tiny Offer: Was dir das kleine Online-Produkt wirklich bringt

Es ist aktuell das neue Marketing Must-have schlechthin, aber ist ein Tiny Offer wirklich eine ernstzunehmende Alternative zum Freebie? Kann ein kostenpflichtiges Mini-Angebot sogar Freebies ablösen? Lies in diesem Artikel, was dir ein kleines Online-Produkt tatsächlich bringt und wie du ein Tiny Offer erstellst, das auch gekauft wird.

Inhalt

Ich bin müde. Müde, ein weiteres Freebie herunterzuladen, das dann am Ende doch nur eine lieblos zusammengewürfelte PDF-Datei mit wenig bis gar keinem Mehrwert ist. Oder eine allgemeine Checkliste, zwar hübsch designed, aber überhaupt nicht hilfreich.

Und ich bin müde, dieses ewige Spiel „Email-Adresse gegen Freebie“ mitzuspielen, weil meine „beste Mailaddy“ mittlerweile ein Spam-Postfach ist.

Lead-Magneten sind wichtig, ich weiß. Aber finde denn nur ich dieses absurde Adressenjagen daneben? Wann hast du denn das letzte Mal ein Freebie bekommen, das dir wirklich weitergeholfen hat? Also keins, was einfach nur hübsch aussah, sondern dich tatsächlich in die Umsetzung brachte? Das dich angeleitet, dich unterstützt und weitergebracht hat?

Tiny Offer können genau das. Einziges Problem:

Sie sind kostenpflichtig.

Kannst du diese Mini-Produkte also überhaupt als Lead-Magneten nutzen? Ersetzen sie vielleicht sogar auf Dauer die lang gehypten Freebies?

Was ist ein Tiny Offer?

Tiny Offer sind kleine, kostenpflichtige Produkte, die im Niedrigpreis-Segment angesiedelt sind und nicht mehr als 99€ kosten.

Die meisten dieser Produkte sind allerdings schon für etwa 27€ bis 37€ zu haben, nur ganz wenige kosten mehr. Das liegt zum einen an der psychologischen Preisschwelle, die viele von uns hindert, mehr als 50€ auszugeben, zum anderen handelt es sich hierbei wirklich um kleine Produkte. Einstiegs-Artikel also, die aufgrund ihrer Preisstruktur eine breite Masse an Käufern ansprechen.

Gerade deshalb nutzen viele Selbstständige ihre Mini-Produkte auch, um sie über Anzeigen an eine Gruppe kalter Nutzer zu verkaufen. Personen also, die bisher noch nie mit ihrem Unternehmen interagiert haben.

Dabei wird entweder das Tiny Offer direkt verkauft oder man schaltet zunächst ein Freebie vor und bietet das Mini-Angebot dann im zweiten Schritt an.

Ich teste gerade, ob Tiny Offer wirklich als Lead-Magneten geeignet sind und fahre daher zweigleisig:

  1. Freebie im Tausch gegen die Email-Adresse per Pop-up auf meiner Seite
  2. Meinen Einsteiger-Online-Kurs direkt über Instagram- und Facebook-Ads

Mein Ziel ist tatsächlich: Weg vom Freebie und hin zum hilfreichen Produkt, für die Nutzer auch bereit sind Geld auszugeben.

Was ist das Besondere am Tiny Offer?

Unabhängig davon, dass die Alternative zum Freebie Geld kostet, gibt es eine ganze Reihe weiterer Vorteile:

1.) Du vermeidest Freebie-Jäger

Anmelden, einsacken, abmelden: Die Anzahl derjenigen, die sich direkt nach Erhalt des Goodies wieder abmelden steigt kontinuierlich.

Tatsächlich beobachte ich aktuell, dass sich etwa 10% direkt wieder von meiner Liste abmelden. Und zwar direkt nach Erhalt, also in den allermeisten Fällen noch bevor sie überhaupt einen Blick ins Freebie riskiert haben.

Und ich sehe auch, dass sich ganz viele im Laufe der Zeit dann doch wieder in meine Liste eintragen. Vielleicht, weil sie gemerkt haben, dass das, was ich verspreche auch tatsächlich stimmt. Oder eines meiner anderen Freebies ihren Nerv getroffen haben.

