Online-Marketing Trends 2022

Online-Marketing Trends 2022

Lass uns einen Blick in die Glaskugel werfen und auf die Online-Marketing Trends 2022 schauen: Was bleibt, was kann weg oder was wird sich dieses Jahr durchsetzen?

In diesem Artikel liest du meine Einschätzungen für das Jahr 2022.

Inhalt

Online-Marketing Trends 2022

Immer wieder spannend, einen Artikel zum gleichen Thema aus dem letzten Jahr zu lesen.

Einiges ist tatsächlich eingetroffen, vieles aber auch weiterhin im Veränderungsprozess.

Auch in 2022 werden wir die ein oder andere Überraschung in Sachen Online-Marketing Trends erleben, da bin ich sicher. 

Eines aber steht jetzt schon fest:

Kundenbeziehungen werden auch in diesem Jahr ganz oben auf der ToDo-Liste aller Selbstständigen im Online-Business stehen.

Online-Marketing

Ich lese es immer häufiger:

Viele Selbstständige sind genervt vom ständigen Dauer-Hustle und wünschen sich Online-Marketing-Strategien, die effektiv sind, aber dennoch nicht überfordern.

Und das trifft nicht nur auf die Social Media-Kanäle zu. Im Gegenteil, eine Erkenntnis, die uns im Unterbewusstsein schon länger begleitet, sich in 2022 aber voll entfalten darf:

Es ist nicht die Masse, die zählt.

Viel wichtiger ist es, konstant und über einen längeren Zeitraum relevante Inhalte zu liefern, statt überall und nirgends präsent zu sein.

Und im Grunde genommen war uns das doch eigentlich schon klar:

Dauerpräsenz laugt aus, macht müde und ist dazu auch noch ziemlich ineffektiv.

2022 darf im Online-Marketing also das Jahr der Entscheidungen werden:

  • für oder gegen bestimmte Kanäle
  • für mehr Mit- statt Gegeneinander und vor allem 
  • für wieder mehr Selbstbestimmung statt fremdgesteuerter Strategien.

Social Media

Seit einiger Zeit beobachte ich gerade im Bereich Social Media den Trend, sich komplett abzuwenden und stattdessen auf alternative Strategien wie List-Building oder Funnels zu setzen.

Und ehrlich gesagt kann ich das total verstehen, dennoch glaube ich, dass wir ganz ohne Social Media doch nicht auskommen werden.

Um aber aus dieser Dauerschleife des immer neuen Contens produzieren zu müssen auszusteigen, brauchen wir neben einem Back-End, das uns diese Inhalte liefert, auch mehr Geduld. 

Vielleicht fangen wir damit an, nicht mehr jeden Tag omnipräsent und am besten überall vertreten zu sein und uns stattdessen auf einige wenige Kanäle fokussieren, die wir regelmäßig bespielen.

Content-Planung ist also ein gutes Stichwort, um dem Dauer-Gehustle zu entgehen, gleichzeitig aber verlässlich zu posten. Wenn auch nicht jeden Tag und auch durch alle verfügbaren Formate.

Content Marketing

Und damit wird auch unweigerlich klar:

Content Marketing ist alles andere als tot.

Im Gegenteil, auch in 2022 wird es wichtig sein, nicht nur über Produkte und die richtigen Vertriebswege zu sprechen, sondern weiterhin auf Infotainment zu setzen.

Und noch etwas wird in diesem Zuge wichtig werden:

Das absolut tiefe Verständnis der eigenen Zielgruppe.

Es reicht in 2022 nicht mehr, nur eine grobe Vorstellung des idealen Kunden zu haben, wir müssen – immer wieder – tief in das Thema Bedürfnisse und Herausforderungen eintauchen, um genau die Inhalte zu erstellen, die es an den verschiedensten Stellen der Kundenreise braucht.

Und das als Prozess und nicht als einmalig erstellte Schablone, die für jedes unserer Produkte passt.

Die Basics deiner Selbstständigkeit gehören also auch weiterhin zu den Dingen, die du regelmäßig überprüfen solltest.

Website

Wenn wir aber über das Thema Content Marketing sprechen, dann reden wir auch über die Inhalte, die du dafür erstellen musst.

Und natürlich kannst du ausschließlich über deine Social Media-Kanäle veröffentlichen.

