Jahresrückblick 2021

Mein Jahresrückblick 2021: Augen zu und durch

„Augen zu und durch“ ist die passende Überschrift für meinen Jahresrückblick 2021. Ein weiteres Corona-Business-Jahr mit Unwägbarkeiten, Unsicherheiten und vor allem jeder Menge Improvisation ist zuende. Und als Fazit bleibt: Auch, wenn es sich kopfmäßig nach unerreichten Zielen, verpassten Chancen und Frustration anfühlt, ein Blick auf die tatsächlichen Zahlen zeigt das Gegenteil. Was 2021 in meinem Business passiert ist, liest du in diesem Artikel.

Inhalt

Same procedure as last year? Hell, yes!

Was für ein Jahr! Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ohne diesen Rückblick hätte ich das Gefühl, dass ich in diesem Jahr irgendwie so gar nichts richtig auf die Reihe bekommen habe. Ich habe gefühlt viel zu oft reagiert statt agiert und Ziele? Ganz ehrlich, schön wäre es schon, dieses ganze Corona-Ding endlich mal ad acta legen zu können.

Dieser Jahresrückblick 2021 ist daher auch ein Reminder an mich, dass ich es trotz der äußeren Umstände, die wir vielfach ja auch gar nicht beeinflussen können, geschafft habe, ganz schön viel auf die Beine zu stellen. Und damit es übersichtlich bleibt, gehe ich chronologisch vor.

Januar und Februar 2021: Wir starten ruhig

Wir starten 2021 wie wir 2020 aufgehört haben. Deutschland befindet sich im Lockdown, Schulen und Kitas sind geschlossen, die Kinder zuhause. Mittlerweile haben wir uns aber  eingependelt:

Während ich den Vormittag mit den Kids verbringe, zwischen Homeschooling, Bespaßung und anderen Verpflichtungen jongliere, arbeitet mein Mann. Mittags klatschen wir uns dann ab und ich melde mich für den Rest des Nachmittages ab, um zu arbeiten. Es funktioniert. Muss ja.

Dennoch startet der Januar im Business noch sehr ruhig. Ich gehe noch mal in das Thema Jahresplanung, schaue mir die in den Weihnachtsferien definierten Meilensteine an, mache kleinere Änderungen. Insgesamt also mehr Planung als Umsetzung.

Parallel trudeln die ersten Rückmeldungen für meine Summit ein, die Anfang Juni zum ersten Mal starten soll. Ich bin überrascht, wie viele Zusagen kommen und habe zum ersten Mal Zweifel, ob es eine gute Idee war, als „kleines Lichtchen“ die Großen aus dem Online-Marketing anzuschreiben.

Die wollen ja wirklich teilnehmen!

Zeit, um mich damit richtig auseinander zu setzen bleibt aber erstmal keine. Die wenige Zeit, die ich im Januar und dann auch im Februar fürs Business habe, lässt keinen Platz dafür.

Auch privat sind die ersten beiden Monate des Jahres schwierig. Die Kinder sind überfordert von all den Kontaktbeschränkungen und sehnen sich nach Abwechslung und ihren Freunden aus Schule und Kindergarten. Unsere täglichen Runden in der Natur werden nur noch semi-begeistert mitgemacht. Mittlerweile kennen wir hier jeden Stein und mir fällt es zunehmend schwerer, ein spannendes Alternativ-Programm auf die Beine zu stellen, was beide zufriedenstellt. 

Aber irgendwie schaffen wir es, die Zeit bis Mitte Februar zu überbrücken, bevor die Kinder endlich wieder in ihr geregeltes Leben zurückkehren dürfen.

Wenn ich das jetzt so lese, frage ich mich gerade, wie sich das anhören muss. Geregeltes Leben, ja natürlich führen wir das. Auch außerhalb von Corona. Aber es ist halt schon was anderes, wochenlang auf nahezu jede Freizeitaktivität verzichten zu müssen, keine oder nur wenige ausgesuchte Freunde treffen zu können und den Großteil der Zeit zuhause verbringen zu müssen. Alle sind froh, dass die Schulen und Kindergärten wieder geöffnet sind.

