authentische Sichtbarkeit

Authentisch sichtbar: Der ultimative Guide für dein Wohlfühl-Business

Authentisch sichtbar sein ist das Ziel vieler Solo-Selbstständiger. Aber was genau ist denn jetzt diese Authentizität? Und wie bekommst du sie in dein Business? In meinem Blogartikel kläre ich für dich, ob dein Wohlfühl-Business ein Wunschgedanke ist und wie du mehr von deiner Persönlichkeit nach außen trägst.

Inhalt

Was genau bedeutet authentisch sichtbar sein?

Vor ein paar Tagen hatte ich ein interessantes Gespräch mit einer potentiellen Kundin, die sich über eine Zusammenarbeit mit mir informieren wollte.

Auf meine Frage, was denn das Ziel wäre, das sie gerne erreichen möchte antwortete sie: Ich möchte endlich authentisch sichtbar sein.

Natürlich ist das ein großartiges Ziel, die Art, wie sie es sagte, zeigte aber deutlich:

„Ich habe genug von dem, was alle sagen.“

Oder:

„Für mich funktionieren manche Dinge einfach nicht.“

Oder der Klassiker:

„Es gibt so viele andere, die in meinem Thema unterwegs sind. Ich möchte endlich das kommunizieren, was gerade mich ausmacht.“

Das sind ziemlich verschiedene Ansätze und genau da liegt das Problem vieler Selbstständigen:

Authentisch sichtbar sein ist nicht nur auf einen Bereich anwendbar. Es ist auch kein Prozess, den man startet und dann läuft alles von alleine. Und vor allem gibt es keine Formel, die man anwendet und die sofort funktioniert. 

Authentische Sichtbarkeit ist so individuell wie jeder Einzelne von uns. Aber dennoch gibt es bestimmte Dinge, auf denen man aufbauen kann. Und auch, wenn es so ziemlich jeden Bereich in deiner Selbstständigkeit berührt, deine Kommunikation und deine Sprache bilden eine Art Sonderrolle.

Sie sind quasi der Motor deiner Authentizität, mit deinen Formaten und Inhalten kannst du genau das transportieren, was dich ausmacht. Und deine Kommunikation ist Teil deines einzigartigen Brandings. Etwas, das vielfach unterschätzt wird, wenn wir immer nur in Logos und Markenfarben denken. Branding ohne einzigartige Stimme funktioniert nicht. Und genau deshalb fängt genau dort auch der Prozess deiner authentischen Sichtbarkeit an.

Was gehört noch zu einer authentischen Sichtbarkeit?

Authentisch sichtbar sein heißt aber natürlich noch viel mehr. Ein für mich ganz besonderer Punkt ist das Thema „Wohlfühlen“.

Als ich mich Ende 2019 selbstständig gemacht habe, stand für mich vor allem eins im Vordergrund: 

Ich möchte selbstbestimmt und unabhängig ein Business führen, in dem ich mich aus- und meine Werte leben kann. Ich wollte also nicht einen vorbestimmten, sondern meinen Weg gehen. Und auch nicht in den Fußstapfen anderer laufen, stattdessen meinen individuellen Fußabdruck setzen.

Vielleicht klingt das jetzt pathetisch, aber mir war von Anfang an klar, dass viele Dinge, die allgemein immer als Musthave oder der Prozess schlechthin bezeichnet werden, für mich nicht funktionieren. Und dass ich mich nicht mit etwas wohlfühlen werde, hinter dem ich nicht stehe.

Versteh mich nicht falsch, wenn Dinge für dich und dein Business funktionieren ist das wunderbar. Und dann darfst du es natürlich auch genauso umsetzen. Aber es gibt  – sowohl on- als auch offline – so viel mehr als schwarz und weiß.

Und wenn wir dann beim Personal Branding bleiben, ist genau das auch ein Teil deiner Einzigartigkeit, das, was dich von anderen unterscheidet.

