Personal Branding

Wie du als Selbstständiger in nur 3 Schritten zur Marke werden kannst

Markenbildung, also sich selbst zu einer Marke zu machen, ist längst nicht mehr nur was für Global Player. Im Gegenteil, als Solo-Selbstständiger zur Marke werden und die eigene Marke aufzubauen ist ein Wettbewerbsvorteil, der an vielen Stellen in deinen Erfolg einzahlt. Lies in meinem Blogartikel meine bewährten 3 Schritten, mit denen auch du zur Personal Brand werden kannst.

Inhalt

Wenn wir an Marken denken, dann fallen uns vor allem die ganz Großen ein:

Nivea, Adidas, Amazon.

Dabei sind es ganz oft die kleinen Marken, die den Unterschied machen und aus einer Idee ein unwiderstehliches Angebot kreieren. 

Gerade als Solo-Selbstständiger fällt es uns ja oft schwer, den Wert des Einzelnen zu erkennen und unsere Stärken wirkungsvollen nach außen zu tragen.

Die eigene Marke aufbauen ist viel mehr als nur Personal Branding. Es besteht auch nicht nur aus einem Logo oder Markenfarben.

Sich selbst zur Marke machen ist eine Botschaft. An uns. Und unsere Kunden. Und gleichzeitig auch eine Liebeserklärung an das, was uns ausmacht. Ein Versprechen für

  • Beständigkeit
  • Verlässlichkeit
  • Kontinuität

Personal Branding hilft dir, Vertrauen aufzubauen, neue Kunden zu gewinnen und bestehende weiter zu binden.

Und genau deswegen ist es gerade als Solo-Selbstständiger so wichtig, an der eigenen Marke zu arbeiten und diesem Prozess die Priorität zuzuordnen, die er braucht.

Wie definiert sich eine Marke?

Gabler sagt dazu:

„Eine Marke kann als die Summe aller Vorstellungen verstanden werden, die ein Markenname oder ein Markenzeichen bei Kunden hervorruft bzw. beim Kunden hervorrufen soll, um die Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden.“

Wir sprechen hier also grundsätzlich erstmal von zwei verschiedenen Dingen:

Das Eine ist die Wahrnehmung, die jemand anderes – im Idealfall dein Kunde – über dich und deine Produkte oder Dienstleistungen hat.

Das Andere ist die Wahrnehmung, die du als Anbieter gerne vermitteln möchtest.

Und genau da fängt Markenbildung eigentlich schon an. Es ist kein schleichender Prozess, den du nach und nach etablierst. Vielmehr ist es etwas, das du gleich von Anfang an unmittelbar beeinflussen solltest, um die Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und deiner Idealvorstellung so klein wie möglich zu halten.

Dazu gehört auch, dass du dir grundsätzlich Gedanken darüber machst,

  • für was genau du mit deinem Unternehmen stehst
  • welche Werte dir wichtig sind und wie du sie entsprechend kommunizieren kannst
  • welche Visionen du verfolgst und wie du sie umsetzen möchtest

Im Grunde genommen ist Personal Branding damit auch ein essenzieller Teil deiner Positionierung.

Was ist der Unterschied zwischen Markennamen und Markenzeichen?

Im Marketing unterscheiden wir generell zwischen dem Markennamen und dem Markenzeichnen, beides kann auch für dich als Solo-Selbstständiger zutreffen. Schauen wir uns dazu erstmal die Definitionen genauer an:

Als Markenname versteht man die Eigenbezeichnung eines Produkts oder einer Dienstleistung eines Unternehmens. Sie ist im Regelfall rechtlich geschützt und daher einzigartig.

Nehmen wir an, du bist im Bereich Coaching unterwegs und bietest ein Coaching unter einem bestimmten Namen an. Dieser Name ist damit gleichzeitig der Markenname, über den du nach außen hin, im Idealfall von deinen Kunden, wahrgenommen wirst.

Dabei muss es nicht immer abstrakt sein, auch dein realer Name kann durch Personal Branding zum Markennamen werden. Sobald jemand deinen Namen hört, assoziiert er also etwas ganz bestimmtes mit dir.

Ein Markenname grenzt dich daher immer von deinen Mitbewerbern ab und garantiert dir damit gleichzeitig einen hohen Wiedererkennungswert.

Im Gegensatz dazu ist ein Markenzeichen ein Slogan oder ein Logo (Bild-/Wortmarke). Auch hier funktioniert beides als Wiedererkennungsmerkmal, durch das du unverwechselbar wahrgenommen wirst.

Es gibt Markennamen die gleichzeitig auch Markenzeichen sind. Nutella etwa oder Volkswagen.

Diese Art der Assoziation muss aber viel intensiver und vor allem längerfristig aufgebaut werden und eignet sich für Solo-Selbstständige daher nur bedingt.

