Tiny Offer-Funnel

3 profitable Tiny Offer-Funnel, die du in 2022 kennen solltest

Wie machst du aus Leads Kunden für dein digitales Mini-Produkt? Und wie schaffst du es, dein Tiny Offer so zu automatisieren, dass du am Ende des Tages Einnahmen erzielst, statt Geld für Werbeanzeigen zu verbrennen?

Lerne in diesem Artikel die 3 profitabelsten Tiny Offer-Funnel in 2022 kennen und finde heraus, welcher dieser Funnel genau richtig für dein digitales Mini-Produkt ist.

Inhalt

Tiny Offer-Funnel: Modewort oder Heilsbringer?

Das Wort Funnel hast du bestimmt schon einmal gehört. Und vermutlich nutzt du schon einen eigenen, weißt es aber gar nicht.

Mit einem Funnel, zu deutsch Trichter, sammelst du Kontakte (Leads), begleitest sie entlang ihrer Kundenreise (Customer Journey) und machst am Ende aus diesen Kontakten Käufer deiner Angebote.

Wir sprechen deshalb von einem Trichter, weil die Kontakte, die oben reinkommen nicht alle zu Kunden werden. Er verjüngt sich also nach unten, die Anzahl der Menschen, die am Ende tatsächlich kaufen wird kleiner.

Das Ziel deines Funnels ist es also, mit geeigneten Maßnahmen so viele Kontakte wie möglich über die verschiedensten Stufen zu Käufern werden zu lassen.

Ganz klassisch funktioniert das mit dem AIDA-Prinzip:

Attention: Aufmerksamkeit

Interest:  Interesse

Desire: Begierde

Action: Kaufabschluss

Für jede dieser einzelnen Stufen erstellst du im Funnel entsprechenden Content und begleitest damit neue Kontakte entlang ihrer Kundenreise (Customer journey).

Und vom Prinzip her machen das auch die meisten Online-Marketer genauso, ohne zu wissen, dass es sich dabei um einen Funnel handelt:

  • sie erstellen Blogartikel oder Podcast-Folgen, die sich mit ganz speziellen Fragestellungen beschäftigen, die potentielle Kunden haben könnten.
  • sie bieten Freebies/Lead-Magneten an, mit denen sie neue Kontakte sammeln
  • sie erstellen Angebote, die zu den Bedürfnissen dieser Kontakte passen

Richtig aufgesetzte Funnel können dir eine Menge Arbeit und Energie sparen. Und sie erleichtern dir die Kundengewinnung.

Das trifft natürlich nicht nur auf generelle Angebote, sondern insbesondere auch auf digitale Mini-Produkte zu.

Deren Ziel ist es ja, einen automatisierten Prozess zu generieren, mit dem es dir gelingt, auch Menschen zu erreichen, die dich, deine Brand oder deine Produkte bisher noch nicht kennen (kalte Kontakte).

#1 Tiny Offer-Funnel: Freebie/Lead-Magnet

Der bekannteste Funnel funktioniert auch für dein digitales Mini-Produkt:
Du bietest ein Freebie, also einen kostenlosen Lead-Magneten an und erhältst dafür im Gegenzug die Email-Adresse. Im nächsten Schritt baust du über deine Willkommens-Sequzenz Vertrauen auf und bietest am Ende dein digitales Mini-Produkt an.
 
Dieser klassische Funnel eignet sich vor allem für Business-Starter*innen, die
  • noch keine riesige Community haben und sich sukzessive eine Email-Liste aufbauen möchten
  • noch kein Werbebuget übrig  haben oder einsetzen möchten
  • über Content und relevante Inhalte vor allem auf organische Reichweite setzen wollen

Diesen klassische Funnel kannst du insbesondere dann nutzen, wenn dein Fokus auf Content liegt.