Wohlfühlen findet aber nicht nur in Prozessen statt, es ist letztendlich auch eine Entscheidung, die wir bewusst unter anderem im Umgang miteinander treffen.

Vielleicht kennst du das, du triffst jemanden und weißt sofort, ihr seid auf einer Wellenlänge. In deiner Selbstständigkeit ist das ähnlich. Es gibt Kunden, mit denen du gerne zusammenarbeitest, weil es einfach passt. Und manchmal eben auch nicht.

Ich spreche übrigens bewusst nicht über einen Wunschkunden, weil es den meiner Meinung nach nicht gibt. Wunsch impliziert nämlich, dass ich nur ganz fest an etwas glauben muss und genau das tritt dann ein.

Ein Kunde, mit dem ich gerne zusammenarbeite ist aber keine Torte, die ich mir aus meinen Wunschzutaten backen kann. Er ist ein Ergebnis aus vielen anderen Dingen. Wenn du mehr über meine Definition eines idealen Kunden lesen möchtest, schau gerne mal hier rein: „Mythos Wunschkunden – Warum dir backen beim Zielgruppe definieren nicht hilft“

Und wenn wir schon beim Wohlfühlen sind, trifft das natürlich genauso auch auf Formate und Plattformen zu.

Ich würde keinen Blog schreiben, weil alle anderen das auch machen und damit erfolgreich sind. Ich schreibe, weil es mir Spaß macht. Und weil ich überzeugt davon bin, dass ein Blog – neben der eigentlichen Webseite – die Heimat meiner Expertise ist.

Authentisch sichtbar sein ist also eine bewusste Entscheidung für oder gegen etwas. Aus Überzeugung und weil es sich richtig anfühlt.

Authentisch sichtbar

Die Eckpfeiler deiner authentischen Sichtbarkeit

Lass uns die einzelnen Bestandteile noch einmal aufschlüsseln:

Individualität

Authentische Sichtbarkeit setzt auf Individualität. Prozesse, Abläufe und Routine unterliegen den Besonderheiten, die du festlegst.

Einzigartikeit

Authentisch sichtbar sein heißt, Dinge anders zu denken, vermeintliche Gesetzmäßigkeiten kritisch zu hinterfragen und einen Weg zu finden, mit dem du dich wohlfühlst.

Unverwechselbarkeit

Du unterscheidest dich damit eindeutig von anderen und machst dich und dein Business unverwechselbar.

Für deine authentische Sichtbarkeit heißt das konkret,

  1. Wege zu finden, deine Werte und Überzeugungen auf die richtige Art und Weise zu kommunizieren.
  2. Eine Plattform für deine Inhalte auszusuchen, die dir entspricht.
  3. Formate zu etablieren, mit denen du dich wohlfühlst.

Gehen wir der Einfachheit halber davon aus, wir fangen komplett bei Null an. Mit diesen Fragen kannst du den Startpunkt deiner Sichtbarkeits-Strategie festlegen:

Werte und Visionen

Was sind die Dinge, die mir ganz besonders wichtig in meinem Business sind?

Welche Werte möchte ich in der Arbeit mit meinen Kunden leben und vemitteln?

Welche Vision treibt mein Handeln an und wie erreiche ich dieses Ziel?

 

Wenn du als Solo-Unternehmer*in unterwegs bist, egal ob als Coach, Dienstleister*in oder Kreative*r, bist du die Marke hinter deiner Selbstständigkeit. Deine Werte und Visionen sind daher auch immer ein essenzieller Teil deiner Selbstständigkeit. „Menschen kaufen von Menschen“ ist nicht nur ein platter Spruch, er ist vielmehr auch Ausdruck dafür, warum jemand bei dir kauft.

Gerade im Online-Business ist es für Kunden gar nicht so leicht, sich für das passende Angebot zu entscheiden. Anders als im stationären Handel besteht online eben nicht die Möglichkeit, Dinge anzufassen, sich von seinen Eigenschaften überzeugen zu lassen oder im Gespräch offene Fragen direkt zu klären.