Natürlich ist das ärgerlich, denn letztendlich steckt in jedem Produkt auch eine Menge Arbeit, ganz vermeiden kann man es wohl aber – vor allem bei kostenlosen Produkten – nicht.

2.) Du bietest einen in sich geschlossenen Prozess an und unterstützt deine Käufer damit bei der Umsetzung

Vielleicht ist dir das auch schon mal passiert: Du hast dich für ein Freebie eingetragen und es hat viele deiner Fragen auch beantwortet. So richtig funktioniert die Umsetzung aber doch nicht, dir fehlen immr noch eine Menge wichtige Informationen um zu starten.

Da Freebies kostenlose Produkte sind, beschäftigt sich deren Inhalt in der Regel auch nur mit einem kleinen Ausschnitt. Und das ist ja auch irgendwie logisch, denn im Idealfall bietet dir derjenige im Nachgang ja auch ein dazu passendes Produkt an, das du dann allerdings kaufen sollst. Und die wenigsten legen ihr gesamtes Wissen in ein Freebie.

Tiny Offer hingegen gehen tiefer ins Detail, im Idealfall erwirbst du ein Produkt, das dich zuverlässig von A nach B bringt. Es ist also ein in sich abgeschlossenes Produkt, das dich direkt in die Umsetzung bringt und mit dem du echte Ergebnisse erzielst.

3.) Die Wertschätzung gegenüber einem kostenpflichtigen Produkt ist größer als bei einem Freebie

Vielleicht kennst du das ja auch: Du hast dich für ein kostenloses Webinar eingetragen, aber dann doch entweder keine Lust oder keine Zeit. Eigentlich müsstest du ja, aber …

Genau das ist das grundsätzliche Problem bei kostenlosen Angeboten. Die Wertschätzung, die ihnen entgegengebracht wird tangiert gen Null. Viel zu häufig melden wir uns an, nutzen das Angebot aber dann doch nicht.

Bei einem kostenpflichtigen Produkt ist das anders. Wir haben schließlich für etwas bezahlt und möchten einen Gegenwert. Es fällt uns also grundsätzlich leichter, uns zu motivieren, allein schon deshalb, um unseren Einsatz wieder herauszubekommen.

4.) Du kannst dein Tiny Offer direkt an kalte Kontakte verkaufen und baust damit eine kaufwillige Community auf

Durch die Preisstruktur eignen sich kleine Einstiegsprodukte ideal, um sie an Nutzer zu verkaufen, die bisher noch nicht mit deinem Unternehmen oder deinen Angeboten interagiert haben.

Und das ist ja auch irgendwie logisch:

Stell dir vor, du stehst vor einer Herausforderung und weißt ganz genau, dass dir ein kostenloses Produkt dabei nicht helfen kann.

Jetzt findest du zufällig einen Online-Kurs, der zu dir passt und er kostet dann auch noch weniger als ein mittlerer Einkauf. 

Wie wahrscheinlich ist es, dass du hier zugreifst? Vermutlich zögerst du nicht lange. Und genauso geht es deinen Nutzern, wenn du ihnen ein passendes Tiny Offer machst, das inhaltlich und vor allem preislich so interessant ist, dass sie gar nicht Nein sagen können.

Das bedeutet im Umkehrschluss auch, du brauchst weder eine riesige Community noch eine große Reichweite, um dein Einstiegsprodukt zu verkaufen. Entsprechend profitabel aufgebaute Ads helfen dir dabei, all diejenigen zu erreichen, für die dein Angebot infrage kommt.

5.) Du festigst deinen Expertenstatus 

Dazu kommt, ein Tiny Offer unterstützt unmittelbar auch deinen Expertenstatus. Durch ein durchdachtes und vor allem extrem hilfreiches Produkt überzeugst du deine Käufer mit Fachwissen und Erfahrung und „fütterst“ sie gleichzeitig im Idealfall für weitere Käufe an.

Denn, wenn dein Mini-Produkt absolut überzeugt und es dem Käufer hilft, eine Herausforderung komplett zu meistern, wächst auch das Vertrauen in deine Fähigkeiten. Und selbst wenn er zunächst keines deiner anderen Produkte kauft, kann er dich anderen weiterempfehlen. Allein dadurch, dass du ihm mit deinem Mini-Angebot gezeigt hast, über welche Expertise du in deinem Thema verfügst.