Was die Suche nach immer neuen Inhalten aber deutlich vereinfacht, ist eine eigene Plattform, auf der du regelmäßig aktiv bist. Und die dir Content-Häppchen liefert, die du teilen kannst.

Nicht nur der entscheidende Vorteil deiner Unabhängigkeit – der Facebook-Shutdown Ende letztens Jahres hat es eindrücklich gezeigt – spielt hierbei eine Rolle.

Strategisch aufgesetzt, und da sind wir wieder beim Thema Contentplanung, fütterst du damit externe Plattformen mit immer neuen Inhalten. Und zwar ohne dich ständig zu fragen, was du als nächstes posten sollst.

Neben der eigenen Website wird es also auch in 2022 wichtig sein, sich einen Ort zu schaffen, an dem man unabhängig von Algorithmen und äußeren Einflüssen veröffentlichen kann.

Blogs werden – auch entgegen der landläufigen Meinung – eine extrem gute Möglichkeit sein, dieses Ziel zu erreichen. Auch dann, wenn SEO nicht unbedingt im Fokus stehen muss.

Was das Thema Podcast betrifft, bin ich mir sicher, dass wir auch in diesem Jahr jede Menge neue Formate kennenlernen werden.  Der Trend zu Audio-Inhalten wird sich fortsetzen, auch wenn Deutschland im internationalen Vergleich noch etwas hinterherhinkt.

(Quelle: Statista.de/Statistiken zum Thema Podcast)

Was ich aber auch an meinen eigenen Zahlen beobachte: Die Macht der Suchmaschinenoptimierung entfaltet sich mit einem eigenen Blog und den entsprechenden Artikeln deutlich besser als mit einem Podcast.

Solltest du also zwischen einem eigenen Blog oder Podcast schwanken, behalte das Thema SEO auf jeden Fall im Blick.

Onlinekurse & digitale Produkte

Vielleicht hast du es im vergangenen Jahr bereits selbst gemerkt:

Immer mehr Selbstständige springen auf den Zug „Online-Business & digitale Produkte“ auf.

Dabei hat nicht nur Corona gezeigt, dass es in unsicheren Zeiten neue Strategien braucht. Auch die Akzeptanz von Online-Lernangeboten ist generell gestiegen. Menschen, die vorher für sich ausgeschlossen haben, an Online-Weiterbildungen teilzunehmen, bewegen sich heute wie selbstverständlich durch die digitale Angebots-Welt.

Für dich als Anbieter*in bedeutet dies natürlich auch, dass es mittlerweile viel mehr Konkurrenz gibt. Und dass es schwerer geworden ist, mit dem eigenen Angebot aus der Masse hervorzustechen.

2022 wird es damit entscheidend sein, nicht nur perfekt auf die eigene Zielgruppe zugeschnittene Angebote zu entwickeln, sondern auch Lerninhalte zu schaffen, die echte Ergebnisse erzielen.

Es reicht also nicht mehr, lediglich Video-Kurse mit Workbooks anzubieten. Strategisch aufgebaute Kurse und Produkte, die die Teilnehmer „an die Hand“ nehmen, ganz gezielt von „A nach B führen“ und durch gehirngerecht aufbereitete Inhalte begeistern, werden die entscheidenden Stellschrauben für mehr Verkäufe sein, denn

Käufer orientieren sich bei einem breiten Angebot immer stärker auch am Nutzen und der Transformation, die das Produkt für sie möglich macht.

Und noch ein Trend in Sachen Online-Kurse wird sich in 2022 weiter durchsetzen:

Begleitete Lern-Angebote werden noch wichtiger werden.

Diesen Trend habe ich bereits im letzten Jahr wahrgenommen und auch aus vielen Gesprächen mit meinen Kund*innen mitgenommen:

Viele möchten nicht mehr anonym in Selbstlern-Kursen unterwegs sein, sondern wünschen sich Unterstützung, Begleitung und im Idealfall auch eine Community, mit der sie sich austauschen können.

Und das hat nicht unbedingt etwas mit dem Lern-Typ an sich zu tun. Im Gegenteil, auch Menschen, denen es leicht fällt, sich eigenständig und für die Dauer des Angebots zu motivieren, setzen verstärkt auf Begleitung.