Die Voraussetzungen zur Kaufentscheidung sind also generell andere. Gerade wenn du als Coach, Dienstleister*in oder Kreative*r unterwegs bist, musst du eindeutig kommunizieren und dich als Personenmarke deutlich von anderen unterscheiden.

In meinem gratis Mini-Kurs/Challenge arbeiten wir 5 Tage lang an deinem authentischen Markenkern, dem Fundament deiner Selbstständigkeit. Auch hierbei spielen Werte und Visionen eine wichtige Rolle. Entstanden ist dieser Kurs aus den Feedbacks meiner Coaching, in der immer wieder die Hürde „authentische Sprache“ und „Markenkern“ genannt wurden.

Wenn auch du auf die Suche nach deiner Business-DNA gehen möchtest und dir daraus das Fundament bauen willst, auf dem du deine authentische Kommunikation aufbaust, melde dich gerne.

An insgesamt 5 Tagen erhältst du direkt nach deiner kostenlosen Registrierung eine Email mit den jeweiligen Tagesaufgaben und das Workbook.

Plattformen

Wo möchte ich meinen Content veröffentlichen?

Welche Plattform entspricht mir dabei am ehesten?

Wo erreiche ich die Kunden, mit denen ich zusammenarbeiten möchte am besten?

Instagram,  Facebook oder Pinterest ? Oder doch lieber Webseite und Blog?

Die Möglichkeiten, deine Expertise zu zeigen sind vielfältig. Und natürlich spielt dabei auch immer deine Zielgruppe eine wichtige Rolle. 

Dennoch ist es mindestens genauso wichtig, wie wohl du dich mit den verschiedenen Plattformen fühlst. Viele Selbstständige lassen sich hier vor allem von dem leiten, was andere empfehlen. Und merken dann, dass alles irgendwie nicht zusammenpasst, sich nicht stimmig anfühlt und einfach nur anstrengend ist.

Nutzer merken sehr schnell, ob jemand hinter dem steht, was er tut. Konzentriere dich daher besser von Anfang an auf wenige Plattformen, bespiele diese aber regelmäßigen mit den passenden Formaten.

Fornate

Welche Formate passen zu mir und der gewählten Plattform?

Mit welchen Formaten  kann ich meine Inhalte bestmöglich transportieren?

Womit fühle ich mich wohl bzw. welche Formate fallen generell aus?

Bei den Formaten ist es ähnlich wie bei den Plattformen. Auch hier solltest du dich auf diejenigen konzentrieren, die zu dir passen. Und du musst auch nicht unbedingt jeden neuen Trend mitmachen. Authentizität heißt ja, dass du individuell für dich entscheiden darfst.

Ich zum Beispiel finde es erfrischend zu lesen, wenn andere Selbstständige mal nicht mit dem Trend gehen oder ehrlich kommunizieren, warum sie dieses oder jenes eben gerade nicht machen.

Letztendlich sind wir alle Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Motivationen und auch Baustellen. Eine transparente Kommunikation macht dich dabei auch nahbarer, persönlicher.

 

Voraussetzungen für deine authentische Sichtbarkeit

Während die Eckpfeiler eher genereller Natur sind, gehören Ressourcen zu den grundsätzlichen Voraussetzungen, die du brauchst, um authentisch sichtbar zu werden.

Vor allem eine Sache wird dabei von den meisten unterschätzt: der Faktor Zeit

Unabhängig davon, für welche Formate und Plattformen du dich letztendlich entscheidest, die Content-Erstellung kostet dich Zeit. Zum Vergleich hier ein paar meiner Erfahrungswerte, an denen du dich grob orientieren kannst:

Blogartikel inkl. Recherche: 4-6 Stunden

Social Media-Beitrag inkl. Design: 30 Minuten zzgl. kommentieren und netzwerken

Podcast-Episode erstellen, Interview und eigene Folge inkl. Vor- und Nachbereitung: 10-12 Stunden

Natürlich sind das höchstens Richtwerte, jede*r arbeitet anders und für besonders ausführliche Blogartikel brauche ich manchmal auch deutlich länger. Manche Dinge gehen hingegen leichter von der Hand.

