Mythen über Tiny Offer

Bullshit-Bingo: 10 Mythen über Tiny Offer, die ich nicht mehr hören kann

„Digitale Mini-Produkte generieren dir ganz easy vierstellige Einnahmen.“ „Du brauchst nur einen Funnel und dann läuft das mit deinem Tiny Offer ganz von allein!“.

Wenn du einen dieser beiden Sätze oder ähnliches schon gehört hast, dann lies weiter. In diesem Artikel kläre ich die 10 Mythen über Tiny Offer, die mir immer wieder begegnen. Und ich wette mit dir, an mindestens einen Mythos hast du bisher auch geglaubt.

Inhalt

Warum es Zeit wird, mit den Mythen über Tiny Offer aufzuräumen

Seit ziemlich genau anderthalb Jahren bin ich im Bereich digitale Mini-Produkte, auch bekannt als Tiny Offer unterwegs.

Halbwissen, Pseudo-Wahrheiten und glatte Irrtümer begegnen mir seitdem ständig.

In den letzten Wochen aber hat sich das nochmal drastisch gesteigert. Klar, was gut funktioniert wird gern kopiert.

Gefährlich wird es aber dann, wenn Selbstständige wie du den selbsternannten Gurus Glauben schenken und am Ende viel Geld für Nichts aus dem Fenster werfen.

Den Vogel im wahrsten Sinne des Wortes abgeschossen hat dabei ein Marketer, der einer meiner Kundinnen im begleiteten Online-Kurs „Tiny Offer – Big Efforts“ ein völlig überteuertes – und inhaltlich substanzloses –  1:1-Coaching verkauft hat, das er mit Photoshop aufgepimpten Screenshots von angeblichen 5-stelligen Umsätzen im Monat beworben hatte.

Und ja, ich verstehe den Gedanken dahinter:

Geld oder in diesem Fall (hohe) Einnahmen sind der Wunsch vieler Selbstständiger. Und wenn das dann auch noch mit einem einzigen Produkt funktioniert, noch besser.

Die Wahrheit ist aber auch: Ich kenne niemanden, der aus dem Stand heraus mit einem 37€-Produkt fünfstellig (!) verdient. Und das ist – zumindest auch für das Tiny Offer selbst – nicht das Ziel. Dahinter steckt in der Regel ein komplexer Funnel aus mehreren Upsells und all das lernst du nicht in 2 Wochen. Und setzt es auch garantiert nicht in dieser Zeit um.

Dieser Artikel brennt mir aber auch deshalb so auf den Nägeln, weil es mir – und natürlich auch einigen anderen – schadet. Tiny Offer sind eine geniale Möglichkeit seine Emailliste aufzubauen, seine Community vorzuwärmen und seine Bekanntheit zu steigern.

Was sie aber nicht sind, sind kleine Alleskönner, die auf Knopfdruck riesige Einnahmen garantieren. Und genauso möchte ich sie auch nicht verstanden wissen.

Und natürlich sollen digitale Mini-Produkte keinen faden Beigeschmack erhalten, nur weil irgendjemand darin die „schnell reich-Methode“ entdeckt haben will.

Es geht hier also um Klartext. Und auch darum, dich zu schützen. Denn wenn du wirklich erfolgreich ein digitales Mini-Produkt umsetzen möchtest, brauchst du Unterstützung und keine leeren Versprechungen.

Hier sind also die 10 bekanntesten Mythen über Tiny Offer, die du kennen solltest, wenn du darüber nachdenkst, selbst eins zu erstellen.

#1: Tiny Offer sind Freebies mit mehr Inhalt

Der Klassiker schlechthin und schon x Mal gehört:

„Alles, was inhaltlich zu viel ist, packe ich einfach in ein neues Produkt und mache ein Tiny Offer daraus.“

Genau das wird aber nicht funktionieren, denn anders als ein Freebie bilden Tiny Offer eine komplette Lösung an.