März 2021: Fiese Gedanken und ein §-Tritt zur richtigen Zeit

Endlich könnte es also im März wieder richtig losgehen. Ich sollte mich vor allem dringend um die Summit im Juni kümmern. Es steht weder das Programm, noch habe ich mich bisher darum gekümmert, dieses Event anzukündigen. Keine Landingpage, keine Info auf meinen Social Media-Kanälen. Ich weiß, dass ich hier endlich mal loslegen sollte, kann mich aber irgendwie nicht wirklich aufraffen. Vielleicht sind es die kräftezehrenden letzten Wochen, vielleicht aber auch dieser fiese Gedanke, der mich schon im Januar beschäftigt hat, als die Zusagen der Großen kamen:

Was ist, wenn das Projekt in die Hose geht?

Ganz am Rande frage ich mich auch, ob ich dem Ganzen eigentlich gewachsen bin. Ich meine, eine Summit! Kein Pillepalle-Workshop, sondern ein richtig großes Online-Event mit Zusagen von so wundervollen Selbstständigen wie Katharina Lewald, Funnelfox und Co.

Ich entscheide mich für die gleiche Taktik wie im Januar und ignoriere die Gedanken erstmal.

Stattdessen kümmere ich mich um das Oberthema des Jahres 2021:

Sichtbarkeit und Reichweite.

Die Summit ist nur ein Puzzlestück auf dem Weg zum Ziel, parallel dazu treibe ich das Thema Suchmaschinenoptimierung voran. Bis Ende Februar veröffentliche ich insgesamt 12 Blogartikel und arbeite an 8 Podcast-Episoden. Ich bin also Content-mäßig sehr aktiv, würde aber heute rückblickend sagen, dass diese Arbeiten ein reines Ablenkungsmanöver waren. Die Summit rückt immer näher und noch immer gibt es keinen konkreten Plan. Und mittlerweile trudeln auch die ersten Nachfragen ein.

Irgendwann im März bin ich wie immer morgens auf der großen Runde mit Rocky unterwegs. Statt einen Podcast zu hören, hänge ich dieses Mal aber meinen Gedanken nach. Ich bin frustriert. Das Thema Summit ist natürlich nach wie vor präsent, aber noch immer bin ich kein Stück weiter als im Januar.

Einem Impuls folgend schicke ich Jane von Klee eine Sprachnachricht. Wir haben uns über meinen Podcast kennengelernt und tauschen uns auch danach noch regelmäßig aus. Und ihr gelingt es tatsächlich, mich aus diesem gedanklichen Tief herauszuholen. Und das mit nur einer Sprachnachricht!

Unmissverständlich macht sie mir nämlich das klar, was ich eigentlich schon wusste:

Entweder begrabe ich das ganze Projekt ganz still & leise und hoffe, dass sich niemand daran erinnert. Oder ich trete den Weg nach vorne an, sage wie es ist und starte mit den Vorbereitungen.

Klingt total logisch und doch gibt mir Janes Nachricht endlich den richtigen Schub, um Zuhause direkt alle angefragten Teilnehmer*innen zu informieren.

Natürlich haben sich die Pläne einiger Speaker*innen mittlerweile geändert und ich bekomme Absagen. Am Ende aber werden es 24 Selbstständige sein, die im Mai mit mir zusammen das Projekt Summit rocken.

Wie ich mich dabei fühle? Natürlich bin ich enttäuscht und es wäre schon sehr genial gewesen, einige Großen dabei zu haben. Aber hey, letztendlich war diese Situation eines meiner größten Learnings aus 2021:

Man kann, wenn man will, alles schaffen.

Man muss nur dranbleiben, an sich glauben und sich seinen Ängsten und Zweifeln stellen. Den Kopf in den Sand zu stecken funktioniert auch im Privatleben nicht. Und im Business noch viel weniger.

Mit dieser Erkenntnis geht es im April in die Vorbereitungen zur Summit „Sichtbar. Anders. Online“.