Trotzdem verbringe ich einen nicht unerheblichen Teil meiner Zeit damit, in meine unmittelbare Sichtbarkeit zu investieren. 

Dazu kommen:

  • Buchhaltung und Steuern
  • Akquise
  • Überarbeitung Webseite
  • Anzeigenerstellung
  • Organisation von Workshops
  • Kurserstellung
  • Unterlagen-Design

Und dann brauchst du auch noch Zeit für deine Kunden … 🙂

Natürlich ist das alles, entsprechende Organisation vorausgesetzt, machbar. Ich fühle mich als Scanner-Persönlichkeit aber auch wohl damit. Für andere wäre diese Art der Präsenz sicherlich herausfordernd.

Dazu kommt, alles, was wir nur so halb machen oder das uns nicht so wirklich erfüllt wird schnell zur Last. Und wir geben es wieder auf.

Sichtbarkeit setzt aber auf Kontinuität, nicht nur auf Präsenz.

Beim Thema Geld ist es einfacher, auf den meisten Plattformen steht dein organisches Wachstum im Vordergrund. Dennoch wirst du mittelfristig nicht um einige Investitionen herumkommen, um Organisations-Tools oder Premium-Mitgliedschaften zu erwerben.

Und auch der eigene Blog kostet, zumindest dann, wenn du es professionell angehst und einen Hoster wählst, den du monatlich für seine Leistungen bezahlst.

Deine Investitionen ins Online-Business sind also eher überschaubar.

Trotzdem ist der Blick auf die eigenen Ressourcen ein wichtiger Erfolgsfaktor. Berücksichtigst du bei der Wahl der passenden Plattform oder des richtigen Contents nicht, was du wirklich dauerhaft (!) leisten kannst, haben deine Bemühungen eher wenig mit authentisch sichtbar sein zu tun. Es ist vielmehr eine Art Hustle von einem ToDo zum anderen.

Deine authentische Sichtbarkeits-Strategie

All die genannten Dinge spielen eine wichtige Rolle, wenn du authentisch sichtbar werden möchtest und gehören unbedingt zu einer wirksamen Strategie. Und wir haben noch nicht einmal über das Thema Kommunikation an sich gesprochen!

Bevor du also in die Sichtbarkeit startest, mache eine ehrliche Bestandsaufnahme und beantworte dir die wichtigsten Fragen. Nichts ist frustrierender als zu sehen, dass ein Plan – egal wie durchdacht und perfekt er auch ist – nicht funktioniert, weil dir unterwegs die Puste ausgeht. Oder du dich im schlimmsten Fall nicht damit identifizeren kannst.

Betrachte jede der genannten Säulen als Motor deiner Sichtbarkeit und setze den Fokus gleichzeitig auf das bestmögliche Ergebnis, das du durch die Kombination aller erreichen kannst. Das bedeutet nicht, überall gleichzeitig zu sein, sondern deinen Content so aufzubereiten, dass du ihn mehrfach nutzen kannst und damit Zeit sparst.

 

Was mir gerade zu Beginn auch sehr geholfen hat war absolute Klarheit über mich und meine Selbstständigkeit. Ich habe also ganz bewusst noch einmal den Blick nach innen gerichtet und mich gefragt, mit welchem Ziel ich eigentlich konkret unterwegs bin.

Daraus haben sich automatisch viele Dinge ergeben, ohne dass ich sie großartig hinterfragt habe. Und ich kann sagen, dass meine Selbstständigkeit genau das ist, was ich wollte:

Selbstbestimmt, authentisch und erfüllend.

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