Personal Branding

3 Schritte, mit denen Solo-Selbständige und Freelancer zur Marke werden

Inhalt

„Backen ist Liebe“, drei weiße Streifen auf Turnschuhen, gelbe Schrift auf blauem Grund: Marken begegnen uns täglich, haben einen hohen Wiedererkennungswert und bleiben im Kopf. Aber können nur Global Player zur Marke werden? In diesem Artikel erfahren Sie, wie auch Solo-Selbständige und Freelancer Personal Branding erfolgreich nutzen und umsetzen können.

Was ist eine Marke?

Unter dem Begriff „Marke“ versteht man die Summe aller Elemente, mit denen Verbraucher einen Markennamen (Brand Name) oder ein Markenzeichen (Brand Mark) mit einem individuellen Unternehmen in Verbindung bringen, um dessen Produkte oder Dienstleistungen von anderen zu unterscheiden.

"Marke ist das, was Menschen über mich sagen, wenn ich den Raum verlasse."

Jeff Bezos (Amazon)

Was ist der Unterschied zwischen Markennamen und Markenzeichen?

Als Markenname versteht man die Eigenbezeichnung eines Produkts oder einer Dienstleistung eines Unternehmens. Sie ist im Regelfall rechtlich geschützt und daher einzigartig. Unter dem Markennamen fassen Verbraucher verschiedene spezifische Eigenschaften zusammen, die sie ausschließlich mit diesem Produkt oder dieser Dienstleistung in Verbindung bringen. Ein Markenname grenzt von Wettbewerbern ab und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Beispiele für gelungene Markennamen sind etwa „Kinderschokolade“ oder „Sahnejoghurt“. Verbraucher verbinden beim Hören oder Sehen dieser Markennamen intuitiv ein bestimmtes Produkt oder Unternehmen mit ihnen.

Ein Markenzeichen hingegen ist ein Slogan oder ein Logo (Bild-/Wortmarke), der oder das intuitiv mit einem bestimmten Unternehmen und seinen Produkten & Dienstleistungen in Verbindung gebracht wird. Auch ein Markenname kann ein Markenzeichen sein und als solches wahrgenommen werden. Tendenziell ist diese Art der Assoziation allerdings schwieriger aufzubauen, da ein Markenname als Markenzeichen kontinuierlicher und intensiver kommuniziert werden muss als ein einprägsames Logo. Beispiele für gelungene Markennamen, die gleichzeitig auch Markenzeichen sind: Nutella, Nivea, Volkswagen.

Wie entsteht eine Marke?

Wenn wir von einer Marke im herkömmlichen Sinne sprechen, meinen wir damit zunächst einmal das Produkt an sich. Bleiben wir beim Beispiel Nivea: Wetten, Sie denken zuerst an die blaue Blechdose mit dem weißen Schriftzug? Hier ist es dem Hersteller durch gezielte Markenführung gelungen, den Markennamen unmittelbar mit einem Produkt zu verknüpfen.

Dahinter steckt ein ausgeklügeltes System, das auf verschiedenen Säulen basiert und durchgängig konsequent kommuniziert wird. Eine Marke zu kreieren ist kein Zufallsprodukt und kann unter Umständen Jahre dauern. Um eine Marke in den Köpfen der Verbraucher zu verankern, kombinieren Unternehmen positive Erfahrungen und Assoziationen und gehen damit über das reine Produkt hinaus. Eine Marke basiert daher auch immer auf Emotionen.

Können auch Solo-Selbständige und Freelancer zur Marke werden?

Stellen Sie sich vor, Sie sind Fotograf und begleiten Paare bei ihrem schönsten Tag. Kaufen diese Paare Ihre Bilder oder Sie als Persönlichkeit, der es gelingt, die Emotionen dieses Tages einzufangen?

Oder Sie arbeiten als Coach mit Menschen zusammen, die endlich mehr Struktur in ihrer Arbeit möchten. Buchen diese Menschen Sie vorrangig, weil Sie die besten Tipps haben oder doch eher weil es Ihnen gelingt, so zu motivieren, dass die Umsetzung leichtfällt? Es ist die Kombination aus beidem, natürlich!  Aber Sie wären nicht erfolgreich, wenn es Ihnen nicht gelingen würde, Fachwissen mit Ihrer eigenen Individualität und Ihrer Arbeitsweise zu kombinieren.