April 2021: Aufholjagd und andere Katastrophen

April, was für ein Ritt! Den ganzen Monat hole ich das nach, was ich durch meine gedankliche Blockade monatelang vor mir hergeschoben habe:

  • Die Landingpage für die Summit entsteht
  • Ich richte eine Email-Automation für die Teilnehmer*innen ein
  • Die ersten Speaker*innen schicken ihre Aufzeichnungen, haben Fragen oder benötigen Unterstützung
  • Ich plane den Ablauf der Summit-Woche und bekomme einen Überblick der freien Slots
  • Parallel dazu schreibe ich weitere mögliche Speaker*innen an und bekomme Zusagen
  • Um alle auf den aktuellen Stand zu bringen, verschicke ich Checklisten, Übersichten und Ablaufpläne
  • bereits Anfang April starten Werbeanzeigen auf Facebook und Instragram

Ich habe wenig Zeit zum Durchatmen und verbringe jede freie Minute im Büro, um das gewaltige Pensum zu schaffen. Es schlaucht, ja. Aber ich habe zu keinem Zeitpunkt ein Gefühl der Überforderung. Im Gegenteil, der Gedanke, dass ich ein so geniales Event umsetze beflügelt mich extrem. Und jetzt, wo ich alle Bedenken über Board geworfen habe, weiß ich auch, dass die Summit großartig wird. In jeder Hinsicht.

Ende des Monats trudelt eine Email bei mir ein, mit der ich gar nicht gerechnet habe. Ich werde zum ersten Mal gefragt, ob ich an einem Bundle teilnehmen möchte.

Ich bin baff, freue mich aber riesig, weil das auch bedeutet:

Ich werde wahrgenommen!

Die Bewerbungsphase des Bundles kollidiert mit meiner Summit. Dennoch steht eine Absage außer Frage. Irgendwie wird das schon klappen. Meine Mühen im Bereich Sichtbarkeit fangen an sich auszuzahlen. Das ist das, was zählt!

Der April endet wie er angefangen hat:

Noch ist ein Haufen Arbeit zu erledigen, aber dem Start der Summit Anfang Juni steht nichts mehr im Wege.

Auf dem Blog und auch im Podcast bleibt es ruhig, neben den Vorbereitungen zur Summit war kein Platz mehr dafür. Mir wird klar, dass ich eines meiner Ziele – zumindest im April – nicht schaffen werde, nehme es aber mangels Alternativen hin.

Mai 2021: Im Tunnel

Im Mai bin ich fast komplett im Tunnel und bereite die Summit vor. Mittlerweile treffen auch die restlichen Aufzeichnungen ein.

Da ich die Summit über elopage abbilden möchte, geht ein Großteil meiner Zeit für die Einrichtung drauf. Immer wieder telefoniere ich mit dem großartigen Support, pflege Inhalte ein, vergebe Slots für die Live-Workshops und informiere die Speaker*innen.

Dank der Werbeanzeigen und dem „bewerben“ der Speaker*innen füllt sich die Automation zur Summit mit Teilnehmer*innen, bereits Anfang Mai knacke ich die erste magische Marke von 100. Spätestens jetzt wird mir klar:

Die Summit wird ein Erfolg!

Ich führe außerdem alle Interviews, die als Aufzeichnung vor den jeweiligen Beiträgen der Speaker*innen laufen sollen. Und bekomme ein Problem:

Meine Kenntnisse zur Videobearbeitung sind so gut wie nicht existent und mir fehlt schlichtweg die Zeit, mich einzuarbeiten. Über eine Freelancer-Website finde ich schließlich Simon von N82day Records, der mich zunächst bei den Videos unterstützt, später dann aber mein erster richtiger Freelancer wird. Ein echter Glücksgriff und eine riesige Unterstützung in 2021!

Der Mai fliegt dahin, nur ganz selten verlasse ich den Tunnel. Insgesamt 3 strategisch ungünstig liegende Feiertage führen dazu, dass ich nur eine Woche komplett arbeiten kann. Die anderen sind aufgrund der Brückentage in Schule und KiTa nur halbe. Es gibt kaum einen Abend, in dem ich nicht im Büro sitze, aber die Anmeldungen für die Summit, die mit schöner regelmäßig und nahezu täglich kommen, machen den Stress wett. Ich freue mich extrem auf die Woche.

Ende Mai sind bereits knapp 250 Teilnehmer*innen angemeldet.

Auf dem Blog und auch im Podcast ist in diesem Monat dagegen wieder nichts passiert. Ich werde mein selbstgestecktes Ziel ein weiteres Mal nicht erreichen, finde aber weder Zeit noch einen Ausweg. Die Summit hat gerade die höchste Priorität, danach werde ich mich wieder verstärkt diesen Themen widmen. Ganz sicher.