Noch deutlicher wird das, wenn wir uns die Hintergründe beider Produkte anschauen:

 

Freebie

  • kostenlos bzw. im Austausch mit der Email-Adresse
  • bilden einen Teilausschnitt einer Herausforderung ab
  • ihr Ziel ist es, ein Anschluss-Produkt zu verkaufen
  • meistens ist das dann die Komplett-Lösung
  • es werden unqualifizierte Kontakte angesprochen, es besteht die Gefahr, dass sie sich nur wegen des Freebies angemeldet haben (Freebie-Jäger)

Digitales Mini-Produkt (Tiny Offer)

  • kosten zwischen 7 und 97€
  • bieten eine Lösung für eine ganz bestimmte Herausforderung
  • sparen entweder, Zeit, Geld oder Nerven
  • Käufer erreichen ein Ziel schnell und ohne Umwege
  • es werden Menschen angesprochen, die bereit sind, für eine Lösung zu bezahlen. Sie sind damit erheblich qualifizierter als Freebie-Leads und kaufen in der Regel auch eher ein Anschluss-Produkt

Du siehst, beide Formate verfolgen ganz unterschiedliche Ansätze. Während es beim Freebie primär darum geht, den „Kostenlos-Faktor“ anzusprechen gehen wir beim Tiny Offer einen Schritt weiter. Hier sprechen wir ganz gezielt diejenigen an, die ein sehr akutes Problem haben und auch bereit sind, für eine Lösung Geld auszugeben. Wir wollen also diejenigen rausfiltern, die nur kostenlosen Content saugen wollen und stattdessen die ansprechen, die am Ende auch Käufer werden.

Im direkten Vergleich liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der Käufer deines digitalen Mini-Produkts auch ein anderes Produkt bei dir kauft, deutlich höher als bei denjenigen, die sich nur deinen kostenlosen Content heruntergeladen haben.

Du baust dir also eine Liste mit Menschen auf, die bereit sind, einen Schritt weiterzugehen, während du beim Freebie damit rechnen musst, dass sich ein Großteil wieder abmeldet.

Daraus ergibt sich zwangsläufig aber auch, dass dein Tiny Offer auf ganzer Linie überzeugen muss.

Hier kannst du weder Wischi-Waschi-Lösungen präsentieren, noch Informationen zusammenfassen, die man überall finden kann.

Für dein digitales Mini-Produkt brauchst du vielmehr einen Prozess, mit dem du deine Käufer ganz gezielt über die Herausforderung zum Ergebnis (Transformation) führst.

Und genau das wirst du mit Inhalten, die für ein Freebie vielleicht zu viel sind, nicht erreichen.

#2: Tiny Offer generieren passives Einkommen (auf Knopfdruck)

Passives Einkommen ist generell ein Begriff, den ich weder sonderlich mag, noch verwende.

Passiv suggeriert nämlich, dass ich in meiner Hängematte auf Bali liegen kann und am laufenden Band Umsätze generiere.

Ein profitables Mini-Produkt ist nichts, was du dir mal eben aus dem Ärmel schüttelst. Und ja, es ist ein langer Weg von der Idee über die Bedürfnisse bis hin zur Lösung.

Du musst nicht nur die Herausforderungen und Wünsche deiner Kunden kennen, du brauchst auch eine Lösung, die sie schnell und ohne großen Aufwand implementieren können, um damit echte Ergebnisse zu erzielen.

Es gibt durchaus Tiny Offer, die sehr schnell profitabel sind. Die ersten Social Media-Templates, die man an sein Branding anpassen kann und dann nur noch veröffentlichen muss, sind da ein gutes Beispiel.

Mittlerweile gibt es in diesem Bereich aber sehr viel Konkurrenz und wenn du nicht von Anfang dabei warst, wird es schwer werden, ein neues Kit erfolgreich zu platzieren.

Und trotzdem sind diese erfolgreichen digitalen Mini-Produkte eher die Ausnahme, wenn man darunter einen wiederkehrenden Einkommensstrom versteht.

Das genau ist aber auch nicht das vorrangige Ziel eines Tiny Offer. Es ist ein Nebeneffekt, der eintreten kann, aber leider auch sehr unwahrscheinlich ist.