Und irgendwie liegt es doch auch auf der Hand:

Gemeinsam und im Austausch mit den Ersteller*innen und anderen Teilnehmer*innen fällt es noch leichter, sich auf die Inhalte einzulassen und echte Ergebnisse zu bekommen.

Das bedeutet nicht, dass du ab sofort nur noch Produkte mit intensiver Begleitung anbieten solltest. Auch das automatisierte Verkaufen durch Funnels wird weiterhin funktionieren. Aber es macht für deine Kund*innen einen entscheidenden Unterschied bei der Wahl des richtigen Angebots, ob sie dabei die Möglichkeit haben, in den Austausch zu gehen und direktes Feedback zu bekommen.

Und das wird sich auch unmittelbar auf die Dauer der Kurse auswirken. Statt sich monatelang den Kalender zu blockieren, möchten viele Selbstständige direkt und ohne Umwege ans Ziel. Dass sie damit nur Teilaspekte eines Themas erfassen können, ist dabei primär nicht wichtig.

Viel wichtiger ist es, dass sie am Ende ein konkretes Ergebnis bekommen.

Formate wie Online-Workshops, Mini- und Audio-Kurse werden damit in 2022 wieder zu den beliebtesten Lern-Angeboten gehören.

Digitale Mini-Produkte

Und wenn wir bei diesem Trend nach kompakteren Angeboten bleiben, spielen natürlich auch digitale Mini-Produkte, sogenannte Tiny Offer weiterhin eine große Rolle im Online-Business.

Nachdem dieser Trend Anfang letzten Jahres auch hier im deutschsprachigen Raum angekommen ist, werden sich die kleinen Alleskönner weiter etablieren können.

Was sich aber in diesem Zusammenhang auch etablieren wird:

Statt Vorlagen und Templates wird es dieses Jahr verstärkt sogenannte „Mini-Lösungen“ in Form von Kursen und digitalen Angeboten geben, die sich auf Teilaspekte fokussieren, am Ende aber eine komplette Lösung für ein ganz spezifisches Problem bieten. 

Alleine im zweiten Durchlauf meines begleiteten Online-Kurse „Little Offer – Big Efforts“ entstehen gerade ganz viele dieser „Insel-Lösungen“.  Viele davon mit eher unkonventionellen Ansätzen wie „digitales Co-Working“ oder „Konfliktlösung bei der Unternehmens-Nachfolge“.

Wichtig bleibt aber – und das trifft natürlich nicht nur auf digitale Mini-Produkte zu -:

Am Ende steht ein klares Ergebnis.

Freebies & Lead-Magneten

Wenn wir ehrlich sind:

Freebies, also kostenlose Lead-Magneten, für die lediglich die Email-Adresse abgefragt wird, haben ihre besten Zeiten hinter sich.

Dennoch sind sie nach wie vor aus der Online-Welt nicht wegzudenken. Und werden uns damit auch noch eine Weile begleiten. 

Was aber dabei immer wichtiger wird:

Menschen überlegen mittlerweile länger, ob sie bereit sind, für kostenlosen Content, der in der Vielzahl nicht hilfreich ist, wirklich noch ihre Adressdaten herausgeben. Das ist unter anderem natürlich auch den vielen schlechten Freebies geschuldet.

Es gibt sie noch, die Lead-Magneten, die wirklich gut gemacht sind und weiterhelfen. Aber sie haben dennoch einen entscheidenden Nachteil, der immer deutlicher wird:

Sie bilden nur einen winzigen Teilaspekt einer Herausforderung ab und lassen das große Ganze unberücksichtigt. Ihre Nutzer bekommen also keine Lösung präsentiert, sondern erhalten Einblick in einen kleinen Teil der möglichen Lösung.

Und das ist für Freebies ja auch so gewollt.

Dennoch stelle ich auch bei meinen Kund*innen fest:

Viele sind bereit für etwas zu bezahlen, wenn es ihnen wirklich weiterhilft.

Und genau da setzen ja digitale Mini-Produkte an. Sie bieten eine konkrete Lösung zu einem überschaubaren Preis an.

Käufer gehen damit ein eher kleines finanzielles Risiko ein, sparen am Ende aber Zeit, Geld und vor allem Nerven.

Die Frage für 2022 ist also:

Schaffen es digitale Mini-Produkte langfristig Freebies zu ersetzen?