Für organisches Wachstum brauchst du allerdings Geduld, denn ganz gleich, ob du einen Blog oder einen Podcast veröffentlichst, neue Kontakte werden dir nicht direkt die Bude einrennen.

Ich empfehle meinen Kund*innen daher auch, gerade direkt am Anfang schon mit Werbeanzeigen zu starten, um parallel zum organischen Wachstum eine Zielgruppe aufzubauen, die später mal bei dir kauft. Das funktioniert bereits mit wenigen €uros pro Tag, wenn du Content, also Blogartikel oder Podcast-Episoden statt Lead-Magneten bewirbst und als Kampagnenziel Reichweite wählst.

#2 Tiny Offer-Funnel: Live-Veranstaltung

Live-Veranstaltungen, wie Webinare, Bootcamps oder Challenges sind eine weitere Möglichkeit, neue Kontakte auf dein digitales Mini-Produkt aufmerksam zu machen.

Dabei teilst du während der Veranstaltung Informationen und Mehrwert zu deinem Thema und pitcht am Ende dein Tiny Offer.

Was hier jetzt so einfach klingt, ist in der Realität allerdings ein komplexer Prozess. Es reicht nicht, ein kostenloses Bootcamp anzubieten und davon auszugehen, dass am Ende auch wirklich jemand kauft. Im Gegenteil, es ist viel wahrscheinlicher, dass genau das nicht passiert, weil

  • sich zu wenig zur Veranstaltung angemeldet haben
  • nur ein Bruchteil der Angemeldeten auch bei der Live-Veranstaltung dabei waren
  • dein Pitch, also die Vorstellung deines Produkts nicht überzeugt hat
  • du zuviel Mehrwert geteilt hast und die Teilnehmer*innen das Gefühl haben, sie brauchen keine Unterstützung mehr.

Falls dein Produkt nach der Veranstaltung nicht gekauft wird, solltest du nicht direkt wieder aufgeben. Auch die ganz Großen der Branche haben nach der ersten Live-Veranstaltung keine 6-stelligen Umsätze eingefahren.

Sie haben sich aber den gesamten Prozess angeschaut und immer wieder angepasst:

  • funktionierte die Willkommens-Sequenz?
  • wie gut waren die Inhalte?
  • Wo sind die Teilnehmer*innen ausgestiegen?

Live-Veranstaltungen eignen sich daher vor allem für routinierte Selbstständige, die keine Scheu vor der Kamera und einer größeren Anzahl von Teilnehmer*innen haben. Und die ihr Produkt überzeugend pitchen können.

Dafür liegen aber die Vorteile auf der Hand. Während einer Live-Veranstaltung

  • kommst du sehr persönlich rüber und deine Teilnehmer*innen bekommen einen guten Eindruck deiner Expertise und Erfahrung
  • kannst du individuell auf Fragen eingehen und dir jederzeit Feedback zu deinen Inhalten holen.

#3 Tiny Offer-Funnel: Digitales Mini-Produkt

Der klassische Weg, dein Tiny Offer zu verkaufen ist über Werbeanzeigen, die du an kalte Kontakte ausspielst.

Kalte Kontakte sind Menschen, die dich, deine Brand oder deine Produkte bisher noch nicht kennen. Und genau da liegt die größte Schwachstelle bei diesem Tiny Offer-Funnel:

Es ist – vor allem für Business-Starter*innen – extrem schwierig,

  • die richtige Zielgruppe anzusprechen
  • das vorhandene Budget optimal einzusetzen, da gerade am Anfang viel getestet werden muss
  • keine Möglichkeit besteht, eine Lookalike-Audience aus bestehenden Kontakten (Website-Besucher*innen, Follower etc.) aufzubauen

Realistisch betrachtet, ist dieser Tiny Offer-Funnel der anspruchsvollste. Und leider auch der, der am häufigsten nicht funktioniert.