6.) Du verschaffst dir ein finanzielles Grundrauschen, das es dir ermöglicht, kontinuierlich in dein Business zu investieren

Dieser Punkt ist für mich tatsächlich der wichtigste:

Wenn du einmal dein Produkt aufgesetzt und deinen Funnel eingerichtet hast, läuft der Verkauf automatisiert. Das bedeutet, du hast keinerlei weitere Arbeit, profitierst aber vor allem finanziell davon, dass sich dein Angebot verkauft.

Dieses finanzielle Grundrauschen ist also ein kontinuierlicher Einkommensstrom, das dir hilft, dein Business weiter auszubauen. Auch dann, wenn es gerade zu Beginn zunächst erst anläuft und deine Einnahmen vorerst nur die Anzeigenkosten decken. Je bekannter du dein Mini-Produkt machst, desto profitabler wird es auch werden.

Welche Formate eignen sich als Tiny Offer?

Ich hatte es weiter oben bereits angedeutet, ein Tiny Offer ist ein in sich geschlossenes Produkt, das den Käufer zuverlässig von A nach B bringt. Es ermöglicht ihm also eine Herausforderung komplett zu meistern.

Nahezu alle Formate, die sich tiefergehend mit bestimmten Sachverhalten auseinandersetzen, eignen sich daher auch als Mini-Angebot.

Häufig werden kleine Online-Kurse, digitale Workbooks oder – aktuell sehr beliebt – auch Audio-Kurse angeboten.

Prinzipiell eignen sich auch ebooks mit entsprechenden Anleitungen als Einstiegsprodukt.  Allerdings geht es beim Tiny Offer in erster Linie um die Umsetzung, die sich mit einem Buch schwieriger gestaltet als mit einem Kurs.

Checklisten und Onepager eignen sich aus genau diesem Grund nicht. Sie sind zum Einen nicht so gehaltvoll wie es etwa ein Kurs sein könnte, sie sind auch durch ihre Verwendung für Freebies vorbelastet und daher schwierig (oder nur über einen sehr kleinen Preis) zu verkaufen.

Auch Online-Workshops, Seminare oder Webinare eignen sich vor allem dann nicht, wenn du dort präsent bist, denn der Hintergrund eines Tiny Offer ist ja der vollautomatisierte Verkauf. Aufzeichnungen hingegen können durchaus funktionieren, sind aber eher preislich unter 20€ angesiedelt.

Für wen eignen sich Tiny Offer?

Über diese Frage habe ich tatsächlich etwas länger nachgedacht und konnte keine Berufsgruppe finden, für die ein Mini-Produkt nicht funktionieren würde.

Gerade, wenn du im Bereich Coaching & Beratung oder Dienstleistungen unterwegs bist, ist ein Mini-Produkt sogar ideal für dich geeignet. Und vor allem leicht umzusetzen.

Der größte Vorteil in diesem Bereich ist tatsächlich, dass du dir damit ein Fundament baust, auf dem du deine anderen, höherpreisigen Angebote anbieten kannst.

Vielleicht fragst du dich an dieser Stelle, ob es wirklich Sinn macht, ein derart günstiges Produkt anzubieten, wenn du ansonsten eher im Hochpreis-Segment unterwegs bist. Das ist nämlich etwas, an dem ich länger gedanklich festgehangen habe.

„Was macht das für einen Eindruck, wenn ich neben meinen Coaching-Programmen auch ein Mini-Produkt anbiete?“

Ich glaube, dass wir uns das Leben an dieser Stelle unnötig schwer machen, denn:

  • nicht jeder entscheidet sich im ersten Schritt direkt für ein teures Produkt. Ein Tiny Offer kann ihm die Kaufentscheidung schon allein aufgrund seines Preises abnehmen
  • je höher der Preis eines Angebots ist, desto schwieriger wird es, es zu verkaufen
  • es ist nahezu unmöglich, ein hochpreisiges Produkt an einen völlig kalten Nutzer zu verkaufen

Und damit sind wir wieder bei den entscheidenden Vorteilen eines Mini-Produktes:

  • du kannst sie an völlig unbekannte Nutzer verkaufen
  • sie schaffen Vertrauen, das dir hilft auch andere Angebote zu platzieren
Tiny Offer

Was gehört zu einem Tiny Offer, das sich auch tatsächlich verkauft?