Meine Antwort dazu lautet ganz klar:

Ja, denn:

Listenaufbau wird auch in diesem Jahr existenzieller Bestandteil eines erfolgreichen Online-Businesses sein.

Die Qualität einer Liste misst sich an den Menschen, die bereit sind, den nächsten Schritt zu gehen.

Und genau die sprichst du mit einem niedrigpreisigen Produkt viel eher an als mit einem kostenlosen Lead-Magneten.

Persönliche (Weiter-) Entwicklung

Jetzt haben wir fast ausschließlich über Strategien und Vorgehensweisen gesprochen, die 2022 wichtig sind oder noch werden.

Was mir aber in diesem Zusammenhang mindestens genauso wichtig ist, ist die persönliche (Weiter-) Entwicklung aller Beteiligten.

Nicht nur deine Kund*innen wachsen weiter. Auch du als Selbstständige wirst dich in diesem Jahr daran messen lassen müssen, wie du persönlich mit Dingen, die dein Business betreffen umgehst. Und vor allem, für welche Möglichkeiten du dich auf dem riesigen Feld „Online-Marketing“ entscheidest.

Es geht nicht mehr darum, immer mehr zu machen. Es geht darum, einen Unterschied zu machen. Aus der Vergleichbarkeit auszubrechen.

Und das gelingt meiner Meinung nach am besten über authentisches Marketing und nicht über Dauer-Gehustle, weil alle das so machen.

Die bewusste Entscheidung für oder gegen bestimmte Strategien, eine eindeutige Positionierung bei Dingen, die uns bewegen und ein Marketing, das zu dir und deinem Leben passt, sind und bleiben auch in 2022 die wichtigsten Grundpfeiler für eine erfüllende Selbstständigkeit, die Spaß macht und leicht sein darf.

Mein Fazit

So ein Blick in die Glaskugel ist extrem spannend. Aber natürlich sprechen wir bei den Online-Marketing Trends 2022 auch immer über Annahmen.

Ob und vor allem wie sich die verschiedenen Trends wirklich verhalten, werden wir erst Ende des Jahres erfahren.

Eines steht aber für mich bereits jetzt fest:

Das Online-Business wird sich auch weiterhin verändern. Und wir können entscheiden, in welcher Form wir an dieser Veränderung teilhaben wollen.

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In diesem Artikel liest du meine Einschätzungen für das Jahr 2022.

Inhalt

Online-Marketing Trends 2022

Immer wieder spannend, einen Artikel zum gleichen Thema aus dem letzten Jahr zu lesen.

Einiges ist tatsächlich eingetroffen, vieles aber auch weiterhin im Veränderungsprozess.

Auch in 2022 werden wir die ein oder andere Überraschung in Sachen Online-Marketing Trends erleben, da bin ich sicher. 

Eines aber steht jetzt schon fest:

Kundenbeziehungen werden auch in diesem Jahr ganz oben auf der ToDo-Liste aller Selbstständigen im Online-Business stehen.

Online-Marketing

Ich lese es immer häufiger:

Viele Selbstständige sind genervt vom ständigen Dauer-Hustle und wünschen sich Online-Marketing-Strategien, die effektiv sind, aber dennoch nicht überfordern.

Und das trifft nicht nur auf die Social Media-Kanäle zu. Im Gegenteil, eine Erkenntnis, die uns im Unterbewusstsein schon länger begleitet, sich in 2022 aber voll entfalten darf:

Es ist nicht die Masse, die zählt.

Viel wichtiger ist es, konstant und über einen längeren Zeitraum relevante Inhalte zu liefern, statt überall und nirgends präsent zu sein.

Und im Grunde genommen war uns das doch eigentlich schon klar:

Dauerpräsenz laugt aus, macht müde und ist dazu auch noch ziemlich ineffektiv.

2022 darf im Online-Marketing also das Jahr der Entscheidungen werden:

  • für oder gegen bestimmte Kanäle
  • für mehr Mit- statt Gegeneinander und vor allem 
  • für wieder mehr Selbstbestimmung statt fremdgesteuerter Strategien.

Social Media

Seit einiger Zeit beobachte ich gerade im Bereich Social Media den Trend, sich komplett abzuwenden und stattdessen auf alternative Strategien wie List-Building oder Funnels zu setzen.