Wenn dir also jemand erzählt, er oder sie erreiche 3-5-stellige Umsätze im Monat mit einem einzigen Produkt,  solltest du hellhörig werden. Und kritisch hinterfragen.

Das Ziel der digitalen Mini-Produkte ist es, die Werbekosten zu refinanzieren. Das bedeutet, für jeden € den du in Ads investierst, solltest du am Ende des Tages auch einen € rausbekommen.

Wenn es mehr ist, super! Aber rechne erstmal nicht damit, denn alleine die schwarze Null ist schon schwierig genug.

Falls du dich gerade fragst, warum man dann überhaupt ein Tiny Offer verkaufen sollte:

Früher hast du dein Freebie über Werbeanzeigen beworben und je nachdem, wie hoch deine Conversion war, neue Kontakte gegen Geld eingekauft.

Vielleicht haben genau diese Kontakte auch später mal was bei dir gekauft. Aber das waren sicherlich die wenigsten.

Beim Tiny Offer gibst du auch Geld für Anzeigen auf, bekommst aber mindestens einen Teil davon zurück:

Über das eigentliche Tiny Offer oder den Funnel, der dahinter steht.

Und jetzt lass das nochmal wirken:

Im Idealfall baust du dir mit einem Tiny Offer eine Emailliste mit hochwertigen Kontakten auf und es kostet dich am Ende nichts.

Du erreichst also Menschen, die bereit sind, Geld zu investieren statt Freebie-Jägern und zahlst keinen Cent dafür. 

Genau das ist das Ziel! Nicht der vierstellige Umsätze, der immer suggeriert wird, nicht das passive Einkommen, von dem jeder spricht. Es ist die Amortisation deiner Werbekosten.

Und natürlich, wenn am Ende was hängenbleibt ist das super. Aber wie gesagt, stell das nicht in den Vordergrund, denn sehr wahrscheinlich wirst du diese schwarze Null auch nur über Upsells oder den kompletten Funnel erreichen, denn mittlerweile sind Werbeanzeigen einfach zu teuer geworden.

#3: Wenn ich hochpreisig positioniert bin, sollte ich kein Tiny Offer erstellen

Vielleicht kennst du diesen Gedanken auch:

Du bietest 1:1-Sessions für ein vierstelliges Invest an und scheust dich davor, deine Expertise mit einem digitalen Mini-Produkt zu verschleudern. 

Ich kann dich absolut verstehen!

Aber lass uns das Ganze mal von der anderen Seite betrachten:

Wie hoch ist dein Aufwand, um dieses 1:1 zu verkaufen? Und wie hoch ist die Abschluss-Quote, also wie viele Leads, die du generiert hast, buchen am Ende auch bei dir?

Ich wette, dass du einen hohen Aufwand betreiben musst, um am Ende des Tages erfolgreich zu sein.

Und das ist doch auch völlig logisch:

Bevor jemand ernsthaft in Erwägung zieht, einen vierstelligen Betrag in dich zu imvestieren, braucht es jede Menge Überzeugungskraft, Vertrauen und ein absolutes Verkäufer-Geschick.

Natürlich gehört Vertrauen immer zum Verkauf dazu und da bilden auch Tiny Offer keine Ausnahme. Fakt ist aber auch, niedrigpreisige Angebote lassen sich zum Einen leichter verkaufen und zum Anderen ist auch die Hemmschwelle der Käufer deutlich niedriger. 

Und das kannst du auch ganz gut bei dir selbst beobachten:

Wie schnell kaufst du ein Auto? Und wie leicht fällt dir im Gegensatz dazu die Investition in einen neuen Pulli?