Ein Beispiel aus einem meiner Sichtbarkeits-Mentorings:

Katja hatte den roten Faden in Ihrer Kommunikation mehr oder weniger verloren und damit auch mit wenig Klarheit und Strategie mal hier und mal dort gepostet. Sie fühlte sich unwohl in dem, was sie tat und hatte das Gefühl nichts wirklich richtig zu machen. Und das obwohl sie eigentlich im Bereich Content Marketing schon länger unterwegs ist und die Technik bisher sehr gut umsetzte. Was ihr jedoch fehlte war Klarheit und einen Plan, ihre Aktivitäten wieder zu bündeln, um ihre Inhalte zielgerichtet zu veröffentlichen.

Hier ging es also nicht darum, eine komplett neue Strategie zu entwickeln. Vielmehr benötigte Katja einen Blick von außen und einen „Schubs“ in die richtige Richtung. Am Ende hat Katja übrigens ihren roten Faden wiedergefunden und sich bewusst nur für eine Content-Plattform entschieden, auf der sie ihre Inhalte veröffentlicht.

Was ich damit sagen möchte:

Sie können als Solo-Selbständiger und Freelancer noch so gute Arbeiten abliefern. Ihre Einzigartigkeit, manche sprechen auch von USP, ist das, was Sie wirklich erfolgreich macht. Kunden buchen Sie gerade auch, weil Sie eine Persönlichkeit und eben „nicht nur“ ein Techniker sind, der seine Arbeit versteht.

Daher: Ja, gerade Solo-Selbständige und Freelancer können zur Marke werden!

Du bist deine eigene Brand

Wie werden denn Solo-Selbständige und Freelancer zur Marke?

Keine Angst, um als Marke wahrgenommen zu werden braucht es kein unbegrenztes Budget oder ständige Omnipräsenz auf allen Kanälen. Im Gegenteil, der Fokus liegt dabei auf nur drei Schritten, die Sie konsequent umsetzen, um als Marke wahrgenommen zu werden.

Personal Branding durch Positionierung

Wissen Sie, wofür Sie stehen? Sehen Sie klar und deutlich, welchen Mehrwert Sie Ihren Kunden bieten? Ihre Positionierung ist der erste und wohl wichtigste Schritt, um als Marke wahrgenommen zu werden. Erst, wenn Sie Klarheit über das haben, was Sie als Solo-Selbständiger oder Freelancer wirklich anbieten, können Sie dies auch kommunizieren. Schärfen Sie also zunächst Ihr Profil und arbeiten an Ihrer Positionierung.

  • Wofür stehe ich als Solo-Selbständiger oder Freelancer? Was macht meine Arbeit aus und welche Werte sind mir dabei wichtig?
  • Welchen echten Mehrwert haben meine Kunden, wenn Sie mit mir zusammenarbeiten?
  • Wer sind meine Wunschkunden und wie kann ich Sie erreichen?
  • Warum entscheiden sich meine Kunden genau für mich? Was macht mich einzigartig bzw. unterscheidet mich von anderen?

Personal Branding durch Sichtbarkeit

Im zweiten Schritt gehen Sie in die Sichtbarkeit. Kommunizieren Sie Ihre Arbeiten und lassen Sie Ihre Wunschkunden wissen, warum genau Sie der richtige Ansprechpartner sind. Nutzen Sie dafür zum Beispiel Ihre Webseite, um die Botschaften aus Ihrer Positionierung zu transportieren.

Hierbei hilft Ihnen ein sogenannter Elevator Pitch, mit dem Sie kurz, aber sehr klar die Kernaussagen Ihrer Tätigkeiten formulieren können. Auf meiner Webseite finden Sie zum Beispiel diesen Pitch:

„Ich bin Alexandra Wittke und ich zeige Solo-Selbständigen und Freelancern, wie sie mit der richtigen Strategie sichtbarer werden und neue Kunden gewinnen, ohne überall und ständig präsent sein zu müssen.“

Nutzer, die aus den verschiedensten Kanälen auf meiner Webseite landen, wissen also auf den ersten Blick, wer ich bin, was ich mache und ob Sie bei mir richtig sind.