Juni 2021: Ich erreiche meinen ersten Meilenstein

Und dann ist er da, der 07.06.2021 und damit auch der erste Tag meiner Summit. Im Minutentakt erhöht sich die Anzahl der Teilnehmer*innen weiter. Am Ende des Tages kann ich fast 350 Anmeldungen verzeichnen, eine unfassbare Zahl, die mich erstmal sprachlos macht.

Lange Zeit um darüber nachzudenken bleibt mir nicht. Immer noch arbeite ich an Kleinigkeiten, lade Videos hoch, prüfe externe Links und bestimmt 100 Mal den Zeitplan.

Währenddessen laufen die ersten Workshops und ich erhalte Rückmeldungen. Das Feedback ist durchweg positiv. Ein Ziel von „Sichtbar. Anders. Online“ war ja, ein Event auf die Beine zu stellen, in dem es darum geht, den Teilnehmer*innen einen Fahrplan an die Hand zu geben, mit dem sie online sichtbar werden können. Und zwar so, wie es zu ihnen passt und nicht nach Schema F, das so gerne im Online-Marketing gepredigt wird.

Und das Konzept kommt an, grundsätzlich ist die Teilnahme kostenlos, für diejenigen, die es zeitlich nicht schaffen, gibt es aber ein Aufzeichnungspaket. Einige der Pakete verkaufe ich bereits am ersten Tag.

Insgesamt war es eine unfassbar geniale Woche. Es gab keinen Tag ohne Feedback der Teilnehmer*innen und auch der Gesamtablauf lief störungsfrei. Trotzdem war es eine stressige Woche, in der ich immer mal wieder Dinge nachgepflegt habe, zum Beispiel die Aufzeichnungen der Live-Workshops hochzuladen. Oder kleine technische Probleme lösen musste.

Würde ich es nochmal machen?

Ja, ganz sicher! Die Summit war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg:

  • Über 350 Teilnehmer*innen waren in der Woche aktiv dabei
  • 24 Speaker*innen haben unfassbaren Input und Impulse aus ihren Bereichen geliefert
  • meine Emailliste hat auf einen Schlag einen riesigen Schub nach vorne gemacht
  • ich habe mich mit anderen Selbstständigen ausgetauscht und dadurch eine Reihe von tollen Persönlichkeiten kennengelernt, mit denen ich auch heute noch in Kontakt bin.

Aber du ahnst es vielleicht:

Auch im Juni werde ich keinen Blogartikel veröffentlichen und im Podcast bleibt es weiterhin ruhig. Ich weiß, dass ich hier eine Lösung finden muss, brauche aber noch ein bisschen Zeit, um mir darüber klar zu werden. Im Juli wird es wieder besser. Oder?

Juli 2021: Meine erste Bundle-Teilnahme

Auch der Juli startet alles andere als ruhig. Dabei könnte ich eigentlich gut ein paar Tage weniger Streß gebrauchen.

Durch die Teilnahme am Bundle habe ich mich aber verpflichtet, sowohl das Bundle zu bewerben, als auch ein Produkt beizusteuern. Und vielleicht bin ich etwas optimistisch gewesen, als ich einen Onlinekurs angeboten habe, bei dem gerade einmal das Konzept steht.

Immerhin hatte ich den Start des Kurses auf den 05.07.2021 gelegt und damit noch gut 2 Wochen nach der Summit Zeit, um erste Inhalte zu erstellen.

Noch während ich an der Struktur des Kurses arbeite, entscheide ich mich dafür, die einzelnen Module wöchentlich freizuschalten.

„Create Tiny – Earn Big“ ist der Vorläufer zu meinem großen Flagship-Kurs „Little Offer – Big Efforts“ und nur in der Selbstlern-Variante erhältlich.

Im Kurs erstellen die Teilnehmer*innen ihr (erstes) digitales Mini-Produkt.

Ich hatte zunächst nicht geplant, darauf aufbauend noch den großen Kurs zu entwickeln. Während der Umsetzung des Selbstlernkurses wird mir aber schnell klar, dass die Themen Landing-/Salespage, organische Reichweite und vor allem Werbeanzeigen unbedingt noch mit dazu gehören, um ein profitables Tiny Offer zu entwickeln.

Diese Inhalte hätten aber den Rahmen des Selbstlernkurses gesprengt. Der Einführungspreis von 299€ passte auch nicht zu diesem Umfang.

Und auch aus dem Gedanken heraus, eine begleitete Variante anzubieten, habe ich „Create Tiny – Earn Big“ über das Bundle als Sprungbrett für den Flagship-Kurs genutzt.