Also ja, auch dann, wenn du hochpreisige Angebote hast, schließt das digitale Mini-Produkte nicht aus. Im Gegenteil, mit Kennenlern-Angebote kannst du

  • Personen ansprechen, die nach kleinen Lösungen suchen
  • Menschen erreichen, die zwar wissen, dass sie eine Herausforderung lösen müssen, aber keinen großen Online-Kurs oder Coaching vermuten
  • du es Menschen leicht machen, sich mit deinem Produkt auseinanderzusetzen
  • leichter verkaufen, weil der Weg zum erfolgreichen Abschluss kürzer und weniger anstrengend ist
  • deine Reichweite sukzessive steigern
  • andere zu deinen eigentlichen Angeboten führen
  • Menschen von deiner Expertise überzeugen

#4: Tiny Offer decken immer die Kosten meiner Werbeanzeigen

Dieser Mythos hat sich hartnäckig festgesetzt:

Ein digitales Mini-Produkt reicht, um die Werbeanzeigen zu refinanzieren.

Und auch hier muss ich dich enttäuschen:

Gerade zu Beginn deiner Werbetätigkeiten wirst du viel ausprobieren müssen. Du wirst mehrere Zielgruppen testen müssen und du wirst feststellen, dass kostet dich Zeit und Geld.

Die Kosten für Werbekosten sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die Lead-Preise im Beratungs- oder Coaching-Markt für kostenlosen (!) Content liegen aktuell bei etwa 5-8€. Und dann spricht man schon von erfolgreichen, also profitablen Anzeigen.

Tiny Offer an kalten Traffic zu adressieren ist nochmal ein ganzes Stück weit teurer.

Steigende Lead-Preise sind die eine Seite. Wenn wir uns nochmal das Prinzip der digitalen Mini-Produkte anschauen, dann ist das Ziel, am Ende des Tages deine Emailliste mit potentiellen Käufern zu füllen, ohne dafür bezahlt zu haben.

Die Rechnung könnte also einfach sein:

Setze das Tagesbudget ein, das du für jeden Verkauf einnimmst. Wenn du zum Beispiel ein Tiny Offer zu 37€ verkaufst,  kannst du genau diese Summe auch in Werbeanzeigen stecken.

Und auch, wenn es nicht viel klingt, du musst es erstmal schaffen, jeden Tag ein Produkt zu verkaufen. Die Realität ist eher, dass es nahezu aussichtslos ist, seine Werbeanzeigen nur mit dem eigentlichen Tiny Offer zu decken.

Das, was am Ende des Tages darüber entscheidet, ob du die schwarze Null oder sogar ein Plus erreichst, sind die Upsells. Weitere Produkte also, die nahtlos zum eigentlichen digitalen Mini-Produkt passen und daher sehr wahrscheinlich auch gekauft werden.

Natürlich nicht von allen. Aber nehmen wir mal eine übliche Conversion-Rate von 3% an, dann würden von 100 Menschen, die du mit deiner Werbeanzeige überzeugt hast, am Ende drei dein Upsell kaufen.

Damit würdest du der Refinanzierung ein gutes Stück entgegen kommen. Nehmen wir weiter an, dass es dir gelingt, deinen Prozess immer weiter zu optimieren, deine Leadpreise also zu senken und gleichzeitig mehr Upsells zu verkaufen, dann wirst du zwangsläufig irgendwann die schwarze Null oder sogar noch mehr erreichen.

Refinanzierung deiner Werbekosten funktioniert also, ja. Aber eben nicht über das eigentliche Tiny Offer, sondern über den Funnel, der dahintersteht.

#5: Das Erfolgsgeheimnis von Tiny Offer ist extrem viel Wissen für kleines Geld rauszugeben

Diesen Satz habe ich erst die Tage gelesen:

„Halte den Preis deines Tiny Offer so niedrig wie nötig, aber gib so viel Wissen wie möglich raus.“

Und tatsächlich stecken hier gleich zwei Mythen drin:

Zum Einen ist es nicht unbedingt entscheidend, wie viel Inhalt dein digitales Mini-Produkt hat. Es macht nämlich keinen Sinn, seine Käufer mit Wissen zuzuschütten, sie damit zu verwirren oder sogar dafür zu sorgen, dass sie die Lust verlieren.

Aber es ist wichtig, dass sie ihre Herausforderung lösen. Und zwar so stressfrei und wenig zeitintensiv wie möglich.

Und genau das erreichst du nicht mit mehr, sondern nur mit den richtigen Inhalten.