Und ehrlich gesagt kann ich das total verstehen, dennoch glaube ich, dass wir ganz ohne Social Media doch nicht auskommen werden.

Um aber aus dieser Dauerschleife des immer neuen Contens produzieren zu müssen auszusteigen, brauchen wir neben einem Back-End, das uns diese Inhalte liefert, auch mehr Geduld. 

Vielleicht fangen wir damit an, nicht mehr jeden Tag omnipräsent und am besten überall vertreten zu sein und uns stattdessen auf einige wenige Kanäle fokussieren, die wir regelmäßig bespielen.

Content-Planung ist also ein gutes Stichwort, um dem Dauer-Gehustle zu entgehen, gleichzeitig aber verlässlich zu posten. Wenn auch nicht jeden Tag und auch durch alle verfügbaren Formate.

Content Marketing

Und damit wird auch unweigerlich klar:

Content Marketing ist alles andere als tot.

Im Gegenteil, auch in 2022 wird es wichtig sein, nicht nur über Produkte und die richtigen Vertriebswege zu sprechen, sondern weiterhin auf Infotainment zu setzen.

Und noch etwas wird in diesem Zuge wichtig werden:

Das absolut tiefe Verständnis der eigenen Zielgruppe.

Es reicht in 2022 nicht mehr, nur eine grobe Vorstellung des idealen Kunden zu haben, wir müssen – immer wieder – tief in das Thema Bedürfnisse und Herausforderungen eintauchen, um genau die Inhalte zu erstellen, die es an den verschiedensten Stellen der Kundenreise braucht.

Und das als Prozess und nicht als einmalig erstellte Schablone, die für jedes unserer Produkte passt.

Die Basics deiner Selbstständigkeit gehören also auch weiterhin zu den Dingen, die du regelmäßig überprüfen solltest.

Website

Wenn wir aber über das Thema Content Marketing sprechen, dann reden wir auch über die Inhalte, die du dafür erstellen musst.

Und natürlich kannst du ausschließlich über deine Social Media-Kanäle veröffentlichen.

Was die Suche nach immer neuen Inhalten aber deutlich vereinfacht, ist eine eigene Plattform, auf der du regelmäßig aktiv bist. Und die dir Content-Häppchen liefert, die du teilen kannst.

Nicht nur der entscheidende Vorteil deiner Unabhängigkeit – der Facebook-Shutdown Ende letztens Jahres hat es eindrücklich gezeigt – spielt hierbei eine Rolle.

Strategisch aufgesetzt, und da sind wir wieder beim Thema Contentplanung, fütterst du damit externe Plattformen mit immer neuen Inhalten. Und zwar ohne dich ständig zu fragen, was du als nächstes posten sollst.

Neben der eigenen Website wird es also auch in 2022 wichtig sein, sich einen Ort zu schaffen, an dem man unabhängig von Algorithmen und äußeren Einflüssen veröffentlichen kann.

Blogs werden – auch entgegen der landläufigen Meinung – eine extrem gute Möglichkeit sein, dieses Ziel zu erreichen. Auch dann, wenn SEO nicht unbedingt im Fokus stehen muss.

Was das Thema Podcast betrifft, bin ich mir sicher, dass wir auch in diesem Jahr jede Menge neue Formate kennenlernen werden.  Der Trend zu Audio-Inhalten wird sich fortsetzen, auch wenn Deutschland im internationalen Vergleich noch etwas hinterherhinkt.

(Quelle: Statista.de/Statistiken zum Thema Podcast)

Was ich aber auch an meinen eigenen Zahlen beobachte: Die Macht der Suchmaschinenoptimierung entfaltet sich mit einem eigenen Blog und den entsprechenden Artikeln deutlich besser als mit einem Podcast.

Solltest du also zwischen einem eigenen Blog oder Podcast schwanken, behalte das Thema SEO auf jeden Fall im Blick.

Onlinekurse & digitale Produkte

Vielleicht hast du es im vergangenen Jahr bereits selbst gemerkt:

Immer mehr Selbstständige springen auf den Zug „Online-Business & digitale Produkte“ auf.

Dabei hat nicht nur Corona gezeigt, dass es in unsicheren Zeiten neue Strategien braucht. Auch die Akzeptanz von Online-Lernangeboten ist generell gestiegen. Menschen, die vorher für sich ausgeschlossen haben, an Online-Weiterbildungen teilzunehmen, bewegen sich heute wie selbstverständlich durch die digitale Angebots-Welt.