Das hat extrem gut geklappt, am Ende haben über 30 Teilnehmer*innen aus dem Bundle im Kurs aktiv ihr digitales Mini-Produkt erstellt. 

Parallel dazu hab ich über meine Emailliste einen ganz stillen Launch gemacht. Also kein Bohei auf den sozialen Kanälen, sondern ausschließlich Infos an meine bestehende Community.

Am Ende waren es so über 80 Teilnehmer*innen. Eine unfassbar hohe Anzahl, gerade fürs erste Mal!

Das bedeutete aber, ich muss natürlich auch liefern. Der Juli verging also damit, dass ich ausschließlich an den Inhalten des Kurses gearbeitet habe.

Einen Wehmuts-Tropfen gab es dann aber doch: Einige wenige Teilnehmer*innen, die vor einem bestimmten Zeitpunkt Zutritt zum Kurs bekommen hatten, konnten einige Module entweder gar nicht oder nur sehr verspätet öffnen.

Heute weiß ich, dass sich bei elopage Änderungen immer nur auf neue Kunden auswirkt, in der Situation war das natürlich trotzdem doof. Da es aber nur ganz wenige Teilnehmer*innen betraf, konnte ich hier individuelle Lösungen finden.

Und ja, du ahnst es ganz sicher schon:

Wieder keine Blogartikel und  neue Podcastfolgen!

Die Sommerferien starten also mit einem Berg von Arbeit und dem schlechten Gefühl, dass ich ganz dringend eine Lösung finden musste, was das Thema organische Reichweite angeht. 

August 2021: Ich erreiche den zweiten Meilenstein

Irgendwann zwischen Ferien, weniger Arbeiten und dem Wunsch, mal wieder etwas ruhiger zu machen stelle ich fest:

Da ist er, der zweite Meilenstein in 2021!

Ich habe mein Ziel erreicht und meinen ersten Onlinekurs in die Welt gebracht. Was für ein Gefühl! Und dann direkt auch noch so extrem erfolgreich.

Wenn ich jetzt beim Lesen an diesen Moment denke, bekomme ich Gänsehaut. Es ist eigentlich unvorstellbar, aber intuitiv habe ich alles richtig gemacht:

Der Kurs entstand nicht mit monatelanger Vorbereitung, sondern „on the fly“. Ich habe zu jederzeit wertvolles Feedback der Teilnehmer*innen erhalten und konnte die Inhalte so viel besser an ihren Bedürfnissen ausrichten.

Und ja, es ist tatsächlich so:

Auch wenn dir selber gerade total klar ist, warum du dies oder jenes machen solltest, gilt das nicht auch für alle anderen.

Es hat keinen Sinn, deine Produkte allein und im stillen Kämmerlein zu entwickeln, richtig gute Unterlagen und Kurse entstehen erst im Austausch mit denjenigen, die damit arbeiten.

Der Rest des Monats vergeht ruhig, ich arbeite an verschiedenen Dingen und bereite mich auf meinen ersten richtigen Launch vor.

Und falls du fragst:

Ja, auch im August war es ruhig auf dem Blog. Immerhin schaffe ich es, zwei Episoden im Podcast zu veröffentlichen.

September 2021: All-in - Vollgas in Richtung Launch

Die Euphorie aus dem erfolgreichen Kurs begleitet mich in den September. Und ich will mehr davon: 

Beim nächsten Mal möchte ich ganz klassisch mit ganz viel trommeln launchen.

Wenn ich bereits im ersten stillen Durchgang über 80 Teilnehmer*innen hatte, was wird dann mit einem richtig großen Launch alles möglich sein?

Schnell ist mir klar, ein klassisches Webinar wird es nicht. Stattdessen möchte ich auf ein Bootcamp setzen, das die Teilnehmer*innen in die Umsetzung bringt und aus dem sie mit einem klaren Ergebnis rausgehen.

Mit Blick auf die Herbstferien in NRW lege ich als Datum die Woche vom 26. bis 29.10.2021 fest. Zeit genug also, um alles vorzubereiten.

Angedacht sind insgesamt 4 Live-Workshops. Zusätzlich möchte ich begleitende Workbooks zur Verfügung stellen.