Also, auch wenn du es gutmeinst, overdelivern ist nicht notwendig, wichtig ist aber, dass du genau das in dein digitales Mini-Produkt packst, das dein Kunde auch zwingend brauchen.

Zum Anderen macht es auch deshalb wenig Sinn, dein digitales Mini-Produkt inhaltlich zu überfrachten, weil du damit sehr schnell das eigentliche Ziel aus den Augen verlierst:

Dein Ziel ist es, Käufer mit deinem Tiny Offer von deiner Expertise zu überzeugen, damit sie im Anschluss deine anderen Angebote kaufen.

Das Ziel deiner Käufer ist es, eine Herausforderung zu lösen bzw. ein Ziel zu erreichen.

Sie erwarten also keinen Online-Kurs mit 26 Modulen, 90 Videos und 30 Workbooks. Sie erwarten eine Blaupause, mit der sie schnell in die Umsetzung kommen und die ihnen hilft, ihr Ziel zu erreichen.

Der Umfang deines Inhalts hängt also ganz entscheidend davon ab,

  • ob er geeignet ist, neugierig auf deine anderen Angebote zu machen
  • wie er aufgebaut ist und was im Anschluss daran der nächste Schritt sein könnte
  • wie anwenderfreundlich du alle Inhalte aufbereitest, so dass deine Kunden wirklich in die Umsetzung kommen, statt am Ende vor lauter To-Do´s die Lust zu verlieren

Und natürlich kannst du mit deinen Inhalten überraschen, gerne auch mehr liefern als versprochen. Du solltest aber bitte nicht den Anspruch haben, deine Käufer mit Wissen zu erschlagen und daher so viel wie möglich in dein digitales Mini-Produkt packen.

#6: Tiny Offer werden ausschließlich über Werbeanzeigen verkauft

Ja, es stimmt, der bekannteste Tiny Offer-Funnel ist der über Werbeanzeigen:

Du spielst deine Ads an kalten Traffic aus und bietest dein digitales Mini-Produkt direkt im ersten Schritt an.

Das heißt aber nicht, dass du dein Tiny Offer nur über Werbeanzeigen anbieten solltest. Im Gegenteil, dein Kennenlern-Angebot gehört natürlich auch auf deine Website, in deinen Newsletter und als Beiträge auf den sozialen Netzwerken.

Du kannst dein digitales Mini-Produkt auch launchen wie einen großen Kurs. Oder zum Ideen-Testen innerhalb deiner Community nutzen.

Und genau das würde ich dir auch empfehlen:
Setze nicht ausschließlich auf Werbeanzeigen, sondern verkaufe dein Tiny Offer auch aktiv an bestehende Kunde bzw. mache organisch darauf aufmerksam:

  • auf deiner Website
  • in deinem Shop
  • auf Instragram, Facebook und Co.
  • in Blogartikel
  • in Podcast-Episoden

In meinem begleiteten Online-Kurs „Tiny Offer – Big Efforts“ arbeiten wir innerhalb eines gesamten Moduls an dem Verkauf der digitale Mini-Produkte ausserhalb von Werbeanzeigen.

Denn letztendlich macht genau das auch deine Ads noch ein Stück weit profitabler.

Wenn du mehr über die Inhalte wissen oder mit mir und einer Gruppe anderer Frauen dein digitales Mini-Produkt entwickeln möchtest, dann setze dich jetzt unverbindlich auf die Warteliste und ich informiere dich, sobald sich die Türen wieder öffnen. Einen fetten Bonus gibt es auch noch! 🙂

#7: Tiny Offer eignen sich nur, wenn ich Vorlagen oder Templates anbiete

Hast du auch das Gefühl, du siehst nur noch Werbeanzeigen für Social Media-Templates und Content-Planer?

Dann siehst du die gleichen Anzeigen wie ich 🙂

Und ja, einige -nicht alle! – dieser Kits laufen sehr erfolgreich, heißt, sie verkaufen sich extrem gut.

Trotzdem bedeutet das nicht, dass nur Templates oder Vorlagen als Tiny Offer funktionieren.