Und noch etwas verhindert, dass du profitable Werbeanzeigen schaltest:

Dein Mindset in Sachen Tiny Offer

Aktuell sehe ich viele Werbeanzeigen, die damit werben, dass ein Tiny Offer einen passiven Einkommensstrom generiert. Und das ist auch durchaus möglich, in der Realität aber eher selten.

Das liegt vor allem auch daran, dass die meisten, die ein digitales Mini-Produkt entwickeln, mit den falschen Erwartungen Werbeanzeigen schalten.

Natürlich klingt es verlockend, wenn ich im Schlaf Einkommen erwirtschaften kann, für das ich nur einmal ein bisschen Energie aufgewendet habe. Und ganz klar, ich selber finde den Gedanken daran auch sehr verlockend.

Ich weiß aber – aus eigener Erfahrung und der meiner Kund*innen im begleiteten Online-Kurs „Tiny Offer – Big Efforts“, dass ein Tiny Offer, das über Werbeanzeigen beworben wird, in nahezu allen Fällen nicht profitabel ist. Sprich, am Ende des Tages generierst du keine Einnahmen, sondern liegst im besten Fall bei plusminus Null.

Um zu verstehen, warum ich von falschem Mindset spreche, lass uns mal einen Schritt zurückgehen:

Früher wurden Leads durch Freebies, sogenannte kostenlose Lead-Magneten beworben. Anbieter*innen erhielten also für ihre Checklisten, Workbooks oder andere Download-Dateien im Gegenzug Email-Adressen, die sie dann über eine Willkommens-Sequenz mit Content versorgten. Am Ende dieser Sequenz wurde dann in der Regel ein kostenpflichtiges Angebot gemacht.

Einige haben gekauft, andere wiederum nicht. Du hast aber mit deinen Anzeigekosten jeden einzelnen Lead bezahlt, bist also ein ganzes Stück finanziell in Vorleistung gegangen. Und auch ins Risiko, wenn du Freebie-Jäger, Mitbewerber und Menschen, die nur semi-interessiert sind, berücksichtigst.

Mit einem klassischen Tiny Offer-Funnel gehst du ebenfalls mit deinen Werbeanzeigen in Vorleistung. Die Chance, dass jemand dein digitales Mini-Produkt auch kauft, ist aber wesentlich höher als beim Freebie-Funnel, denn du bietest ein Kaufprodukt an.

Das bedeutet, du sprichst Menschen an, die ganz gezielt nach einer Lösung suchen. Und die auch bereit sind, dafür zu bezahlen. Deine Email-Liste hat also schon von vornerein eine bessere Qualität als die, die du mit kostenlosem Content aufbaust. 

Trotzdem sind die wenigsten Tiny Offer-Funnel mit diesem ersten digitalen Mini-Produkt bereits profitabel. Und profitabel bedeutet in diesem Fall die Refinanzierung deiner Werbeausgaben. Am Ende des Tages also die schwarze Null halten.

Das, was dir letztendlich, wenn es gut läuft, aber nicht nur diesen Break-Even-Point, sondern vielleicht sogar Umsätze bringt, sind die Produkte, die du im weiteren Funnel-Verlauf anbietest:

  • Upsell im Bezahlprozess
  • zusätzliche Angebote (Add-Ons) im digitalen Mini-Produkt selber
  • weiterführende Angebote, also der nächste logische Schritt deiner Käufer*innen

Im Klartext heißt das, selbst wenn dein Tiny Offer-Funnel selbst weder Umsätze generiert, noch deine Werbeausgaben refinanziert, baust du dir eine Liste auf, die

  • aus Menschen besteht, die eine Lösung suchen, statt Freebies zu saugen
  • Menschen beinhaltet, die echtes Interesse an dir und deiner Expertise haben
  • dir dabei hilft, deine anderen Produkte an genau die richtigen zu verkaufen

Dein Mindset darf also nicht sein, so viel Umsatz, sprich passives Einkommen wie möglich mit deinem Tiny Offer-Funnel generieren zu wollen.

