Als Unternehmerin Haltung zeigen

Warum ich als Unternehmerin Haltung zeigen kann und trotzdem nicht damit hausieren gehen muss

Muss ich als Unternehmerin Haltung zeigen? Und wenn ja, gilt das nur für Business-Themen? Wie dürfen – oder vielmehr müssen – wir dann mit politischen Themen umgehen? Und überhaupt, wie entscheidend ist Haltung zeigen, wenn wir über authentisches Marketing sprechen?

Wie kritisch ich die Erwartungshaltung anderer bei diesem Thema betrachte und worin ich als Unternehmerin meine eigentliche Verantwortung sehe, liest du in diesem Artikel.

Inhalt

Erwartungshaltung

Vor ein paar Tagen habe ich in einem Newsletter einen sehr deutlichen Vorwurf in die Richtung aller Marketer gelesen:

Im Kern ging es darum, dass die Verfasserin kein Verständnis für die Großen des Online-Businesses hat, die aktuell angesichts des Ukraine-Konflikts gar keine oder nur eine sehr schwammige Position beziehen.

Und auch wenn ich persönlich nicht zu den ganz Großen dieser Branche gehöre, fühle ich mich angesprochen. Bin ich doch selbst angesichts der Tragödie, die sich nur zwei Flugstunden von hier gerade ereignet, sehr still. Zumindest hat das nach außen den Anschein, wenn man es an meinen Social Media-Aktivitäten bemessen will.

Ich bin ganz ehrlich, dieser Vorwurf triggert mich in irgendeiner Weise. Warum konnte ich beim ersten Lesen gar nicht so genau sagen. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir:

Ich bin hier mit einer Erwartungshaltung konfrontiert, der ich nicht gerecht werden will. 

Und ich finde es anmaßend, anderen vorschreiben zu wollen, wie sie denn in bestimmten Dingen zu reagieren haben. Oder eben auch nicht.

Öffentlich (!) keine Haltung zu zeigen ist nicht gleichbedeutend mit „ist mir egal“ oder „ich habe keine Meinung dazu“. Als Unternehmerin  Haltung zeigen kann ich auch dann, wenn ich nicht damit hausieren gehen. Und wenn doch, dann mache ich das, weil ich es möchte, nicht, weil es von mir erwartet wird.

Verantwortung

Trotzdem bin ich mir natürlich bewusst, dass gerade wir Unternehmer*innen eine gesellschaftliche Verantwortung haben. Wir sprechen gerade viel über den Impact, den wir mit unserem Business leisten möchten. Für den einen ist es ein soziales Projekt vor Ort, das er unterstützt, ein anderer fliegt regelmäßig nach Kapstadt und baut aktiv an einer Schule mit.

Soziale Projekte zu unterstützen, sobald die Möglichkeiten dazu gegeben sind, gehört für mich genauso zu einer Selbstständigkeit, wie das Buchen von Belegen. Einfach auch deshalb, weil wir als Selbstständige vielfach bessere Voraussetzungen haben, um wirklich wirkungsvoll zu unterstützen.

Aber auch, wenn es für mich selbstverständlich ist, einen Teil meines Erfolgs an diejenigen weiterzugeben, denen es nicht so gut geht, wird daraus keine allgemeingültige Verpflichtung.

Anders sieht es mit der moralischen Verpflichtung aus, die aber nicht nur für Unternehmer*innen gilt: Jeder, egal wo und egal wie privilegiert, hat meiner Meinung nach die moralische Verpflichtung Gutes zu tun, andere zu unterstützen und am Ende damit auch ein Stück weit das Umfeld besser zu machen.

Und ich nenne hier ganz bewusst nicht den Terminus „die Welt retten“. Einmal, weil es doch sehr pathetisch klingt. Aber auch, weil wir das nur gemeinsam schaffen. 