Ich biete als Tiny Offer meinen „Website-Blizzard“ an, in dem die Käufer ihre strategische Website in nur 14 Tagen umsetzen können. Es gibt in diesem Mini-Kurs zwar Vorlagen für Start-, Angebots- und Über mich-Seite, sie machen aber nur einen ganz kleinen Teil aus.

Der weitaus größte Teil ist die Anleitung, wie man so eine Website aufsetzt. Ich liefere also einen ganz konkreten Fahrplan mit den einzelnen Schritten und einem Zeitplan, den es umzusetzen gilt.

Alleine im Mai 2021, kurz nach dem ich den Mini-Kurs entwickelt habe, konnte ich damit meine Emailliste mehr als verdoppeln:

Website Blizzard

Also, nein, ein digitales Mini-Produkt muss kein Template oder eine Vorlage sind.

Es muss inhaltlich so aufgebaut sein, dass es deine Käufer schnell und einfach an ihr Ziel bringt und sie ein echtes Ergebnis erhalten.

#8: Ich brauche ein riesiges Werbebudget, damit mein Tiny Offer funktioniert

Vor ein paar Tagen habe ich einen Instagram-Beitrag gelesen, in dem es hieß, man müsse mindestens 10.000€ organisch mit seinen Angeboten verdient haben, bevor es Sinn mache, in Werbeanzeigen zu investieren.

Und ganz ehrlich:

Diese Aussage ist komplett Bullshit.

Mir ist schon klar, dass die Erstellerin die Prozesse meinte, die hinter einem Verdienst von 10.000€ stehen. Denn ganz klar, die müssen in jedem Fall stehen. Und auch funktionieren.

Die beste Werbeanzeige bringt dir nichts, wenn dahinter nichts steht.

Sie sagte aber auch, dass man erstmal Tausende (!) von Euros nur für das Testen einkalkulieren muss.

Ganz klar, ich bin die Letzte, die behauptet, dass es einfach ist, profitable Ads zu schalten. Aber es ist nicht unmöglich und man muss dazu auch kein Millionär sein.

Was man allerdings tun sollte ist, sich damit auseinander zu setzen. Möglichkeiten zu finden, die auch mit kleinem Budget machbar sind.

Wenn du zum Beispiel nicht direkt an kalte Kontakte ausspielen möchtest, dann gehe den Umweg über Content. Du schaltest also zunächst Anzeigen auf deine Blogartikel oder deine Podcast-Episoden, die thematisch zu deinem digitalen Mini-Produkt passen. Und erstelle dann daraus Lookalikes, die du im zweiten Schritt ansprichst.

Grundsätzlich ist es aber natürlich schon so, dass viel Werbebudget auch bessere Ergebnisse erzielen kann.

Pauschal zu raten, erst ab mindestens 1.000 € Budget zu starten ist allerdings Bullshit.

In meinem Kurs, in dem das Thema profitable Werbeanzeigen aufsetzen ein komplettes Modul ist, empfehle ich mit mindestens 15€ am Tag zu starten. Das  kannst du dann im Laufe der Zeit sukzessive raufsetzen.

Wenn du deine Ausgaben selbst überprüfen möchtest, findest du hier einen Anzeigen-Rechner von Meta für Werbeanzeigen auf Facebook und Instagram.

#9: Eine Live-Veranstaltung für schmales Geld ist auch ein Tiny Offer

Das sehe ich tatsächlich gerade häufiger:

Workshops, Festivals oder Summits, die als digitale Mini-Produkte für kleines Geld angeboten werden.

Und das funktioniert aus gleich zwei Gründen nicht:

Einmal ist es nicht der Sinn eines Tiny Offers präsent zu sein. Im Gegenteil, du entwickelst ganz gezielt ein Angebot, bei dem du nicht anwesend sein musst und das deine Käufer alleine bearbeiten können. Gerade deshalb sind sie ja auch unter anderem so günstig.

Diese Werbeanzeigen sind aber auch noch aus einem anderen Grund vermutlich nicht profitabel, heißt, keiner meldet sich an, weil es hier ein anderes Commitment braucht als bei Kursen, Workbooks oder Checklisten.