Für den Workshop zum Thema Werbeanzeigen hole ich  mir Barbara Tanner von StepOutVisual ins Boot, die mir für meinen großen Kurs bereits Video-Anleitungen erstellt hat und den Kurs-Teilnehmer*innen auch mit Feedback zur Seite steht.

Der September endet für das Jahr typisch: Jede Menge Arbeit und immer wieder das Gefühl, ich laufe meinen Zielen hinterher.

Immerhin schaffe ich es, die zwei Podcast-Episoden fertigzustellen. Ohne die Unterstützung von Simon, meinem Freelancer, wäre nicht mal das möglich. Der Business-Alltag frisst all meine Zeit. Und Energie. Ich bin froh, dass wir so gut zusammenarbeiten und er sehr flexibel mit meinen Aufträgen umgeht.

Mittlerweile ist er fester Bestandteil im Podcast-Team und als Unterstützung nicht mehr wegzudenken.

Auf anderer Ebene habe ich weniger Glück:

Die Unterstützung, die ich mir für meinen Blog gesucht habe, steckt nach dem ersten Briefing den Kopf in den Sand. Und rührt sich bis heute nicht.

Die Zusammenarbeit mit einer Freelancerin für meine Social Media-Kanäle gebe ich nach wenigen Wochen wieder auf, weil es weder vom Ergebnis noch menschlich passt.

Ja, auch im September gibt es daher keinen neuen Artikel. Die Zahlen aus der Google Search Console gehen runter, die monatlichen Zugriffszahlen auf meine Website stagnieren. Hier muss definitiv kurzfristig etwas passieren. Wie ich das schaffen soll, ist mir weiterhin unklar. 

Oktober 2021: Ich bekomme die Quittung für die letzten Wochen

Der Termin für das Bootcamp steht, viele Dinge sind bereits erledigt und die Herbstferien stehen vor der Tür:

Ich bin optimistisch, dass ich trotz der zweiwöchigen Pause, in der ich nur sporadisch im Büro sein werde alles für das Bootcamp erledigen kann.

Mittlerweile haben sich schon über 100 Teilnehmer*innen angemeldet. Die Facebook-Gruppe ist eingerichtet und füllt sich ebenfalls so langsam.

Während ich noch einmal das Programm durchgehe, letzte Feinarbeiten vornehme und die Technik überprüfe, fühle ich mich bereits angeschlagen. Ich bin seltsam schlapp, schiebe das aber auf die anstrengenden Woche, die hinter mir liegen.

Einen Tag später, die Herbstferien haben gerade angefangen, ist klar:

Ich bin nicht nur schlapp, ich bin krank. Und zwar so richtig. Nichts geht mehr, die kommenden zwei Wochen werde ich nur sporadisch am Familienleben teilnehmen, an arbeiten ist nicht zu denken.

Erst nach den Ferien schaffe ich es, zumindest stundenweise im Büro zu sein. Oberste Priorität:

Ich informiere alle Teilnehmer*innen und verlege das Bootcamp auf die Woche vom 16. bis 19.11.2021. Eine Entscheidung, die mir nicht leicht fällt, aber unumgänglich ist. Drei Wochen sind es noch bis dahin. 

Immerhin erscheint ein (!) neuer Blogartikel Ende Oktober und die Podcast-Folgen sind auch passend fertig. Wie lange ich für den Artikel gebraucht habe, lasse ich mal unerwähnt.

November 2021: Fehlende Energie und ein total verk*** Launch

Auch, wenn ich zumindest wieder im Büro bin, ich bin weit entfernt davon, wieder fit zu sein.

Ein ganzer Arbeitstag ist – zumindest Anfang November – noch nicht drin, spätestens gegen Mittag brauche ich eine Pause.

Ich bin antriebslos und kann mich nur sehr schlecht konzentrieren und fokussieren.

Als wenn das schon nicht genug wäre, trifft mich Mitte November eine Hiobsbotschaft aus meinem engsten familiären Umfeld. Neben einer unsäglichen Müdigkeit, stehe ich nun auch noch mental völlig neben mir.

Tage später habe ich mich zwar gedanklich mit der Nachricht „angefreundet“, sie begleitet mich aber bis heute.

Das Bootcamp ein weiteres Mal zu verschieben kommt nicht infrage, dieses Mal ziehe ich die Woche auf Biegen und Brechen durch.