In den Köpfen durchgesetzt hat sich allerdings schon, dass eine Marke eher ein Produkt ist. Bleiben wir beim Beispiel Nivea: Wetten, du denkst zuerst an die blaue Blechdose mit dem weißen Schriftzug?

Hier ist es dem Hersteller durch gezielte Markenführung gelungen, den Markennamen unmittelbar mit einem Produkt zu verknüpfen.

Dahinter steckt ein ausgeklügeltes System, das auf verschiedenen Säulen basiert und durchgängig konsequent kommuniziert wird.

Eine Marke zu kreieren ist kein Zufallsprodukt und kann unter Umständen Jahre dauern. Um sie in den Köpfen der Kunden zu verankern, kombinieren Unternehmen positive Erfahrungen und Assoziationen und gehen damit über das reine Produkt hinaus. Eine Marke basiert daher immer auch auf Emotionen.

Markenbildung für Selbstständige

Weiter oben hatte ich das Thema Emotionen schon kurz angesprochen. Markenbildung für Solo-Selbstständige ist kein statischer Prozess, er ist vielmehr eine Kombination aus Gesetzmäßigkeiten und deiner Persönlichkeit.
Du bist damit in der Lage
  • höhere Preise aufzurufen
  • ausschließlich mit deinen Idealkunden zusammenzuarbeiten
  • glasklar und eindeutig den Wert und den Nutzen deines Angebots zu kommunizieren

Wie du dich selbst zur Marke machen kannst

Um deine eigene Marke aufzubauen brauchst du trotzdem keine gigantische Marketingmaschinerie oder einen langen Atem. Heruntergebrochen ist Marke nichts anderes als die Summe aus:

  • deinem Angebot
  • deiner Positionierung
  • deinem Corporate Design

Etwas, das ganz oft von Selbstständigen vergessen wird ist aber auch die eigene Persönlichkeit. Gerade dann, wen du als Coach, Dienstleister*in oder Kreative in einem Bereich unterwegs bist, in dem viele andere gleichartige Produkte anbieten, kann deine Persönlichkeit zu deinem Alleinstellungsmerkmal werden.

Nehmen wir das Beispiel Hochzeitsfotograf:

Hier steht nicht ausschließlich dein Können im Vordergrund, Paare buchen dich auch, weil sie mit dir auf einer Wellenlänge liegen. Weil sie dir vertrauen und weil sie der Meinung sind, du bist der beste Ansprechpartner, um den schönsten Tag ihres Lebens in Bildern einzufangen.

Noch deutlicher wird es am Beispiel Coach oder Berater:

Hier ist gegenseitige Sympathie ein entscheidender Faktor für eine Buchung. Passt zwar das fachliche Können, stimmt ansonsten aber die Wellenlänge nicht, kann dein Angebot noch so gut sein, es wird nicht gekauft werden.

Als Selbstständiger zur Marke werden

Schritt 1: Dein Angebot

Dein Angebot ist ein essenzieller Teil auf dem Weg zur Marke. Hier geht es vor allem darum, welchen Nutzen du bietest und auch, was dein Angebot von anderen unterscheidet.

Nehmen wir an, du bist Coach und unterstützt Gründerinnen dabei, sich eine Selbstständigkeit im Nebenerwerb aufzubauen. Damit bewegst du dich in einem umkämpften Umfeld gleichartiger Angebote. Dir muss es also gelingen, deine Idealkundin davon zu überzeugen, dass genau deine Methode diejenige ist, mit der sie erfolgreich sein wird.

In meinen Kursen kommt an dieser Stelle oft der Einwand:

„Ich weiß doch genau, was ich anbiete.“

Natürlich kennst du deine Angebote. Hier geht es aber um viel mehr als eine Darstellung dessen, was dein Kunde bei dir kaufen kann.

Eine Nutzenargumenation gibt dir Sicherheit im Dialog mit deinem Idealkunden. Sie macht aus einem abstrakten Gebilde einen greifbaren Prozess und überzeugt damit sowohl auf sachlicher als auch auf emotionaler Ebene.

Schritt 2: Deine Positionierung

Bei der Positionierung scheiden sich gerade im Online-Business die Geister. Die Einen favorisieren eine ganz klare Ausrichtung, andere plädieren für mehr Spielraum.

Häufig ist genau das die Herausforderung, die blockiert. Natürlich brauchst du auch hier eine gewisse Klarheit, aber wenn die enge Nische oder die spitze Positionierung für dich nicht funktioniert, darfst du es dir auch leichter machen, dich intuitiv für einen Weg entscheiden, der zu dir passt.