Für dich als Anbieter*in bedeutet dies natürlich auch, dass es mittlerweile viel mehr Konkurrenz gibt. Und dass es schwerer geworden ist, mit dem eigenen Angebot aus der Masse hervorzustechen.

2022 wird es damit entscheidend sein, nicht nur perfekt auf die eigene Zielgruppe zugeschnittene Angebote zu entwickeln, sondern auch Lerninhalte zu schaffen, die echte Ergebnisse erzielen.

Es reicht also nicht mehr, lediglich Video-Kurse mit Workbooks anzubieten. Strategisch aufgebaute Kurse und Produkte, die die Teilnehmer „an die Hand“ nehmen, ganz gezielt von „A nach B führen“ und durch gehirngerecht aufbereitete Inhalte begeistern, werden die entscheidenden Stellschrauben für mehr Verkäufe sein, denn

Käufer orientieren sich bei einem breiten Angebot immer stärker auch am Nutzen und der Transformation, die das Produkt für sie möglich macht.

Und noch ein Trend in Sachen Online-Kurse wird sich in 2022 weiter durchsetzen:

Begleitete Lern-Angebote werden noch wichtiger werden.

Diesen Trend habe ich bereits im letzten Jahr wahrgenommen und auch aus vielen Gesprächen mit meinen Kund*innen mitgenommen:

Viele möchten nicht mehr anonym in Selbstlern-Kursen unterwegs sein, sondern wünschen sich Unterstützung, Begleitung und im Idealfall auch eine Community, mit der sie sich austauschen können.

Und das hat nicht unbedingt etwas mit dem Lern-Typ an sich zu tun. Im Gegenteil, auch Menschen, denen es leicht fällt, sich eigenständig und für die Dauer des Angebots zu motivieren, setzen verstärkt auf Begleitung.

Und irgendwie liegt es doch auch auf der Hand:

Gemeinsam und im Austausch mit den Ersteller*innen und anderen Teilnehmer*innen fällt es noch leichter, sich auf die Inhalte einzulassen und echte Ergebnisse zu bekommen.

Das bedeutet nicht, dass du ab sofort nur noch Produkte mit intensiver Begleitung anbieten solltest. Auch das automatisierte Verkaufen durch Funnels wird weiterhin funktionieren. Aber es macht für deine Kund*innen einen entscheidenden Unterschied bei der Wahl des richtigen Angebots, ob sie dabei die Möglichkeit haben, in den Austausch zu gehen und direktes Feedback zu bekommen.

Und das wird sich auch unmittelbar auf die Dauer der Kurse auswirken. Statt sich monatelang den Kalender zu blockieren, möchten viele Selbstständige direkt und ohne Umwege ans Ziel. Dass sie damit nur Teilaspekte eines Themas erfassen können, ist dabei primär nicht wichtig.

Viel wichtiger ist es, dass sie am Ende ein konkretes Ergebnis bekommen.

Formate wie Online-Workshops, Mini- und Audio-Kurse werden damit in 2022 wieder zu den beliebtesten Lern-Angeboten gehören.

Digitale Mini-Produkte

Und wenn wir bei diesem Trend nach kompakteren Angeboten bleiben, spielen natürlich auch digitale Mini-Produkte, sogenannte Tiny Offer weiterhin eine große Rolle im Online-Business.

Nachdem dieser Trend Anfang letzten Jahres auch hier im deutschsprachigen Raum angekommen ist, werden sich die kleinen Alleskönner weiter etablieren können.

Was sich aber in diesem Zusammenhang auch etablieren wird:

Statt Vorlagen und Templates wird es dieses Jahr verstärkt sogenannte „Mini-Lösungen“ in Form von Kursen und digitalen Angeboten geben, die sich auf Teilaspekte fokussieren, am Ende aber eine komplette Lösung für ein ganz spezifisches Problem bieten. 

Alleine im zweiten Durchlauf meines begleiteten Online-Kurse „Little Offer – Big Efforts“ entstehen gerade ganz viele dieser „Insel-Lösungen“.  Viele davon mit eher unkonventionellen Ansätzen wie „digitales Co-Working“ oder „Konfliktlösung bei der Unternehmens-Nachfolge“.