Dein Ziel ist es, Menschen in deine Liste zu bekommen, die sehr wahrscheinlich kaufen werden.

Im Idealfall wirst du also für deinen Listenaufbau bezahlt und selbst, wenn du am Ende des Tages bei Null landest, bist du im eigentlichen Sinne profitabel.

Kein Tiny Offer-Funnel ohne Content

Diese 3 Tiny Offer-Funnel funktionieren in 2022 und unterstützen dich dabei, eine Emailliste mit hochwertigen Konakten aufzubauen, an die du später deine höherpreisigen Angebote verkaufen kannst.

Jeder dieser Funnel hat Vor- und Nachteile. Die ersten beiden kannst du auch nutzen, wenn du gerade erst am Anfang deiner Selbstständigkeit stehst. Und auch, wenn dein digitales Mini-Produkt dein erstes Produkt überhaupt ist.

Funnel Nummer 3 hingegen ist anspruchsvoll und leider auch wenig vorhersehbar. Die Möglichkeit, Werbebudget zu verbrennen ist hoch. Und technisch gesehen, ist dieser Funnel auch der anspruchsvollste. Ich empfehle ihn nur dann, wenn du bereits einige Zeit in deinem Thema unterwegs bist und Reichweite aufgebaut hast.

Unabhängig davon, für welchen Tiny Offer-Funnel du dich entscheidest, keiner wird ganz ohne weiteren Content auskommen.

Während du bei Funnel 1 und 2 deine Reichweite über Content aufbaust, sorgt genau dieser Content bei Funnel Nummer 3 dafür, dass du Lookalikes bilden kannst, statt blind nach Interessen und Merkmalen anzusprechen.

 

Auch, wenn ich das immer wieder sehe:

Es macht keinen Sinn, einfach ein paar Werbeanzeigen schalten zu wollen, damit das große Geld von ganz alleine kommt.

Du brauchst zwingend im Hintergrund Content, also Blogartikel oder Podcast-Episoden um

  • Vertrauen aufzubauen
  • deinen Expertenstatus zu stärken
  • Reichweite zu generieren

Richtig gutes Content Marketing ist also nach wie vor – und ganz besonders in 2022 – wichtig, um ganzheitlich erfolgreich zu sein. Es wird nicht funktionieren, auf eine Strategie zu setzen, die ausschließlich auf deinem digitales Mini-Produkt basiert.

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Inhalt

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Das Wort Funnel hast du bestimmt schon einmal gehört. Und vermutlich nutzt du schon einen eigenen, weißt es aber gar nicht.

Mit einem Funnel, zu deutsch Trichter, sammelst du Kontakte (Leads), begleitest sie entlang ihrer Kundenreise (Customer Journey) und machst am Ende aus diesen Kontakten Käufer deiner Angebote.

Wir sprechen deshalb von einem Trichter, weil die Kontakte, die oben reinkommen nicht alle zu Kunden werden. Er verjüngt sich also nach unten, die Anzahl der Menschen, die am Ende tatsächlich kaufen wird kleiner.

Das Ziel deines Funnels ist es also, mit geeigneten Maßnahmen so viele Kontakte wie möglich über die verschiedensten Stufen zu Käufern werden zu lassen.

Ganz klassisch funktioniert das mit dem AIDA-Prinzip:

Attention: Aufmerksamkeit

Interest:  Interesse

Desire: Begierde

Action: Kaufabschluss

Für jede dieser einzelnen Stufen erstellst du im Funnel entsprechenden Content und begleitest damit neue Kontakte entlang ihrer Kundenreise (Customer journey).