Wenn wir gedanklich ein paar Jahre zurückgehen, standen Freebies, also kostenlose Lead-Magneten, an exakt der gleichen Stelle, wie es Tiny Offer heute tun.

Sie wurden gehyped und dementsprechend auch heruntergeladen und sie hielten, was sie versprachen. Nutzer gaben wie selbstverständlich ihre Email-Adresse und erhielten im Gegenzug ein hilfreiches Goodie. Dieser Hype ist längst vorbei und das liegt vor allem daran, dass die Qualität von Freebies seit geraumer Zeit nur eine Richtung kennt:

Abwärts.

Natürlich gibt es nach wie vor auch echte Perlen unter den Lead-Magneten, aber realistisch gesehen, sind die tatsächlich in der Minderheit.

Käufer sind durchaus bereit, Geld zu investieren, wenn sie dafür auch etwas bekommen, das ihnen wirklich hilft. Und genau da setzen Tiny Offer an. Sie sind in sich geschlossen und nehmen dadurch den Käufer – im übertragenen Sinne – an die Hand. Etwas, das Freebies auch zu Glanzzeiten nur sehr selten geschafft haben.

1.) Bilde mit deinem Mini-Angebot einen kompletten Prozess ab

Hier sprechen wir wieder von der aktuellen Herausforderung, die deine Zielgruppe gerade meistern möchte.

Je besser du ihre Bedürfnisse, vor allem aber auch Hindernisse kennst, desto leichter fällt es dir, ein Angebot zu erstellen, das sich auch tatsächlich verkauft.

Im ersten Schritt und noch bevor du dich für ein Format entschieden hast, geht es also darum, eine umfassende Analyse zu machen:

Wer genau ist der ideale Käufer deines Produkts?

Welches Problem hat dieser Käufer aktuell?

Wie muss die Lösung aussehen, damit er diese Herausforderung meistern kann?

Wie muss dein Produkt genau ausgestaltet sein, um ihn dabei bestmöglich zu unterstützen?

Welches Angebot bietet sich an, um darauf aufbauend, deine anderen Produkte zu verkaufen?

Vor allem der letzte Punkt ist für den Funnel, den du mit deinem Mini-Produkt aufbauen möchtest, essenziell.

Das von dir angebotene Produkt muss dabei thematisch zu deinen anderen Angeboten passen. Es muss gleichzeitig ein nächster, logischer Schritt deines Kunden sein und beide Produkte können zwar unabhängig voneinander gekauft werden, ergänzen sich jedoch ideal.

2.) Wähle das passende Format

Wenn du dich inhaltlich festgelegt hast, benötigst du im zweiten Schritt das passende Format für dein Mini-Angebot.

Auch hier hilft es, wenn du dich an deiner Zielgruppe orientierst. Das bedeutet konkret:

Welches Format bringt die besten Ergebnisse für den Käufer?

Wie bildest du den gesamten Prozess am besten ab?

Welche Formate favorisiert deine Zielgruppe?

Grundsätzlich bieten mehrteilige Angebote, wie etwa Online-Kurse oder Email-Serien eine solide Grundlage für umfassende und vor allem informative Produkte. Sie bringen deine Kunden vor allem aber aktiv in die Umsetzung, so dass am Ende echte Ergebnisse erzielt werden.

Versteif dich dennoch nicht ausschließlich auf die bekanntesten, sondern denk ruhig auch mal um die Ecke und sei kreativ. Audio-Kurse liegen aktuell sehr im Trend und mit den dazu passenden Workbooks kannst du deine Kunden auch hier in die Umsetzung bringen.

Für mein Tiny Offer habe ich mich bewusst für einen Online-Kurs entschieden, da das Thema: „Erstelle eine Website, die verkauft“ sehr komplex ist und ich genau das in verschiedenen Modulen abbilden kann. Ich kann mir allerdings auch gut vorstellen, die einzelnen Bestandteile aufzuspalten und als Audio-Kurs einzusprechen.

3.) Teile die Inhalte in logische Blöcke ein

Gerade bei Selbstlern-Angeboten fällt es vielen schwer, dranzubleiben. Durch eine logische Unterteilung der einzelnen Schritte machst du es deinen Käufern leichter. Arbeite auch hier nach dem Prinzip „einzelne Erfolge/Resultate“, das bedeutet, jede in sich geschlossene Lektion hat ein bestimmtes Ziel, das dein Kunde erreicht.