Wichtig bleibt aber – und das trifft natürlich nicht nur auf digitale Mini-Produkte zu -:

Am Ende steht ein klares Ergebnis.

Freebies & Lead-Magneten

Wenn wir ehrlich sind:

Freebies, also kostenlose Lead-Magneten, für die lediglich die Email-Adresse abgefragt wird, haben ihre besten Zeiten hinter sich.

Dennoch sind sie nach wie vor aus der Online-Welt nicht wegzudenken. Und werden uns damit auch noch eine Weile begleiten. 

Was aber dabei immer wichtiger wird:

Menschen überlegen mittlerweile länger, ob sie bereit sind, für kostenlosen Content, der in der Vielzahl nicht hilfreich ist, wirklich noch ihre Adressdaten herausgeben. Das ist unter anderem natürlich auch den vielen schlechten Freebies geschuldet.

Es gibt sie noch, die Lead-Magneten, die wirklich gut gemacht sind und weiterhelfen. Aber sie haben dennoch einen entscheidenden Nachteil, der immer deutlicher wird:

Sie bilden nur einen winzigen Teilaspekt einer Herausforderung ab und lassen das große Ganze unberücksichtigt. Ihre Nutzer bekommen also keine Lösung präsentiert, sondern erhalten Einblick in einen kleinen Teil der möglichen Lösung.

Und das ist für Freebies ja auch so gewollt.

Dennoch stelle ich auch bei meinen Kund*innen fest:

Viele sind bereit für etwas zu bezahlen, wenn es ihnen wirklich weiterhilft.

Und genau da setzen ja digitale Mini-Produkte an. Sie bieten eine konkrete Lösung zu einem überschaubaren Preis an.

Käufer gehen damit ein eher kleines finanzielles Risiko ein, sparen am Ende aber Zeit, Geld und vor allem Nerven.

Die Frage für 2022 ist also:

Schaffen es digitale Mini-Produkte langfristig Freebies zu ersetzen?

Meine Antwort dazu lautet ganz klar:

Ja, denn:

Listenaufbau wird auch in diesem Jahr existenzieller Bestandteil eines erfolgreichen Online-Businesses sein.

Die Qualität einer Liste misst sich an den Menschen, die bereit sind, den nächsten Schritt zu gehen.

Und genau die sprichst du mit einem niedrigpreisigen Produkt viel eher an als mit einem kostenlosen Lead-Magneten.

Persönliche (Weiter-) Entwicklung

Jetzt haben wir fast ausschließlich über Strategien und Vorgehensweisen gesprochen, die 2022 wichtig sind oder noch werden.

Was mir aber in diesem Zusammenhang mindestens genauso wichtig ist, ist die persönliche (Weiter-) Entwicklung aller Beteiligten.

Nicht nur deine Kund*innen wachsen weiter. Auch du als Selbstständige wirst dich in diesem Jahr daran messen lassen müssen, wie du persönlich mit Dingen, die dein Business betreffen umgehst. Und vor allem, für welche Möglichkeiten du dich auf dem riesigen Feld „Online-Marketing“ entscheidest.

Es geht nicht mehr darum, immer mehr zu machen. Es geht darum, einen Unterschied zu machen. Aus der Vergleichbarkeit auszubrechen.

Und das gelingt meiner Meinung nach am besten über authentisches Marketing und nicht über Dauer-Gehustle, weil alle das so machen.

Die bewusste Entscheidung für oder gegen bestimmte Strategien, eine eindeutige Positionierung bei Dingen, die uns bewegen und ein Marketing, das zu dir und deinem Leben passt, sind und bleiben auch in 2022 die wichtigsten Grundpfeiler für eine erfüllende Selbstständigkeit, die Spaß macht und leicht sein darf.

Mein Fazit

So ein Blick in die Glaskugel ist extrem spannend. Aber natürlich sprechen wir bei den Online-Marketing Trends 2022 auch immer über Annahmen.

Ob und vor allem wie sich die verschiedenen Trends wirklich verhalten, werden wir erst Ende des Jahres erfahren.

Eines steht aber für mich bereits jetzt fest:

Das Online-Business wird sich auch weiterhin verändern. Und wir können entscheiden, in welcher Form wir an dieser Veränderung teilhaben wollen.

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