Trotzdem solltest du dir grundlegende Fragen zu deiner Positionierung stellen:

  • Wofür stehe ich als Solo-Selbständiger oder Freelancer? Was macht meine Arbeit aus und welche Werte sind mir dabei wichtig?
  • Welchen echten Mehrwert haben meine Kunden, wenn Sie mit mir zusammenarbeiten?
  • Wer sind meine idealen Kunden und wie kann ich sie erreichen?
  • Warum entscheiden sich meine Kunden genau für mich? Was macht mich einzigartig bzw. unterscheidet mich von anderen?

Erst, wenn du hier Klarheit hast, kannst du mit einer klaren Botschaft in die Sichtbarkeit gehen.

Hierbei kann dir dein Markenkern helfen, der das Fundament, zum Beispiel für deinen Elevator Pitch, bildet:

„Ich bin Alexandra Wittke und ich unterstütze Selbstständige dabei, mit glasklarer Kommunikation leichter zu verkaufen.“

Nutzer, die aus den verschiedensten Kanälen auf meiner Webseite landen, wissen also auf den ersten Blick, wer ich bin, was ich mache und ob Sie bei mir richtig sind.

Der Elevator Pitch bildet dabei die Essenz aus deinem authentischen Markenkern, der in seiner ganzen Länge – zum Beispiel auf deiner Über mich-Seite – ebenfalls auf deine Webseite gehört.

Ich zeige dir, wie du als Coach, Dienstleister*in oder Kreative*r deine Wohlfühl-Sichtbarkeit findest, die zu dir und deinem Business passt. Meine Kunden finden mit meiner Unterstützung ihr authentisches Marketing-Konzept, das sich stimmig anfühlt und sich mit Leichtigkeit (und Spaß!) umsetzen lässt.

Meine Vision ist es, Verkaufen endlich zu dem zu machen, was es ist und auch sein darf:

Ehrlich, authentisch und unkompliziert.

Ich bin überzeugt davon, dass das, was für alle anderen funktioniert, nicht immer auch zu dir passen muss. Wir dürfen neue Wege gehen, Dinge anders machen, um ein erfolgreiches Business zu schaffen, das Wert stiftet und gleichzeitig erfüllt. Die Welt braucht wieder mehr Anderssein, mehr Individualität und mehr Persönlichkeit.

Schritt 3: Deine Corporate Identity

Bei deiner Corporate Identity geht es in erster Linie um deine Außenwirkung, also die Frage, was dein Idealkunde visuell von dir wahrnimmt. Mit deiner gesamten CI schaffst du ein individuelles Wiedererkennungsmerkmal und machst dich damit einzigartig.

Dazu gehört natürlich mehr als ein Logo oder einheitliche Markenfarben. Auch deine individuelle Kommunikation ist Teil deines Corporate Designs. Zusammengefasst ist deine Corporate language (Markensprache) also die Sprache, mit der du nach innen und außen kommunizierst.

Vielleicht fragst du dich an dieser Stelle, ob du als Coach & Beraterin, Dienstleister*in oder Kreative eine Corporate Identity wirklich brauchst.

Ja, Markenbildung für Solo-Selbstständige heißt auch, sich mit der eigenen Unternehmenskultur auseinander zu setzen. Ob man diesen Prozess dann auch als Corporate Identity definiert oder als Baustein auf dem Weg zur eigenen Personenmarke sieht, ist völlig irrelevant. Eine Marke zu definieren, ohne sich über die Teilbereiche des CD klar zu sein, wird langfristig nicht funktionieren.

Dazu kommt, gerade dann, wenn du deine Marke etabliert hast, benötigst du kein Rebranding oder aufwendiges Briefing Externer. All das hast du bereits mit deiner CI festgelegt.

Warum zur Marke werden gerade für Solo-Selbstständige notwendig ist

Marken entstehen selten über Nacht. Vielmehr etablieren sie sich in vielen kleinen Teilschritten und manifestieren sich in den Köpfen deiner Käufer. Je stringenter du dich im Bereich Markenbildung festlegst, desto einfacher wird es dir in der Folge fallen, deinen Expertenstatus durch Sichtbarkeit und Reichweite zu festigen. 

Als „Einzelkämpfer“ sind Solo-Selbständige und Freelancer Ansprechpartner, Problemlöser und Verkäufer zugleich. Das macht es so schwierig, in der Masse der Angebote wahrgenommen zu werden. Mit einem Markenbranding, das dich unverwechselbar macht, stichst du nicht nur hervor, du schaffst es gleichzeitig auch, dich für dein Thema zu etablieren. Mit einem durchgängigen Corporate Design in allen relevanten Bereiche setzt du dich leichter in den Köpfen deiner Zielgruppe fest und schaffst damit automatisch auch einen hohen Wiedererkennungswert.

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