Wenn Sie mögen, können Sie Ihren Elevator Pitch, gerade auf Ihrer Webseite, noch um weitere Details erweitern, die noch einmal konkret auf Ihre Tätigkeit hinweisen:

„Als Content Creator und Expertin für organische Sichtbarkeit & Reichweite bin ich Texterin, Ideenfinderin und Impulsgeberin zugleich. Ich liebe es, für meine Kunden den Mehrwert ihrer Arbeit in Worte zu fassen, die Bilder im Kopf entstehen lassen und nachwirken. Und ich bin überzeugt davon, dass jeder Solo-Selbständige mit der richtigen Strategie auch ohne riesiges Marketingbudget sichtbar werden kann.“

Beachten Sie hierbei, dass die Erweiterung eine Ergänzung zu Ihrem Elevator Pitch darstellt, er also auch allein Ihre Botschaften tragen sollte.

Personal Branding durch Reichweite

Im letzten Schritt bauen Sie auf dem Fundament Ihrer Sichtbarkeit Ihre Reichweite auf. Eine Webseite allein, vor allem wenn Sie neu oder neu konzipiert ist, wird selten gefunden. Überlegen Sie, mit welchen Formaten Sie Ihre Wunschkunden erreichen können und wählen Sie zunächst eine Plattform aus, die Sie sukzessive ausbauen und Ihre Reichweite damit stärken.

Ihr Business lebt von einer Community, die sich gerne austauscht und auf der Suche nach Anregungen ist? Installieren Sie einen Blog und informieren Sie Ihre Wunschkunden dort regelmäßig über Ihre Themen.

Auch Social Media-Kanäle eignen sich, um Ihre Arbeiten vorzustellen und eine Community aufzubauen, die Ihnen folgt. Wählen Sie die geeigneten Plattformen, auf denen Sie Ihre Botschaften veröffentlichen nach den Präferenzen Ihrer Wunschkunden aus.

Wenn Sie mehr zur organischen, also unbezahlten Reichweite wissen möchten, schauen Sie gerne auch in diesen Blogartikel rein: 10 Gründe, warum Solo-Selbständige und Freelancer auf organische Sichtbarkeit setzen sollten

Personal Branding als Prozess verstehen und implementieren

Ja, es stimmt. Marken entstehen selten über Nacht. Vielmehr ist es ein Prozess, der auf den drei genannten Pfeilern basiert und kontinuierlich weiter ausgebaut werden muss. Haben Sie allerdings einmal die Weichen durch eine geschärfte Positionierung gestellt und diese über Sichtbarkeit und Reichweite kommuniziert, werden Sie auch verstärkt als Marke wahrgenommen.   

Warum ist ein Personal Branding gerade für Solo-Selbständige und Freelancer so wichtig?

Als „Einzelkämpfer“ sind Solo-Selbständige und Freelancer Ansprechpartner, Problemlöser und Verkäufer zugleich. Das macht es so schwierig, in der Masse der Angebote wahrgenommen zu werden. Mit einem Markenbranding, das Sie unverwechselbar macht, stechen Sie hervor und schaffen durch eine glasklare Positionierung automatisch auch mehr Wiedererkennungswert. Sie setzten sich damit leichter in den Köpfen Ihrer Wunschkunden fest und steigern Ihren Erfolg langfristig.

Mein Extra-Tipp für Sie: Sie wünschen sich mehr Klarheit in Ihrer Strategie oder wissen nicht so recht, wie und vor allem wo Sie anfangen sollen?

Mein neues Format #faktenfreitag setzt genau an diesem Punkt an. In kurzen Videos auf Instagram (@alexandra.wittke) und Facebook (@ContentMarketingmitMehrwert) erhalten Sie jeden Freitag schnelle Impulse zu den Themen Sichtbarkeit und Reichweite für Solo-Selbständige und Freelancer.

Das gratis Workbook zum Nacharbeiten können Sie sich jeweils  hier kostenlos und Anmeldung herunterladen.

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