Und vom Prinzip her machen das auch die meisten Online-Marketer genauso, ohne zu wissen, dass es sich dabei um einen Funnel handelt:

  • sie erstellen Blogartikel oder Podcast-Folgen, die sich mit ganz speziellen Fragestellungen beschäftigen, die potentielle Kunden haben könnten.
  • sie bieten Freebies/Lead-Magneten an, mit denen sie neue Kontakte sammeln
  • sie erstellen Angebote, die zu den Bedürfnissen dieser Kontakte passen

Richtig aufgesetzte Funnel können dir eine Menge Arbeit und Energie sparen. Und sie erleichtern dir die Kundengewinnung.

Das trifft natürlich nicht nur auf generelle Angebote, sondern insbesondere auch auf digitale Mini-Produkte zu.

Deren Ziel ist es ja, einen automatisierten Prozess zu generieren, mit dem es dir gelingt, auch Menschen zu erreichen, die dich, deine Brand oder deine Produkte bisher noch nicht kennen (kalte Kontakte).

#1 Tiny Offer-Funnel: Freebie/Lead-Magnet

Der bekannteste Funnel funktioniert auch für dein digitales Mini-Produkt:
Du bietest ein Freebie, also einen kostenlosen Lead-Magneten an und erhältst dafür im Gegenzug die Email-Adresse. Im nächsten Schritt baust du über deine Willkommens-Sequzenz Vertrauen auf und bietest am Ende dein digitales Mini-Produkt an.
 
Dieser klassische Funnel eignet sich vor allem für Business-Starter*innen, die
  • noch keine riesige Community haben und sich sukzessive eine Email-Liste aufbauen möchten
  • noch kein Werbebuget übrig  haben oder einsetzen möchten
  • über Content und relevante Inhalte vor allem auf organische Reichweite setzen wollen

Diesen klassische Funnel kannst du insbesondere dann nutzen, wenn dein Fokus auf Content liegt.

Für organisches Wachstum brauchst du allerdings Geduld, denn ganz gleich, ob du einen Blog oder einen Podcast veröffentlichst, neue Kontakte werden dir nicht direkt die Bude einrennen.

Ich empfehle meinen Kund*innen daher auch, gerade direkt am Anfang schon mit Werbeanzeigen zu starten, um parallel zum organischen Wachstum eine Zielgruppe aufzubauen, die später mal bei dir kauft. Das funktioniert bereits mit wenigen €uros pro Tag, wenn du Content, also Blogartikel oder Podcast-Episoden statt Lead-Magneten bewirbst und als Kampagnenziel Reichweite wählst.

#2 Tiny Offer-Funnel: Live-Veranstaltung

Live-Veranstaltungen, wie Webinare, Bootcamps oder Challenges sind eine weitere Möglichkeit, neue Kontakte auf dein digitales Mini-Produkt aufmerksam zu machen.

Dabei teilst du während der Veranstaltung Informationen und Mehrwert zu deinem Thema und pitcht am Ende dein Tiny Offer.

Was hier jetzt so einfach klingt, ist in der Realität allerdings ein komplexer Prozess. Es reicht nicht, ein kostenloses Bootcamp anzubieten und davon auszugehen, dass am Ende auch wirklich jemand kauft. Im Gegenteil, es ist viel wahrscheinlicher, dass genau das nicht passiert, weil

  • sich zu wenig zur Veranstaltung angemeldet haben
  • nur ein Bruchteil der Angemeldeten auch bei der Live-Veranstaltung dabei waren
  • dein Pitch, also die Vorstellung deines Produkts nicht überzeugt hat
  • du zuviel Mehrwert geteilt hast und die Teilnehmer*innen das Gefühl haben, sie brauchen keine Unterstützung mehr.

Falls dein Produkt nach der Veranstaltung nicht gekauft wird, solltest du nicht direkt wieder aufgeben. Auch die ganz Großen der Branche haben nach der ersten Live-Veranstaltung keine 6-stelligen Umsätze eingefahren.

Sie haben sich aber den gesamten Prozess angeschaut und immer wieder angepasst:

  • funktionierte die Willkommens-Sequenz?
  • wie gut waren die Inhalte?
  • Wo sind die Teilnehmer*innen ausgestiegen?