Du hilfst ihm damit, auch eine komplexe Aufgabe anzugehen und motivierst ihn gleichzeitig mit Teilerfolgen.

4.) Stelle so viel Arbeitsmaterial wie nötig zur Verfügung

Was dir bei der Erstellung deines Mini-Produkts logisch erschien, kann bei deinen Käufern zu Missverständnissen führen, die ihn bei der Bearbeitung ausbremsen.

Um genau das zu vermeiden, stelle so viel Arbeitsmaterial wie nötig zur Verfügung und arbeite hier eher kleinteilig als zu großzügig.

Nichts schadet dem Erfolg deines Angebots mehr als Kunden, die mit ihm nicht zurecht kommen. Und im schlimmsten Fall nicht mehr weiterarbeiten.

5.) Liefere mehr als dein Kunde erwartet

Mit einem Tiny Offer „fütterst“ du eine Gruppe von kalten Kontakten an, um sie im zweiten Schritt zu deinen anderen Angeboten weiterzuleiten.

Gerade deshalb ist der erste Eindruck deiner Arbeit entscheidend. Mit einem Tiny Offer lieferst du deinen Kunden also einen Ausblick auf die Qualität deiner Arbeit.

Auch, wenn die Mini-Produkte wenig Geld kosten, dürfen sie aus genau diesem Grund nicht auch inhaltlich „klein“ sein. Im Gegenteil, je mehr und je besser du lieferst, desto leichter gewinnst du auch das Vertrauen deiner Nutzer.

„Overdelivern“, also „überliefern“ nennt man das und auch, wenn ich persönlich diesen Begriff nicht mag, trifft er auf den Punkt.

Dein Mini-Produkt sollte daher

  • unerwartete Inhalte haben, die es dem Käufer noch leichter machen, sein Ziel zu erreichen
  • optionale Lösungen anbieten, die indviduell angepasst werden können
  • tief ins Detail gehen, um sicherzustellen, dass bestmögliche Ergebnisse erzielt werden können

Behalte im Hinterkopf, dass dein Tiny Offer der erste, richtige Kontaktpunkt mit dir ist, an dem sich jemand einen Überblick über deine Expertise verschaffen kann.

Wenn du hier bereits auf voller Linie überzeugst, gewinnst du nicht nur das Vertrauen deines Käufers, du machst ihn gleichzeitig auch zu einem loyalen Fan, denn:

wenn er mit deinem kleinen Angebot bereits so gute Ergebnisse erzielt, wie viel mehr wäre für ihn dann bei deinen anderen, höherpreisigen Angeboten drin?

Bei meinem Tiny Offer steht ganz klar die Erstellung von Website-Texten im Vordergrund.

Texte, egal ob für eine Salespage oder die Über mich-Seite alleine machen aus einer Website allerdings noch keinen Kundenmagneten. In meinem Kurs erhalten Käufer daher auch Impulse und Arbeitsmaterialien für

– den logischen Aufbau des Menüs

– die richtige Anordnung der Inhalte

– Tipps zum benutzerfreundlichen Aufbau einer Website

– uvm.

Im Grunde genommen ist mein Angebot damit schon ein Komplettpaket für strategische Websiten. Ich habe mich aber auch gerade deshalb für so viele wertvolle Inhalte entschieden, weil ich weiß, dass Texte für sich alleine nicht ausreichen. Und dass das Ergebnis meines Kunden ein viel besseres ist, wenn er daneben auch weitere Umsetzungstipps und -anregungen bekommt, die aus einer normalen Website eine machen, die auch tatsächlich Ergebnisse bringt.

Falls du wissen möchtest, wie ich die Frage nach den Inhalten gelöst habe, schau dir gerne mal die Landingpage zu meinem Angebot an:

„Erstelle eine Website, die verkauft“

Wie viel Inhalt ist perfekt für dein Tiny Offer?

Einer der größten – und falschen! – Glaubenssätze bei Angeboten ist ja grundsätzlich dieser:

Wie viel Inhalt/Mehrwert muss mindestens enthalten sein und was ist eventuell auch einfach zu viel?