Business as usual

Noch etwas stört mich gerade in der allgemeinen Diskussion rund um Haltung zeigen oder Stellung beziehen:

Die Frage, ob Business as usual gerade angesichts des Krieges überhaupt möglich ist.

Und da bin ich ehrlich, in den ersten Tagen des Ukraine-Konflikts war es das für mich nicht.

Seitdem ich selbst Mama bin, fällt es mir extrem schwer, Kinder in Konflikt-Situationen zu sehen. Und das betrifft nicht nur Bilder aus Krisen- oder sogar Kriegsgebieten, auch die Tatsache, dass gerade Dritte-Welt-Länder nur sehr eingeschränkt Zugang zu Impfstoffen haben, beschäftigt mich über die Maßen.

Und man muss auch nicht unbedingt so weit entfernt schauen, allein in Deutschland leben etwa 1,5 Millionen Kinder von Hartz4-Leistungen. Wohlgemerkt, in einem Land, in dem aktuell darüber gestritten wird, ob 600 Millionen für den Klimaschutz wirklich notwendig sind.

Es gibt also auch außerhalb des aktuellen Kriegs-Geschehen in der Ukraine jede Menge Zündstoff, über den wir dringend reden müssten.

Ich möchte an dieser Stelle auch nicht relativieren oder sogar bewerten, was schlimmer ist oder welchen Themen wir uns dauerhaft widmen müssen.

Was aber zu beobachten ist, die Relevanz der Tragödien, unabhängig davon, wie schlimm sie sind und wo sie stattfinden, nimmt mit der Zeit ab. Heißt, während das Thema eine Zeit lang sehr präsent ist, geht es nach Wochen im allgemeinen Alltag wieder unter und wird nur noch am Rande wahrgenommen.

Traurig, aber war: Das ist normal, auch wenn es eigentlich anders sein müsste.

Wenn ich also jetzt angesichts des Ukraine-Konflikts beschließe, mein Business auf Eis zu legen, müsste ich das dann nicht auch konsequenterweise machen, wenn in Aleppo Nagelbomben fallen oder in Erithrea tausende Kinder auf der Flucht sind?

Und genau das ist mein Konflikt gerade:

Die Situation ist schlimm, es fällt mir schwer einen Newsletter mit meinem neuen Angebot rauszuschicken, kann es mir aber gleichzeitig eigentlich nicht leisten, bei jeder ähnlichen Situation genauso zu handeln.

Du siehst, hier gibt es kein richtig oder falsch. Wenn du für dich beschließt, dein Business aktuell ruhiger anzugehen, den Launch oder das Bootcamp abzusagen, dann ist das okay.

Genauso okay ist es, wenn du genau das nicht tust. Denn wenn wir ehrlich sind, wir können „normal“ weitermachen und trotzdem eine Haltung haben. Und die dann auch kommunizieren.

Wir können uns engagieren, selber spenden oder Spenden sammeln, demonstrieren und Menschen unterstützen, während wir weiterarbeiten.

Und wir dürfen entscheiden, wie wir es machen. Ohne, dass es dafür Kritik hagelt oder andere sich getriggert fühlen.

Meine Verantwortung als Unternehmerin

Als Unternehmerin sehe ich meine Verantwortung auch ganz klar darin, andere zu unterstützen, sobald dies möglich ist. Und damit meine ich sowohl Unterstützung im Business-Kontext als auch bei generellen Themen.

Im letzten Durchlauf meines begleiteten Online-Kurses „Tiny Offer – Big Efforts“ habe ich zum Beispiel eine Art Stipendium an eine Teilnehmerin vergeben. Diese Entscheidung erfolgte damals sehr spontan und ohne dass ich lange drüber nachgedacht hätte.

Für die Zukunft kann ich mir sehr gut vorstellen, dies in gleicher oder ähnlicher Form weiterzuführen.

Im privaten Bereich engagiere ich mich schon seit Jahren ehrenamtlich. Auch das eine Sache, die mich auf die verschiedensten Arten geprägt hat und die ich definitiv nicht missen möchte.