Live-Veranstaltungen eignen sich daher vor allem für routinierte Selbstständige, die keine Scheu vor der Kamera und einer größeren Anzahl von Teilnehmer*innen haben. Und die ihr Produkt überzeugend pitchen können.

Dafür liegen aber die Vorteile auf der Hand. Während einer Live-Veranstaltung

  • kommst du sehr persönlich rüber und deine Teilnehmer*innen bekommen einen guten Eindruck deiner Expertise und Erfahrung
  • kannst du individuell auf Fragen eingehen und dir jederzeit Feedback zu deinen Inhalten holen.

#3 Tiny Offer-Funnel: Digitales Mini-Produkt

Der klassische Weg, dein Tiny Offer zu verkaufen ist über Werbeanzeigen, die du an kalte Kontakte ausspielst.

Kalte Kontakte sind Menschen, die dich, deine Brand oder deine Produkte bisher noch nicht kennen. Und genau da liegt die größte Schwachstelle bei diesem Tiny Offer-Funnel:

Es ist – vor allem für Business-Starter*innen – extrem schwierig,

  • die richtige Zielgruppe anzusprechen
  • das vorhandene Budget optimal einzusetzen, da gerade am Anfang viel getestet werden muss
  • keine Möglichkeit besteht, eine Lookalike-Audience aus bestehenden Kontakten (Website-Besucher*innen, Follower etc.) aufzubauen

Realistisch betrachtet, ist dieser Tiny Offer-Funnel der anspruchsvollste. Und leider auch der, der am häufigsten nicht funktioniert.

Und noch etwas verhindert, dass du profitable Werbeanzeigen schaltest:

Dein Mindset in Sachen Tiny Offer

Aktuell sehe ich viele Werbeanzeigen, die damit werben, dass ein Tiny Offer einen passiven Einkommensstrom generiert. Und das ist auch durchaus möglich, in der Realität aber eher selten.

Das liegt vor allem auch daran, dass die meisten, die ein digitales Mini-Produkt entwickeln, mit den falschen Erwartungen Werbeanzeigen schalten.

Natürlich klingt es verlockend, wenn ich im Schlaf Einkommen erwirtschaften kann, für das ich nur einmal ein bisschen Energie aufgewendet habe. Und ganz klar, ich selber finde den Gedanken daran auch sehr verlockend.

Ich weiß aber – aus eigener Erfahrung und der meiner Kund*innen im begleiteten Online-Kurs „Tiny Offer – Big Efforts“, dass ein Tiny Offer, das über Werbeanzeigen beworben wird, in nahezu allen Fällen nicht profitabel ist. Sprich, am Ende des Tages generierst du keine Einnahmen, sondern liegst im besten Fall bei plusminus Null.

Um zu verstehen, warum ich von falschem Mindset spreche, lass uns mal einen Schritt zurückgehen:

Früher wurden Leads durch Freebies, sogenannte kostenlose Lead-Magneten beworben. Anbieter*innen erhielten also für ihre Checklisten, Workbooks oder andere Download-Dateien im Gegenzug Email-Adressen, die sie dann über eine Willkommens-Sequenz mit Content versorgten. Am Ende dieser Sequenz wurde dann in der Regel ein kostenpflichtiges Angebot gemacht.

Einige haben gekauft, andere wiederum nicht. Du hast aber mit deinen Anzeigekosten jeden einzelnen Lead bezahlt, bist also ein ganzes Stück finanziell in Vorleistung gegangen. Und auch ins Risiko, wenn du Freebie-Jäger, Mitbewerber und Menschen, die nur semi-interessiert sind, berücksichtigst.

Mit einem klassischen Tiny Offer-Funnel gehst du ebenfalls mit deinen Werbeanzeigen in Vorleistung. Die Chance, dass jemand dein digitales Mini-Produkt auch kauft, ist aber wesentlich höher als beim Freebie-Funnel, denn du bietest ein Kaufprodukt an.