Während ich als Käufer bei diesen Produkten entscheiden kann, wann ich die Inhalte bearbeite, muss ich bei Live-Veranstaltungen an einem bestimmten Zeitpunkt verfügbar sein.

Es ist grundsätzlich schon schwieriger, kalten Traffic per Werbeanzeige convertieren zu lassen. Noch schwieriger wird es aber, wenn dahinter ein zeitkritischer Faktor steht. Denn dabei müssen sich die Käufer ganz bewusst entscheiden. Und dann auch noch den Termin im Kalender blocken.

Du weißt vielleicht aus eigener Erfahrung, wie schwer das aktuell mit einer Planung funktioniert. Im Zweifelsfall entscheide ich mich also gegen das Angebot.

Und falls du jetzt argumentierst, es gäbe ja meistens eine Aufzeichung:

Ja, das stimmt. Aber ganz ehrlich? Ich kaufe sehr selten ein Ticket für eine Veranstaltung, wenn ich vorher schon weiß, dass ich da nicht kann. Und nur, um mir im Nachhinein eine Aufzeichnung anzusehen nehme ich auch eher selten Geld in die Hand.

 

#10: Einmal erstellt läuft mein Tiny Offer auf Autopilot

Weiter oben hatte ich bereits darüber geschrieben, dass allein das digitale Mini-Produkt in den meisten Fällen nicht profitabel ist.

Die Refinanzierung deiner Werbeanzeigen oder sogar deine zusätzlichen Einnahmen ziehst du aus dem Funnel, der dahinter steht.

Du bietest also entweder direkt im Kaufprozess ein Upsell an oder gehst über Follow up-Mails und verkaufst im Anschluss daran dein höherpreisiges Angebot.

Das ist ein Prozess, den du nicht direkt aus dem Stand heraus aufsetzen wirst.

Es wird viel eher so sein, dass du dein Tiny Offer selber, aber auch den Funnel dahinter regelmäßig überprüfst und anpasst, denn

  • deine Anzeigen werden nicht konstant und über einen längeren Zeitraum gut laufen
  • gleichartige Produkte kommen auf den Markt und konkurrieren mit deinem
  • die Bedürfnisse deiner Kunden verändern sich

Es macht also keinen Sinn, und das gilt für alle deine Angebote, einmal etwas zu entwickeln und dann davon auszugehen, dass es bis in alle Ewigkeit läuft.

Ein Tiny Offer kann dir deine Werbeanzeigen automatisiert refinanzieren. Es kann auch deine Einnahmen ein Stück weit planbarer machen, wenn du es schaffst, zusätzliche Einnahmen zu generieren.

Das alles passiert aber nur, wenn es ganz nah dran ist am Markt. Wenn es sich anpassen kann und wenn es regelmäßig auf dem Prüfstand steht.

Die 10 größten Mythen über Tiny Offer

Das waren sie also, die 10 größten Mythen über Tiny Offer, die ich immer wieder höre. Und ganz sicher ist dir der ein oder andere auch schon über den Weg gelaufen.

Digitale Mini-Produkte stehen noch ganz am Anfang und sie haben die beste Zeit noch vor sich. Ich glaube fest daran, dass wir zukünftig noch weniger kostenlos, also als Freebies, anbieten und stattdessen ganz gezielt auf Tiny Offer setzen sollten. Weil sie sowohl für uns als Anbieter*innen als auch für die Käufer so viel mehr Vorteile bieten:

  • Trotz steigenden Werbekosten refinanzieren sich deine Anzeigen und du setzt weniger Budget für bessere Ergebnisse ein
  • wertvolle Kontakte qualifizieren und über einen längeren Zeitraum & mit mehreren Produkten begleiten
  • mit einer hochwertigen Emailliste arbeiten, statt Mitbewerber und Freebie-Jägern eine Plattform zu bieten
Kanntest du denn nun mindestens einen dieser 10 Mythen über Tiny Offer schon?

Verrate mir gerne in den Kommentaren, welcher das war, ich bin gespannt! 🙂

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