Und auch, wenn ich damit nicht hausieren gehen, unterstütze ich ebenfalls seit Jahren soziale oder karitative Einrichtungen bei ihrer Arbeit. Entweder finanziell durch Spenden oder auch physisch durch aktive Mitarbeit.

Das ist mir wichtig. Auch weil ich weiß, dass ich – wie viele andere – in einer priviligierten Situation lebe. Und weil ich es als meine Pflicht ansehe, einen Teil meines Erfolgs aus meiner Selbstständigkeit weiterzugeben.

Genau darin liegt meine Verantwortung als Unternehmerin. Sie liegt nicht darin, anderen zu beweisen, dass ich mich engagiere. Sie liegt darin, etwas zu tun. Etwas zu bewegen. Auch, wenn es nur eine Kleinigkeit ist, denn jede Aktion hilft.

Als Unternehmerin Haltung zeigen

Vielleicht fragst du dich gerade, was genau das mit dem Thema Haltung zeigen zu tun hat?

Haltung muss nicht immer eine bestimmte Meinung sein, die man öffentlich in den Raum wirft. Haltung kann auch sein, sich zu engagieren und zu zeigen, dass man bestimmte Situationen nicht einfach hinnimmt.

Natürlich beziehe ich bei vielen Themen eindeutig öffentlich Stellung. Ein Thema sind zum Beispiel Fake-Coaches und Kerzen im Fenster, die Selbstständigen dabei helfen, ihre Ziele zu erreichen. Du weißt schon, manifestieren und Generator sein und so weiter … 🙂

Und natürlich ist mir auch bewusst, dass manche meiner Aussagen krumm genommen werden. Aber genau das gehört für mich eben auch zum Thema authentisches Marketing:

Dinge anzusprechen, die schief laufen.

Dinge beim Namen zu nennen, um darauf aufmerksam zu machen.

Aber es ist einfach, den Finger in die Wunde zu legen und dann keine Alternativen zu präsentieren. Und genau hier treffen sich beide Dinge:

Das Engagement im sozialen oder karitativen Bereich und das Haltung zeigen.

Mir liegt nichts daran, nur auf Missstände hinzuweisen. Mir ist es mindestens genauso wichtig, eine Alternative aufzuzeigen.

Für den Bereich Business ist das für mich die Alternative, durch Content, wie hier im Blog oder auch im Podcast, darauf aufmerksam zu machen. Kund*innen zu zeigen, wie etwas besser oder leichter funktionieren könnte. Oder eben auch offen anzusprechen, wenn was schief läuft.

Im privaten Bereich ist es mein Enagement. 

Was du in der aktuellen Situation tun kannst

Wenn du in der aktuellen Situation als Unternehmerin Haltung zeigen und etwas Gutes tun möchtest, habe ich hier noch einige Anregungen für dich:

  • Geldspenden

Die beste Unterstützung aktuell sind Geldspenden an gemeinnützige Organisationen, die davon dringend benötigte Dinge kaufen und zur Verfügung stellen.

Aktion Deutschland hilft

Uno Flüchtlingshilfe

Ärzte ohne Grenzen

  • Sachspenden

Wenn du Kleidung, Dinge des täglichen Bedarfs oder Lebensmittel spenden möchtest, suche dir eine Organisation aus, die sowohl vertrauenswürdig ist als auch den nötigen Background hat, die Spenden vor Ort zu verteilen. Die vielen ehrenamtlich organisierten Transporte sind eine gut gemeinte Sache, helfen aber nicht, wenn sie aufgrund von Einreisebeschränkungen oder fehlenden Kontaktpersonen nicht beim Empfänger ankommen.