Gerade bei Freebies hat das ganz viele blockiert, da sie sich mit kostenlosen Inhalten nicht die Möglichkeit für Upsells nehmen lassen wollten.

Vielleicht denkst du an dieser Stelle:

Wenn wir bei kostenlosen Produkten schon so ein Hürde haben, wie soll sie dann nur bei Mini-Produkten aussehen?

Und genau das ist etwas, was dich vielleicht sogar auch daran hindert, überhaupt erstmal anzufangen.

Ich habe bei meinem Tiny Offer ganz klar die Frage in den Vordergrund gestellt, welches Handwerkszeug müsste mein Kunde an die Hand bekommen, damit er eine Website erstellen kann, die ihm auch tatsächlich Ergebnisse bringt.

Dazu gehört eben nicht nur der Text, sondern auch Dinge wie das Design, der generelle Aufbau und der rote Faden um überhaupt in die Umsetzung zu kommen.

Die einzige Frage, die du dir also tatsächlich stellen solltest, ist:

Was muss unbedingt rein, damit das Ergebnis am Ende zufriedenstellend ist?

Und wenn das letztendlich heißt, dass du auch über den Tellerrand hinaus schauen musst, dann ist das okay.

Viel schlimmer wäre es, wenn dein Käufer am Ende enttäuscht ist und nicht das Ergebnis erzielt, das er sich erhofft hat.

Wie findest du den perfekten Preis für dein Tiny Offer?

Auch, wenn Tiny Offer bis zu 99€ kosten können, werden die meisten zu einem Preis von 37€ angeboten.

Ich habe dazu im Vorfeld zu diesem Artikel recherchiert, weil ich genau diesen Preis erklärungsbedürftig finde.

Es gibt verkaufspsychologische Schwellenwerte, die man bei der Preiskalkulation berücksichtigen sollte.

Eine erste wäre etwa 10€. Alles bis zu diesem Wert wird intuitiv und ohne groß nachzudenken gekauft. Eine weitere liegt bei 50€, ab da wird sich bewusst die Frage gestellt, ob man das Produkt wirklich gerade braucht.

37€ macht auch insofern keinen Sinn, weil zum Beispiel auch 39€ unter 40 liegt und der Käufer den Wert 3 wahrnimmt.

Ich habe allerdings nichts weiter dazu gefunden, der Preis scheint sich einfach eingebürgert zu haben und hat keinen weiteren Hintergrund.

Trotzdem kann und darf dein Tiny Offer auch mehr oder weniger kosten. Aber wie gehst du vor, um den richtigen Preis festzulegen?

1.) Frage deine Community

Bei der Preisfindung bietet sich eine Umfrage innerhalb deiner Community an:

Welchen Preis würden Sie für das Produkt bezahlen?

Was erwarten Sie bei diesem Preis?

Was ist ihre Schmerzgrenze?

2.) Schau dich bei anderen um

Gibt es bereits ähnliche Produkte, vielleicht sogar von anderen, die im gleichen Thema wie du unterwegs sind?

Falls ja, lohnt es sich, hier einmal genauer hinzuschauen. Das bedeutet nicht, dass du etwas kopieren sollst, es soll dir vielmehr erste Anhaltspunkte bieten, was der Markt bereit ist auszugeben.

Du vermeidest damit auch, einen Preis festzulegen, den du nicht realisieren kannst. Weil er zum Beispiel deutlich höher als der vergleichbarer Angebote ist.

3.) Orientiere dich am Aufwand, den du hast

Dieser Ratschlag funktioniert leider nur bedingt, denn natürlich kannst du – gerade bei niedrigpreisigen Produkten – keine Kalkulation auf Basis deines Aufwands erstellen. Der Preis würde, bleiben wir zum Beispiel beim Thema Online-Kurs, ziemlich schnell im dreistelligen Bereich liegen müssen, wenn du deinen normalen Stundensatz zum Ansatz bringst.

Dennoch bietet dir dein Aufwand ein grobe Orientierung, wenn du das Produkt in den Vordergrund stellst:

Ein eBook ist weniger aufwändiger als ein Online-Kurs, ein digitales Worbook aufwändiger als eine Email-Challenge.

Gerade dann, wenn du planst, deinen Angebote sukzessive um weitere Mini-Produkte zu erweitern, bietest es sich an, bestimmte Preisgrenzen festzulgen. Natürlich immer abhängig vom tatsächlichen Inhalt.