Wider Erwarten sind die Workshops ein voller Erfolg, ich bekomme grandioses Feedback und bin optimistisch was den anschließenden Launch angeht.

Dieses Gefühl wird mich eine Woche später bitter enttäuschen. Nur 5 Teilnehmer*innen starten Ende November mit meinem Onlinekurs. Nicht mal ein Bruchteil dessen, was im Juli beim ersten Durchlauf so raketenmäßig durch die Decke gegangen ist.

Ich bin enttäuscht. Frustriert. Und brauche ein paar Tage um mich zu sammeln.

Natürlich bin ich mit einer gewissen Erwartungshaltung in den Launch gegangen. Und natürlich habe ich bereits Pläne im Kopf gehabt, wie es danach weitergeht.

Mit 5 Teilnehmer*innen ist vieles davon nicht möglich. Das steht fest.

Bei der anschließenden Launch-Auswertungen wird mir klar, was mein Fehler war:

Ich habe bereits im Bootcamp zu viel Content rausgegeben und den Teilnehmer*innen damit das Gefühl vermittelt, sie könnten das alles jetzt auch alleine schaffen.

Sie haben also keinen Sinn darin gesehen, in meinen großen Kurs zu investieren. Und ich habe den Anfänger-Fehler schlechthin begangen.

Dazu kommt, dass es mir anscheinend nicht gelungen ist, den Unterschied zwischen dem Basic- und dem VIP-Paket zu kommunizieren und habe damit sicherlich diejenigen verwirrt, die unentschlossen waren.

Meine fehlende Energie und das Kopfkino rund um die Hiobsbotschaft im privaten Umfeld hat sein Übriges getan:

Diesen ersten großen Launch habe ich völlig verk***!

Es braucht ein paar Tage, um das sacken zu lassen.

Heute weiß ich, dass ich im ersten Moment viel zu hart mit mir ins Gericht gegangen bin.

Ja, ich habe einen Anfängerfehler begangen, obwohl ich es eigentlich besser wissen müsste. Und ja, ich habe mit einem deutlich besseren Ergebnis gerechnet.

Aber hey:
Da sind 5 wundervolle Teilnehmerinnen, die sich ganz bewusst für mich und meinen Kurs entschieden haben. Die unterschiedlicher nicht sein könnte und dennoch am gemeinsamen Ziel arbeiten:

Anfang 2022 mit ihrem ersten digitalen Mini-Produkt rauszugehen und damit die Basis für eine erfolgreiche Selbstständigkeit zu legen!

Und Wahnsinn, was da alles gerade entsteht! 🙂

Dezember 2021: Ein extrem ruhiger Ausklang

Anfang Dezember verbringe ich den Großteil meiner Zeit damit, mich auf die Inhalte des Kurses zu konzentrieren. Die VIP-Teilnehmer*innen lerne ich in den 1:1-Strategie-Sessions näher kennen und auch das regelmäßige Co-Working wird gut angenommen.

Die Erkenntnis aus den ersten Tagen:

Ein Onlinekurs ist eine geniale Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und Feedback zu erhalten.

Zwar sind alle in einem anderen Thema unterwegs, ihre Herausforderungen gleichen sich aber.

Ich bin extrem fasziniert, wie schnell sich eine Gruppendynamik entwickelt und wie genial die Vernetzung untereinander klappt.

Ansonsten lasse ich das Jahr eher ruhig ausklingen. Eher als geplant verabschiede ich mich auf meinen Social Media Kanälen und arbeiten „nur“ noch hier im Büro. Und zum ersten Mal starte ich gleichzeitig mit den Kindern in die Weihnachtsferien, die am Ende eine noch eine unangenehme Überraschung für mich bereithalten sollen. Dazu dann mehr im nächsten Jahresrückblick … 🙂

Jahresrückblick 2021

Was für ein Jahr! Und was für unfassbar geniale Dinge passiert sind. Ohne diesen Jahresrückblick 2021 zu schreiben, hätte ich nach wie vor das Gefühl, in diesem verrückten Jahr nichts geschafft zu haben.

Dabei ist so vieles passiert. Nicht alles war gut, ganz klar. Aber im Endergebnis und mit Blick auf die Zahlen war dieses zweite Jahr in der Sichtbarkeit definitiv erfolgreich.

Wie war dein Jahr 2021? Ähnlich chaotisch wie bei mir? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen, wie du 2021 gerockt hast! 🙂

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