Auf dieser Seite findest du Organisationen nach Bundesländern sortiert:

NDR Spendenratgeber

Und noch ein Impuls für dich:

Es ist nicht wichtig, wie viel du spendest oder ehrenamtlich machst. Wichtig ist, dass du unterstützt. Und das im Rahmen deiner Möglichkeiten. Jeder Schritt ist ein Schritt zum Ziel!

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Wie kritisch ich die Erwartungshaltung anderer bei diesem Thema betrachte und worin ich als Unternehmerin meine eigentliche Verantwortung sehe, liest du in diesem Artikel.

Inhalt

Erwartungshaltung

Vor ein paar Tagen habe ich in einem Newsletter einen sehr deutlichen Vorwurf in die Richtung aller Marketer gelesen:

Im Kern ging es darum, dass die Verfasserin kein Verständnis für die Großen des Online-Businesses hat, die aktuell angesichts des Ukraine-Konflikts gar keine oder nur eine sehr schwammige Position beziehen.

Und auch wenn ich persönlich nicht zu den ganz Großen dieser Branche gehöre, fühle ich mich angesprochen. Bin ich doch selbst angesichts der Tragödie, die sich nur zwei Flugstunden von hier gerade ereignet, sehr still. Zumindest hat das nach außen den Anschein, wenn man es an meinen Social Media-Aktivitäten bemessen will.

Ich bin ganz ehrlich, dieser Vorwurf triggert mich in irgendeiner Weise. Warum konnte ich beim ersten Lesen gar nicht so genau sagen. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir:

Ich bin hier mit einer Erwartungshaltung konfrontiert, der ich nicht gerecht werden will. 

Und ich finde es anmaßend, anderen vorschreiben zu wollen, wie sie denn in bestimmten Dingen zu reagieren haben. Oder eben auch nicht.

Öffentlich (!) keine Haltung zu zeigen ist nicht gleichbedeutend mit „ist mir egal“ oder „ich habe keine Meinung dazu“. Als Unternehmerin  Haltung zeigen kann ich auch dann, wenn ich nicht damit hausieren gehen. Und wenn doch, dann mache ich das, weil ich es möchte, nicht, weil es von mir erwartet wird.

Verantwortung

Trotzdem bin ich mir natürlich bewusst, dass gerade wir Unternehmer*innen eine gesellschaftliche Verantwortung haben. Wir sprechen gerade viel über den Impact, den wir mit unserem Business leisten möchten. Für den einen ist es ein soziales Projekt vor Ort, das er unterstützt, ein anderer fliegt regelmäßig nach Kapstadt und baut aktiv an einer Schule mit.

Soziale Projekte zu unterstützen, sobald die Möglichkeiten dazu gegeben sind, gehört für mich genauso zu einer Selbstständigkeit, wie das Buchen von Belegen. Einfach auch deshalb, weil wir als Selbstständige vielfach bessere Voraussetzungen haben, um wirklich wirkungsvoll zu unterstützen.

Aber auch, wenn es für mich selbstverständlich ist, einen Teil meines Erfolgs an diejenigen weiterzugeben, denen es nicht so gut geht, wird daraus keine allgemeingültige Verpflichtung.

Anders sieht es mit der moralischen Verpflichtung aus, die aber nicht nur für Unternehmer*innen gilt: Jeder, egal wo und egal wie privilegiert, hat meiner Meinung nach die moralische Verpflichtung Gutes zu tun, andere zu unterstützen und am Ende damit auch ein Stück weit das Umfeld besser zu machen.

Und ich nenne hier ganz bewusst nicht den Terminus „die Welt retten“. Einmal, weil es doch sehr pathetisch klingt. Aber auch, weil wir das nur gemeinsam schaffen. 

Business as usual

Noch etwas stört mich gerade in der allgemeinen Diskussion rund um Haltung zeigen oder Stellung beziehen:

Die Frage, ob Business as usual gerade angesichts des Krieges überhaupt möglich ist.

Und da bin ich ehrlich, in den ersten Tagen des Ukraine-Konflikts war es das für mich nicht.