Ein eBook würde dann zum Beispiel maximal 10€ kosten dürfen, ein Workbook höchstens 20€ und für den angesprochenen Online-Kurs könntest du die vollen 37€ ausschöpfen.

Wie sieht der ideale Tiny Offer-Funnel aus?

Um dein Mini-Angebot auch außerhalb deiner eigenen Community zu bewerben, macht es Sinn auf Anzeigen zu setzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob du auf Instagram, Facebook, Pinterest oder sogar Google Ads wirbst, wichtig ist, die Plattform zu finden, auf der sich potentielle Kunden auch aufhalten.

Weiter oben hatte ich es bereits angedeutet, in der Regel bewirbt man Tiny Offer direkt an eine Gruppe kalter Kontakte. Das bedeutet für dich, du musst vorab eine Käufergruppe festlegen, für die dein Angebot infrage kommt.

Bei meinem Tiny Offer gehe ich zum Beispiel an Selbstständige, Kleinunternehmen und Solo-Unternehmen heran, die normalerweise kein Budget für ein professionelles Webdesign haben und ihre Seite daher selber gestalten.

Durch diese unspezifische Festlegung werden meine Anzeigen einem großen Kreis potentieller Kunden ausgespielt, dementsprechend hoch sind auch die tatsächlichen Lead-Kosten. Trotzdem laufen die Anzeigen profitable, denn:

Auch wenn ich für einen Lead 37€ bezahlen müsste, würden sich die Anzeigen refinanzieren, gleichzeitig steigt aber mein Bekanntsheitsgrad. Der Traffic, den ich damit auf meine Website leite, eignet sich außerdem gut für Lookalike Kampagnen, die ich parallel für andere Produkte schalte.

Im Idealfall – und da muss man ein bisschen rum- und ausprobieren, bis man die passende Anzeigenzielgruppe gefunden hat – liegen die Lead-Kosten aber deutlich unter dem Preis meines Angebots.

Ich schaffe mir also durch mein Tiny Offer einen wiederkehrenden und vollautomatisierten Einkommensstrom.  Nach dem Kauf verwandelt sich dieser ehemals kalte Kontakt in einen warmen. Das bedeutet, ab sofort kann ich weitere, auch höherpreisige, Angebote anbieten. 

  1. Schritt: Tiny Offer erstellen
  2. Schritt: Tiny Offer über Anzeigen an kalte Kontakte bewerben
  3. Schritt: Auslieferung des Produkts manuell oder über einen Anbieter
  4. Schritt: Eintrag in den Newsletter
  5. Schritt: Vertrauen über Add-ons und zum Tiny Offer passenden Goodies weiter ausbauen
  6. Schritt: Andere Produkte anbieten

Können Tiny Offer das Freebie ersetzen?

Immer mehr Leute sind wie ich genervt von inhaltslosen Freebies . Und immer mehr Leute sind tatsächlich auch bereit, für etwas zu bezahlen, wenn es ihnen wirklich hilft.

Der Hype um Freebies flaut schon länger ab und ich persönlich sehe aktuell, dass sie sich über kurz oder lang wirklich in der jetzigen Form – Goodie gegen Email-Adresse – ablösen. Viele sind bereits dazu übergegangen, Inhalte ganz ohne Liste freizugeben. Genau jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um zu mehr Qualität und vor allem besseren Inhalten zurückzukehren.

Dass diese Inhalte kostenpflichtig sind, bremst sie nicht aus. Im Gegenteil, der Online-Markt ist auch und gerade durch die Corona-Epidemie zugänglicher geworden. Menschen, für die Online-Fortbildungen bisher undenkbar waren, erkennen, dass in dieser orts- und zeitunabhängigen Methode fast nur Vorteile liegen.

Auch die andere Seite, also die Ersteller, profitieren von diesem Wandel. Ihre Expertise und vor allem auch ihre Erfahrung lässt sich viel leichter in Mini-Produkten transportieren als in Einseitern.

Vielleicht wird es noch ein bisschen dauern, bis Freebies ganz verschwinden werden, aber der Weg dahin ist bereits geebnet. Und er findet seine Berechtigung auch in dem steigenden Anspruch, bessere, vor allem aber relevantere Inhalte zu generieren, als es mit Freebies möglich ist.

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