Das bedeutet, du sprichst Menschen an, die ganz gezielt nach einer Lösung suchen. Und die auch bereit sind, dafür zu bezahlen. Deine Email-Liste hat also schon von vornerein eine bessere Qualität als die, die du mit kostenlosem Content aufbaust. 

Trotzdem sind die wenigsten Tiny Offer-Funnel mit diesem ersten digitalen Mini-Produkt bereits profitabel. Und profitabel bedeutet in diesem Fall die Refinanzierung deiner Werbeausgaben. Am Ende des Tages also die schwarze Null halten.

Das, was dir letztendlich, wenn es gut läuft, aber nicht nur diesen Break-Even-Point, sondern vielleicht sogar Umsätze bringt, sind die Produkte, die du im weiteren Funnel-Verlauf anbietest:

  • Upsell im Bezahlprozess
  • zusätzliche Angebote (Add-Ons) im digitalen Mini-Produkt selber
  • weiterführende Angebote, also der nächste logische Schritt deiner Käufer*innen

Im Klartext heißt das, selbst wenn dein Tiny Offer-Funnel selbst weder Umsätze generiert, noch deine Werbeausgaben refinanziert, baust du dir eine Liste auf, die

  • aus Menschen besteht, die eine Lösung suchen, statt Freebies zu saugen
  • Menschen beinhaltet, die echtes Interesse an dir und deiner Expertise haben
  • dir dabei hilft, deine anderen Produkte an genau die richtigen zu verkaufen

Dein Mindset darf also nicht sein, so viel Umsatz, sprich passives Einkommen wie möglich mit deinem Tiny Offer-Funnel generieren zu wollen.

Dein Ziel ist es, Menschen in deine Liste zu bekommen, die sehr wahrscheinlich kaufen werden.

Im Idealfall wirst du also für deinen Listenaufbau bezahlt und selbst, wenn du am Ende des Tages bei Null landest, bist du im eigentlichen Sinne profitabel.

Kein Tiny Offer-Funnel ohne Content

Diese 3 Tiny Offer-Funnel funktionieren in 2022 und unterstützen dich dabei, eine Emailliste mit hochwertigen Konakten aufzubauen, an die du später deine höherpreisigen Angebote verkaufen kannst.

Jeder dieser Funnel hat Vor- und Nachteile. Die ersten beiden kannst du auch nutzen, wenn du gerade erst am Anfang deiner Selbstständigkeit stehst. Und auch, wenn dein digitales Mini-Produkt dein erstes Produkt überhaupt ist.

Funnel Nummer 3 hingegen ist anspruchsvoll und leider auch wenig vorhersehbar. Die Möglichkeit, Werbebudget zu verbrennen ist hoch. Und technisch gesehen, ist dieser Funnel auch der anspruchsvollste. Ich empfehle ihn nur dann, wenn du bereits einige Zeit in deinem Thema unterwegs bist und Reichweite aufgebaut hast.

Unabhängig davon, für welchen Tiny Offer-Funnel du dich entscheidest, keiner wird ganz ohne weiteren Content auskommen.

Während du bei Funnel 1 und 2 deine Reichweite über Content aufbaust, sorgt genau dieser Content bei Funnel Nummer 3 dafür, dass du Lookalikes bilden kannst, statt blind nach Interessen und Merkmalen anzusprechen.

 

Auch, wenn ich das immer wieder sehe:

Es macht keinen Sinn, einfach ein paar Werbeanzeigen schalten zu wollen, damit das große Geld von ganz alleine kommt.

Du brauchst zwingend im Hintergrund Content, also Blogartikel oder Podcast-Episoden um

  • Vertrauen aufzubauen
  • deinen Expertenstatus zu stärken
  • Reichweite zu generieren

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