Seitdem ich selbst Mama bin, fällt es mir extrem schwer, Kinder in Konflikt-Situationen zu sehen. Und das betrifft nicht nur Bilder aus Krisen- oder sogar Kriegsgebieten, auch die Tatsache, dass gerade Dritte-Welt-Länder nur sehr eingeschränkt Zugang zu Impfstoffen haben, beschäftigt mich über die Maßen.

Und man muss auch nicht unbedingt so weit entfernt schauen, allein in Deutschland leben etwa 1,5 Millionen Kinder von Hartz4-Leistungen. Wohlgemerkt, in einem Land, in dem aktuell darüber gestritten wird, ob 600 Millionen für den Klimaschutz wirklich notwendig sind.

Es gibt also auch außerhalb des aktuellen Kriegs-Geschehen in der Ukraine jede Menge Zündstoff, über den wir dringend reden müssten.

Ich möchte an dieser Stelle auch nicht relativieren oder sogar bewerten, was schlimmer ist oder welchen Themen wir uns dauerhaft widmen müssen.

Was aber zu beobachten ist, die Relevanz der Tragödien, unabhängig davon, wie schlimm sie sind und wo sie stattfinden, nimmt mit der Zeit ab. Heißt, während das Thema eine Zeit lang sehr präsent ist, geht es nach Wochen im allgemeinen Alltag wieder unter und wird nur noch am Rande wahrgenommen.

Traurig, aber war: Das ist normal, auch wenn es eigentlich anders sein müsste.

Wenn ich also jetzt angesichts des Ukraine-Konflikts beschließe, mein Business auf Eis zu legen, müsste ich das dann nicht auch konsequenterweise machen, wenn in Aleppo Nagelbomben fallen oder in Erithrea tausende Kinder auf der Flucht sind?

Und genau das ist mein Konflikt gerade:

Die Situation ist schlimm, es fällt mir schwer einen Newsletter mit meinem neuen Angebot rauszuschicken, kann es mir aber gleichzeitig eigentlich nicht leisten, bei jeder ähnlichen Situation genauso zu handeln.

Du siehst, hier gibt es kein richtig oder falsch. Wenn du für dich beschließt, dein Business aktuell ruhiger anzugehen, den Launch oder das Bootcamp abzusagen, dann ist das okay.

Genauso okay ist es, wenn du genau das nicht tust. Denn wenn wir ehrlich sind, wir können „normal“ weitermachen und trotzdem eine Haltung haben. Und die dann auch kommunizieren.

Wir können uns engagieren, selber spenden oder Spenden sammeln, demonstrieren und Menschen unterstützen, während wir weiterarbeiten.

Und wir dürfen entscheiden, wie wir es machen. Ohne, dass es dafür Kritik hagelt oder andere sich getriggert fühlen.

Meine Verantwortung als Unternehmerin

Als Unternehmerin sehe ich meine Verantwortung auch ganz klar darin, andere zu unterstützen, sobald dies möglich ist. Und damit meine ich sowohl Unterstützung im Business-Kontext als auch bei generellen Themen.

Im letzten Durchlauf meines begleiteten Online-Kurses „Tiny Offer – Big Efforts“ habe ich zum Beispiel eine Art Stipendium an eine Teilnehmerin vergeben. Diese Entscheidung erfolgte damals sehr spontan und ohne dass ich lange drüber nachgedacht hätte.

Für die Zukunft kann ich mir sehr gut vorstellen, dies in gleicher oder ähnlicher Form weiterzuführen.

Im privaten Bereich engagiere ich mich schon seit Jahren ehrenamtlich. Auch das eine Sache, die mich auf die verschiedensten Arten geprägt hat und die ich definitiv nicht missen möchte.

Und auch, wenn ich damit nicht hausieren gehen, unterstütze ich ebenfalls seit Jahren soziale oder karitative Einrichtungen bei ihrer Arbeit. Entweder finanziell durch Spenden oder auch physisch durch aktive Mitarbeit.

Das ist mir wichtig. Auch weil ich weiß, dass ich – wie viele andere – in einer priviligierten Situation lebe. Und weil ich es als meine Pflicht ansehe, einen Teil meines Erfolgs aus meiner Selbstständigkeit weiterzugeben.

Genau darin liegt meine Verantwortung als Unternehmerin. Sie liegt nicht darin, anderen zu beweisen, dass ich mich engagiere. Sie liegt darin, etwas zu tun. Etwas zu bewegen. Auch, wenn es nur eine Kleinigkeit ist, denn jede Aktion hilft.

Als Unternehmerin Haltung zeigen

Vielleicht fragst du dich gerade, was genau das mit dem Thema Haltung zeigen zu tun hat?

Haltung muss nicht immer eine bestimmte Meinung sein, die man öffentlich in den Raum wirft. Haltung kann auch sein, sich zu engagieren und zu zeigen, dass man bestimmte Situationen nicht einfach hinnimmt.

Natürlich beziehe ich bei vielen Themen eindeutig öffentlich Stellung. Ein Thema sind zum Beispiel Fake-Coaches und Kerzen im Fenster, die Selbstständigen dabei helfen, ihre Ziele zu erreichen. Du weißt schon, manifestieren und Generator sein und so weiter … 🙂

Und natürlich ist mir auch bewusst, dass manche meiner Aussagen krumm genommen werden. Aber genau das gehört für mich eben auch zum Thema authentisches Marketing:

Dinge anzusprechen, die schief laufen.

Dinge beim Namen zu nennen, um darauf aufmerksam zu machen.

Aber es ist einfach, den Finger in die Wunde zu legen und dann keine Alternativen zu präsentieren. Und genau hier treffen sich beide Dinge:

Das Engagement im sozialen oder karitativen Bereich und das Haltung zeigen.

Mir liegt nichts daran, nur auf Missstände hinzuweisen. Mir ist es mindestens genauso wichtig, eine Alternative aufzuzeigen.

Für den Bereich Business ist das für mich die Alternative, durch Content, wie hier im Blog oder auch im Podcast, darauf aufmerksam zu machen. Kund*innen zu zeigen, wie etwas besser oder leichter funktionieren könnte. Oder eben auch offen anzusprechen, wenn was schief läuft.

Im privaten Bereich ist es mein Enagement. 

Was du in der aktuellen Situation tun kannst

Wenn du in der aktuellen Situation als Unternehmerin Haltung zeigen und etwas Gutes tun möchtest, habe ich hier noch einige Anregungen für dich:

  • Geldspenden

Die beste Unterstützung aktuell sind Geldspenden an gemeinnützige Organisationen, die davon dringend benötigte Dinge kaufen und zur Verfügung stellen.

Aktion Deutschland hilft

Uno Flüchtlingshilfe

Ärzte ohne Grenzen

  • Sachspenden

Wenn du Kleidung, Dinge des täglichen Bedarfs oder Lebensmittel spenden möchtest, suche dir eine Organisation aus, die sowohl vertrauenswürdig ist als auch den nötigen Background hat, die Spenden vor Ort zu verteilen. Die vielen ehrenamtlich organisierten Transporte sind eine gut gemeinte Sache, helfen aber nicht, wenn sie aufgrund von Einreisebeschränkungen oder fehlenden Kontaktpersonen nicht beim Empfänger ankommen.

Auf dieser Seite findest du Organisationen nach Bundesländern sortiert:

NDR Spendenratgeber

Und noch ein Impuls für dich:

Es ist nicht wichtig, wie viel du spendest oder ehrenamtlich machst. Wichtig ist, dass du unterstützt. Und das im Rahmen deiner Möglichkeiten. Jeder Schritt ist ein Schritt zum Ziel!

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